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Bezirksversammlung der Rauchclubs in Atzing: Ortsverein haben derzeit 450 Mitglieder

Die Bürokratie drangsaliert die Arbeit

Atzing - Ein Beispiel, wie ehrenamtliches Engagement behördlicherseits behindert werden kann, zeigt sich bei den Selbsthilfeeinrichtungen der Rauchclubs im Bezirk Prien mit den Vereinen von Rimsting, Prien und Wildenwart. Seit Jahren gibt es eine fast unendliche Geschichte mit der Regierung von Oberbayern als Aufsichtsbehörde.

Diese macht den Ortsvereinen Auflagen, die nach deren Darstellung eine Gleichstellung der kleinen Versicherungsvereine mit den großen Versicherungskonzernen bedeuten. Bezirksvorsitzender Klaus Dingler erläuterte bei der Jahreszusammenkunft im Gasthaus "Stocker" in Atzing. zum wiederholten Mal die schwierigen Verhandlungen mit der zuständigen Stelle bei der Regierung.

Seit fast 90 Jahren sind die Rauchclubs eine wichtige Stütze für die Hinterbliebenen. Sie bekommen im Sterbefall eines Mitglieds derzeit sofort und unbürokratisch 350 Euro. Mitglieder in den Clubs können Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren werden.

Die Bildung von Rücklagen ist oberstes Ziel der sparsamen Kassenverwaltung. Bei entsprechender Höhe der Rücklagen lassen sich Überlegungen über eine Veränderung des Sterbegeldes nach den vorgegebenen Richtlinien anstellen. Weil im Bezirk der Rauchclubs von Rimsting, Prien und Wildenwart kein Euro für Verwaltungsausgaben entsteht, zweifle die Regierung von Oberbayern an der Richtigkeit der Arbeit, ärgerte sich Dingler. Zuweilen seien sogar "schwarze Kassen" vermutet worden. Bezirksvorsitzender Klaus Der Vorsitzende fügte hinzu, dass von der Aufsichtsbehörde die Pflege einer Fahne in Frage gestellt werde, die im Todesfall als Zeichen der Gemeinschaft dabei ist. Selbst ein eingeschalteter Notar habe ein Verständnisproblem mit den Vorstellungen der Regierung gehabt.

"Himmel, was sind da für Leute in den Ämtern!?" - Mit diesem Ausspruch begann Priens Zweite Bürgermeisterin Renate Hof ihr Grußwort. "Die Wasserwacht und andere Organisationen setzen sich für das Leben ein. Ihr seid da, wenn ein Leben seinen Abschluss fand", dankte Hof den Rauchclubs.

Wie die Berichte von Schriftführer Franz Perko junior (Vorsitzender Wildenwart) und Kassier Walter Jänicke (Vorsitzender Prien) ergaben, konnte im abgelaufenen Vereinsjahr bei derzeit rund 450 Mitgliedern der höchste Vermögensstand in der Geschichte des Bezirks erzielt werden.

Ein besonderes "Vergelt's Gott" galt Markus Kalal vom Ortsverband Wildenwart. Er allein konnte im Vorjahr 15 neue Mitglieder gewinnen. Zweiter Bezirksvorsitzender Sepp Oster (Vorstand Rimsting) lobte Klaus Dingler für die umsichtige Führung des Bezirks trotz der behördlichen Hürden.

Einstimmig wiedergewählt wurden Martin Tiefenbacher und Rainer Knoll als Kassenprüfer. hö

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