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KOMMUNALPOLITIK

Bürgermeister: „Wössner fürs Parken nicht abkassieren“

Nach wie vor ein heißes Thema sind die überfüllten Wanderparkplätze auch im Corona-Frühjahr wie hier am Hammergraben in Oberwössen.
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Nach wie vor ein heißes Thema sind die überfüllten Wanderparkplätze auch im Corona-Frühjahr wie hier am Hammergraben in Oberwössen.
  • VonLudwig Flug
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Verändertes Verhalten der Gäste in der Corona-Pandemie: Gemeinderat Unterwössen diskutiert erneut über die Situationen auf den Wanderparkplätzen.

Unterwössen – Aufgrund einer Nachfrage aus den eigenen Reihen kam das Thema Parken auf den Wanderparkplätzen in der jüngsten Sitzung des Unterwössener Gemeinderats im Alten Bad erneut auf den Tisch. Der Tenor: Verändertes Verhalten der Gäste in der Corona-Pandemie verschärft die Situation um die Wanderparkplätze.

Eine Beschlussfassung stand dazu nicht an.

Wanderparkplatz um 20 Stellplätze erweitert

Der Wanderparkplatz am Hochgernweg sei um 20 Stellplätze erweitert worden, informierte Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) das Gremium. Das Parkverhalten habe sich dort verbessert. Der Hinterwössner Wanderparkplatz Richtung Taubensee wurde laut Entfellner um weitere 15 Stellplätze vergrößert.

Eine Leitbeschilderung informiert über optimale Parkraumnutzung und hält zu besserem Parkverhalten an.

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Der Bürgermeister verwies lobend auf Gemeinderat Detlef Bähring(Bündnis 90/Die Grünen), der „die beliebte Online-Karten Google Maps um die heimischen Parkplätze bereichert hat, um Tagesgäste dorthin zu lenken und Wildparker zu vermeiden“.

Im Übrigen seien die Bürgermeister im Achental zum Parkthema übereingekommen, so Entfellner, diesen Sommer abzuwarten. Auf der Grundlage der so gewonnen Erfahrungen planen sie, den Herausforderungen zu begegnen.

Auf Parkster-Angebot eingehen

Da hakte Gabi Neubert (Bündnis 90/Die Grünen) nach. „Immer abwarten, die Herausforderungen nicht angehen, kann keine Lösung sein. Wir werden in Zukunft mehr Feriengäste haben und wir müssen jetzt beginnen, Erfahrungen zu sammeln“, so Neubert.

Gemeinsam riefen die drei Gemeinderäte der Grünen nachdrücklich dazu auf, auf ein Angebot von Parkster, München, einzugehen. Das im Ursprung schwedische Unternehmen bietet Städten und Gemeinden ein System zur Parkraumbewirtschaftung an. Parker auf gebührenpflichtigen Parkplätzen regeln ihre Parkzeiten per Smartphone und begleichen Parkgebühren mit monatlichen Abbuchungen. „Die Gemeinde Reit im Winkl hat mit dem System gute Erfahrungen gemacht“, hieß es unisono aus der Grünen-Fraktion. „Traunstein ist neu dabei.“

Verweis auf grundsätzliches Problem

Bürgermeister Entfellner verwies auf ein grundsätzliches Problem. „In Schweden zahlen 90 Prozent der Menschen mit dem Handy, bei uns zehn Prozent. Wir müssen uns klar werden, was wir in dieser Situation wollen. Wollen wir für das Parken Geld erheben? Das hätte die Konsequenz, dass wir auch Einheimische abkassieren. Das möchte ich nicht.“

Barthl Irlinger (OWG) warnte: „Ganz gleich was wir vorhaben, es kann nur gemeinsam mit den Nachbargemeinden passieren.“ Claudia Schweinöster (FDP/UWW) vertrat: „Diese Saison sieht wegen Corona völlig anders aus. Auf die Erfahrungen aus der Zeit können wir uns nicht verlassen. Deshalb bin ich dafür, die Entwicklung in diesem Sommer weiter zu betrachten.“

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