Das Bürgermeister-Trio bleibt im Amt

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Aufmerksam verfolgt von vielen interessierten Bürgern und Familienangehörigen legten die acht neuen Mitglieder des Siegsdorfer Gemeinderates im Rahmen der konstituierenden Sitzung im Festsaal ihren Amtseid ab und bestimmten mehrheitlich Manfred Guggelberger und Martin Maier wieder als Stellvertreter von Bürgermeister Thomas Kamm. Siegsdorf - "Heute beginnt die Zeit des kommunalpolitischen Handelns für unsere neuen Mitglieder, die ebenso wie alle Wiedergewählten nun das Wählervertrauen rechtfertigen müssen", stellte Kamm zu Beginn der Sitzung fest und forderte sein 20-köpfiges Gremium auf, "auch weiterhin mit Rückgrat und gesundem Menschenverstand die Gemeinde Siegsdorf positiv weiterzuentwickeln".

Kamm äußerte die Hoffnung, wie auch in den letzten sechs Jahren, durch "sachliche Argumentation und fairen Umgang miteinander ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis pflegen zu können" und sieht mit vier Frauen im Gremium auch die "manchmal etwas andere Sichtweise der Frauen" bestens vertreten.

In alphabetischer Reihenfolge nahm der Bürgermeister dann den acht neu gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäten den Amtseid ab. Josef Bauer, Stefanie Buchner, Gerhard Gimpl, Klaus Gimpl, Erwin Kurz junior, Peter Mayer, Marlies Neuhierl-Huber und Sandra Steiner bekannten sich vor den Gemeinderatsmitgliedern und den Zuhörern zu den Grundgesetzen der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern und sind damit nun rechtmäßige Mitglieder des Gemeinderates Siegsdorf.

Nach Artikel 51 der Gemeindeordnung müssen alle Beschlüsse im Gemeinderat in offener Abstimmung erfolgen, einzige Ausnahme bildet die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter, die in geheimer Abstimmung erfolgen muss. UW-Fraktionssprecher Dr. Lothar Seissiger schlug zur Wahl des Zweiten Bürgermeisters den bisherigen Stellvertreter Manfred Guggelberger vor, der in den letzten sechs Jahren bereits vertrauensvoll mit Kamm zusammengearbeitet habe. Dem schloss sich CSU-Fraktionssprecher Manfred Hobmaier uneingeschränkt an. Für die Grünen schlug deren neuer Sprecher Gerhard Gimpl das langjährige Gemeinderatsmitglied Willi Geistanger für den Stellvertreterposten vor, SPD-Fraktionssprecher Rainer Klapfenberger gab keine Empfehlung ab.

Mit 15 zu sechs Stimmen wurde dann in geheimer Wahl der bisherige Zweite Bürgermeister Manfred Guggelberger wieder als erster Stellvertreter Kamms bestimmt.

Für das Amt des Dritten Bürgermeisters hatte die SPD-Fraktion keinen Vorschlag, die Grünen stellten die neue Gemeinderätin Marlies Neuhierl-Huber zur Wahl. CSU- und UW-Fraktion plädierten für eine Weiterführung der bewährten Lösung mit Martin Maier als Dritten Bürgermeister. Die Abstimmung betätigte auch ihn mit 15 zu sechs Stimmen als zweiten Stellvertreter, sodass das bewährte Trio nun auch die nächsten sechs Jahre weiterarbeiten kann.

Im Rahmen des Gemeindeverfassungsrechtes gab es einige Änderungen gegenüber der letzten Periode in der Besetzung der Ausschüsse. Um die Mehrheitsverhältnisse des Gremiums auch in den Ausschüssen gerecht widerzuspiegeln, werden diese künftig nur noch aus sechs Mitgliedern und dem BGM zusammengesetzt sein. In den Bauausschuss wurden Manfred Hobmaier und Alfred Überegger (CSU), Stefan Eisenbichler und Heinz Kecht (UW), Peter Mayer (SPD) und Willi Geistanger (Grüne) berufen. Im Haupt-und Finanzausschuss sind künftig Rainer Klapfenberger (SPD), Gerhard Gimpl (Grüne), Dr. Lothar Seissiger und Alexander Klammer (UW) sowie Josef Bauer und Matthias Landler (CSU) vertreten.

Im Fremdenverkehrsausschuss, der gemeinsam mit den Kollegen aus Bergen etwa vierteljährlich tagt, sind Klaus Gimpl und Erwin Kurz (CSU), Peter Mayer (SPD), Dritter Bürgermeister Martin Maier und Sandra Steiner (UW) sowie Marlies Neuhierl-Huber (Grüne) vertreten. Das Kontrollgremium Rechnungsprüfungsausschuss besetzen Karin Neumann (Grüne), Stefanie Buchner und Alexander Klammer (UW), Rainer Klapfenberger (SPD) sowie Josef Bauer und Klaus Gimpl (CSU).

Zudem stimmte der Gemeinderat einstimmig einer Erhöhung der Sitzungspauschale von derzeit 20 auf künftig 40 Euro je Sitzung zu. Bürgermeister Kamm begründete die Erhöhung mit den gestiegenen Anforderungen in der Vorbereitung der Themen und auch in den immer umfangreicher werdenden Verfahrensabläufen, die längere Sitzungszeiten mit sich bringen. fkr

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