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Bürgerversammlung in Seeon-Seebruck

„Klopapierfirma“: Bürger kritisierten Architektur des Luxushotels am Malerwinkel

So sieht die derzeitige Planung für das neue Hotel Malerwinkel aus. Brüderl
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So sieht die derzeitige Planung für das neue Hotel Malerwinkel aus.
  • VonGabi Rasch
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Kritik über die geplante Malerwinkel-Architektur wurde auch in der Seeon-Seebrucker Bürgerversammlung laut. Es wurden gar Vergleiche mit dem Verwaltungsgebäude einer Klopapierfirma gezogen.

Seeon-Seebruck – Dass sich über Architektur trefflich streiten lässt, zeigt sich seit geraumer Zeit in der Gemeinde Seeon-Seebruck am Beispiel der Neubauplanung für das Hotel Malerwinkel in einer romantischen Bucht am Chiemsee. Auch in der Bürgerversammlung in der Turnhalle in Seebruck wurde die Architektur kritisiert. Andreas Piroschka aus Seeon verglich den Neubau mit einem „Verwaltungsgebäude einer Klopapierfirma“, der auch in Wanne-Eickel im Ruhrgebiet stehen könnte.

„Muss das sein?“, fragte Piroschka, wo doch die Feriengäste auch wegen der Gebäude in den Chiemgau kämen. Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) hatte zuvor erklärt, dass man geteilter Meinung sein könnte, was die Architektur betreffe und diese nicht im Vordergrund stehen sollte.

Kiosk mit öffentlicher WC-Anlage geplant

Er teilte auch mit, dass sich die Öffentlichkeit vor dem Malerwinkel in einem Pavillon über den Neubau informieren könne. Er sehe in dem Neubau nicht nur eine Aufwertung für die Gemeinde, sondern für die gesamte Region, so Bartlweber.

Allen Unkenrufen zum Trotz klärte er auf: „Es wird ein hochwertiger Beherbergungsbetrieb, aber es wird dort keinen Hubschrauber-Landeplatz geben.“ Aus Sicht der Gemeinde sei es wichtig, dass der unmittelbar neben dem Hotel vorbeiführende Chiemsee-Radweg zugänglich bleibe und ein Kiosk mit einer öffentlichen WC-Anlage errichtet werde. Lobend erwähnte er auch, dass die Zusammenarbeit mit der neuen Besitzerin und Bauherrin, der VR Bank, sehr gut funktioniere: „Wir sind eng in die Planung mit eingebunden“, bestätigte der Bauamtsleiter der Gemeinde Seeon-Seebruck, Josef Heiß.

Die Kritik an der Architektur des neuen Malerwinkels war aber nicht der einzige Diskussionsbeitrag von Piroschka. Er bat darum, die unhygienischen Bedingungen in der Umkleide des Strandbades Seeon auszuräumen und einen kleinen Stumpen, der aus dem See ragt und gefährlich werden könnte, zu entfernen. Für die Rutsche im Seeoner See, die Piroschka ebenfalls erwähnte, soll eventuell ein neuer Standort gesucht werden.

Wie Bartlwerber mitteilte, musste die Rutsche am angestammten Platz wegen zu geringer Wassertiefe gesperrt werden. Zudem regte Piroschka unter anderem an, bei der Straßenbeleuchtung zu sparen.

Regelrechtes Verkehrschaos auf der Alzbrücke

Wer am Sonntag in Truchtlaching war, kann die Forderungen von Simon Daxenberger gut nachvollziehen. Dort herrschte nicht nur in der Ortsmitte, sondern auch auf der Alzbrücke ein regelrechtes Verkehrschaos. Deshalb forderte Daxenberger eine Tonnage-Beschränkung für die Truchtlachinger Alzbrücke. Auch nach der Auflösung der Umleitung aufgrund der Sanierung der Alzbrücke in Seebruck. „Die Brücke muss abgelastet werden, um den Schwerlastverkehr aus Truchtlaching rauszubekommen“, sagte Daxenberger.

Reger Badebetrieb herrschte auch im Alzbad. Hier übte Daxenberger Kritik an den Eingängen.

Nur ein Eingang für Anlage des Alzbades

Mit Nachdruck forderte der Schreinermeister, die Anlage des Alzbades in Truchtlaching rundum zu schließen und nur durch einen Eingang zu steuern: „Es müssen Taferl her und der vogelwilden Parkerei durch Fahrräder muss endlich entgegengewirkt werden“, so Daxenberger.

Kritik übte Simon Daxenberger auch an den großflächigen Plakaten, die neben dem Sportplatzgelände stehen. Dazu teilte Bartlweber mit, dass für die Plakatwerbung eine geregelte Lösung geplant sei.

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Theo Mayerhöfer aus Truchtlaching beschwerte sich per E-Mail darüber, dass Hundebesitzer ihre Vierbeiner nicht anleinen würden und auch ohne Kotbeutel unterwegs seien. Diese Beobachtungen mache er vor allem in der Aubergstraße, so Mayerhöfer.

Bürgermeister Bartlweber appellierte an die Versammlung, die zahlreich vorhandenen Kotbeutel-Spender zu nutzen und die Hunde beim Spaziergang anzuleinen.

Zum wiederholten Mal wurde Kritik über die „Raser“ in der Altenmarkter Straße geübt. „Keiner hält sich an die 50 Stundenkilometer“, beschwerte sich Hanna Hollinger. Seit der Umleitung aufgrund der Sanierung der Alzbrücke in Seebruck habe der Verkehr zugenommen und damit auch die Lärmbelästigung. Als Anliegerin wollte Hollinger auch wissen, ob beim geplanten Feuerwehrhaus in Seeon zur Wohnsiedlung hin auch ein Lärmschutzwall vorgesehen sei. „Es ist eine Form von Lärmschutz angedacht“, so Bartlweber.

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