Wegen Corona

Bürgermeister Anton Baumgartner zieht mit persönlichem Brief Bilanz

Das Jahr 2021 in Sachen Corona-Pandemie liegt auch für Breitbrunn noch im Nebel.
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Das Jahr 2021 in Sachen Corona-Pandemie liegt auch für Breitbrunn noch im Nebel.
  • vonKarl Wastl
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Ein sonst übliches gemeinsames Jahresabschluss-Essen der Mitarbeiter der Gemeinde Breitbrunn konnte wegen der aktuellen Pandemie nicht stattfinden. Der Bürgermeister hat trotzdem Bilanz gezogen.

Breitbrunn – Bürgermeister Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG) wandte sich deshalb mit einem persönlichen Brief an die Gemeinderäte und ehrenamtlich tätigen Mitbürger.

Seinen Rückblick auf das vergangene Jahr begann er damit, dass noch zu Beginn des Jahres 2020 nichts auf „den dramatischen und extremen Jahresverlauf hindeutete, den das neuartige Coronavirus bescherte“.

So erinnerte der Rathauschef daran, dass die Bürgerversammlung Anfang März noch unter zahlreicher Beteiligung stattfinden konnte. Auch die Kommunalwahlen standen vor der Tür und gingen einen für Breitbrunn üblich ruhigen Gang.

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Kein Starkbierfest in Breitbrunn

Bedauerlicherweise mussten die auf Hochtouren laufenden Vorbereitungen für das Mitte März geplante Starkbierfest gestoppt und die Veranstaltung schweren Herzens, aber einvernehmlich abgesagt werden. Rückblickend eine richtige und gute Entscheidung, resümiert das Gemeindeoberhaupt. Spätestes als im April der Dritte Bürgermeister Reinhard, eines der ersten Corona-Opfer in der Region mit 72 Jahren verstarb, wurde jedem die Gefährlichkeit dieses Virus bewusst. Plötzlich hatte die Pandemie ein Gesicht. Zum Schutz der Bevölkerung wurden in der Folge zahlreiche Maßnahmen getroffen, „um gut für das noch Kommende, vorbereitet zu sein“, so Baumgartner rückblickend.

Die Kommunalwahlen brachten fünf neue Gemeinderäte hervor, die sich mittlerweile etabliert haben. Ab Mitte des Jahres wurden die Arbeiten rund um das LEADER-Projekt „Begegnungsplatz“ am und um das Breitbrunner Sportgelände aufgenommen. Neben den unter anderem neu gepflasterten Eisstockbahnen, sowie etlichen Spiel- und Fitnessgeräten, konnte zwischenzeitlich auch die lange ersehnte fußläufige Verbindung zur Ortsmitte fertiggestellt werden.

Schon im Vorfeld wurde mit aktiver Bürgerbeteiligung die Ausgestaltung des Areals erarbeitet und mit tatkräftiger Unterstützung in Form von Eigenleistungen der gesamten Dorfgemeinschaft umgesetzt. Er begrüße das generationenübergreifende Projekt und freue sich über eine künftige Auslastung, so es die Pandemie erlaube, hofft der Bürgermeister.

Breitbrunn in „Römerregion Chiemsee“

Ebenfalls noch im Herbst wurde mit Dorfarchivar Franz Burghardt senior das zweite LEADER-Projekt „Römerregion Chiemsee“ verwirklicht. Mittels eines Fernrohres wird im Breitbrunner Ortsteil Unterkitzing ein „römischer Gutshof“ sichtbar gemacht. Eine Info-Tafel sowie eine Ruhebank ergänzen das Ensemble, dass hoffentlich, ebenso wie der Begegnungsplatz, baldmöglichst eingeweiht werden kann.

Eine Vielzahl neuer Regelungen und Verordnungen, sowie zusätzliche Arbeitsbereiche erfordern neue, zeitgemäße Strukturen, die mithilfe von externen Organisationsuntersuchungen erarbeitet und eingeführt werden, informiert das Gemeindeoberhaupt. Eine so festgestellte personelle Unterbesetzung konnte mit verschiedensten Stellenausschreibungen qualifizierter Mitarbeiter für das erste Halbjahr 2021 schrittweise behoben werden. Machte die bisherige räumliche Situation im Rathaus schon zahlreiche Kompromisse notwendig, so platzt das Gebäude mittlerweile aus allen Nähten, schildert der Bürgermeister die aktuelle Situation. Der jetzt geplante Um- und Erweiterungsbau von Rathaus und Tourist-Info ist bereits soweit fortgeschritten, das im zweiten Halbjahr mit der Baumaßnahme begonnen werden kann.

Schnell und unerwartet musste sich im November die Kommune von Altbürgermeister Franz Leiker verabschieden, der nach kurzer, schwerer Krankheit überraschend verstarb. Baumgartner würdigte im Namen der Gemeinde seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft. In seinem Schlussappell bat der Bürgermeister um ein weiterhin „diszipliniertes und achtsames Miteinander“ und äußerte die Zuversicht, dass sich 2021 „hoffentlich positiver präsentieren wird“. wak

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