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ERNEUERBARE ENERGIEN

Bürgerenergie auch in Grassau?

Informationen über die Bürgerenergie Chiemgau gab David Schmidtner. eder
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Informationen über die Bürgerenergie Chiemgau gab David Schmidtner. eder

Grassau – „Die Energiewende stockt, und das ist fatal“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Bürgerenergie Chiemgau (BEC), David Schmidtner, im kleinen Heftersaal.

Auf Anregung des Agenda-Arbeitskreises „Erneuerbare Energie“ informierte die BEC über ihr Konzept der Bürgerbeteiligung an umweltfreundlicher Energiegewinnung.

Der Arbeitskreis „Erneuerbare Energie“ existiert bereits seit fast 20 Jahren, informierte Sprecher Richard Bämayr. Am Ende des Jahrhunderts, so prognostiziert er, drohe ein riesen Problem, denn über eine Milliarde Klimaflüchtlinge werden dann unterwegs sein. Die Prognosen seien niederschmetternd. Man werde das Klima nicht retten, aber die Katastrophe vielleicht hinauszögern können.

Leider, so Bämayr, gebe es zu wenig Leute, die etwas tun. Hierzu meinte Schmidtner, dass die finanziellen Mittel vorhanden seien, man aber ein Handlungsproblem habe. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Jahr die „Bürgerenergie Chiemgau“ mit 134 Mitgliedern gegründet. In nicht einmal einem Jahr wuchs die Gesellschaft auf 210 Mitglieder.

Die Initialzündung hatte das „Bernamare“ gegeben. Die Finanzierung des langdiskutierten Blockheizkraftwerks in dem Bernauer Hallenbad konnte über die Genossenschaft und die Einlagen der Mitglieder gemacht werden. Laut Schmidtner wurden bereits weitere Projekte, in erster Linie Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern, über die Kapitaleinlagen der Mitglieder verwirklicht. Die Vorstände arbeiten ehrenamtlich.

Diskutiert wurde, ob auch in Grassau ein solches bürgerschaftliches Engagement möglich ist. Zunächst stellte Mehdi Akbari die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Über ein Pachtmodell sei dies möglich. Dividenden können den Mitgliedern zwar in geringer Höhe ausgezahlt werden. Wichtiger sei aber, so Schmidtner, die Bürger beim Thema regenerative Energien mitzunehmen.

Georg Beyschlag erinnerte, dass Grassau sich das Ziel gesetzt hatte, 2020 energieautark zu sein, was nicht zu erreichen sei. Die Bürgerenergie sei ein Handwerkszeug, um die Energieautarkie vo ranzubringen. Es gebe in Grassau neue Projekte, wie die Schulhaussanierung, die mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgestattet werden könnte. Richard Bämayr kann sich auch Anlagen auf den Dächern von BRK, Turnhalle und Musikschule vorstellen.

Vorteil der Genossenschaft sei es, schneller und günstiger als eine Gemeinde agieren zu können, fügte Schmidtner hinzu. Hans Genghammer fügte an, dass Modelle für Private gut wären, da viele keine Ahnung hätten, wie sie eine Fotovoltaik-Anlage realisieren können. Der Klimaschutz-Manager im Ökomodell Achental, Hans Haslreiter, informierte hierzu, dass ein Energieberater der Energieagentur Südostbayern jeden dritten Dienstag im Monat im Biomassehof von 14 bis 17 Uhr Energiesprechstunden anbietet. Dieses Angebot werde leider in Grassau sehr schlecht angenommen. tb

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