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Horrorliteratur im Herbst

Bald ist Halloween: Die besten Tipps für gruselige Lektüre

Bereits für Kinder gibt es gruselig-spannende Bücher, weiß Buchhändlerin Olea König-Reiserer von der Bernauer Buchhandlung Nanaleaf, deren Sortiment sich an bis zu 12-Jährige richtet.
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Bereits für Kinder gibt es gruselig-spannende Literatur, weiß Melanie Schieber von der Bücherei Prien. Bei den Erwachsenen darf es gerne noch horrormäßiger sein, etwa mit Büchern von Stephen King.
  • VonKarla Sichelschmidt
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Die OVB-Heimatzeitungen haben sich von Buchhändlern in Bernau und Prien Tipps für gruselige Lektüre geben lassen.

Bernau – Unheimlich ist es, wenn der Oktober zu Ende geht: Nebel liegt über See und Wiesen, schnell neigen sich die Tage dem Ende zu, die Natur ist im Stadium der Vergänglichkeit. Und „Halloween-Bräuche“ verbreiten leichten Grusel.

Mancher bleibt in dieser Jahreszeit vielleicht gern daheim und lässt sich durch das richtige Buch in schaurige Stimmung bringen. Die OVB-Heimatzeitungen haben sich Tipps für gruselige Lektüre von einheimischen Buch-Expertinnen und -Experten geben lassen.

Auch Kinder gruseln sich gerne

Während für die Erwachsenen die Empfehlungen recht einhellig sind, gibt es ganz unterschiedliche Tipps für unheimliche Kinderbücher. Das sind natürlich keine Horror-Schocker, sondern Bücher, die mit dem Interesse am Unheimlichen spielen und meist auch eine große Prise Humor enthalten.

Die Buchhandlung Nanaleaf in Bernau, die seit einem Jahr besteht, hat ihr Sortiment auf Literatur für bis zu 12-Jährige ausgerichtet. Favorit von Buchhändlerin Olea König-Reiserer ist das Bilderbuch „Schau durchs Fenster“ von Katerine Gorelik. Beim Umblättern sieht man, was sich wirklich in den Zimmern verbirgt, und das ist nicht immer harmlos. „Das ist ein echtes Highlight“, meint König-Reiserer – geeignet für Kinder von drei bis zehn Jahren. Als Vorlesebuch für die ganze Familie sei auch „Memento Monstrum“ von Jochen Till ein großer Spaß. „Ein superschön gezeichnetes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren ist ‚Das große Buch der kleinen Hexe‘ von Lieve Baeten“, empfiehlt sie.

Stephen King ist ein Dauerbrenner

Stephen King ist nach wie vor der Meister des Horrors – aber nur für Erwachsene, da sind sich alle Befragten einig. Melanie Schieber, die Leiterin der Priener Bücherei, empfiehlt den Klassiker „Es“ des amerikanischen Erfolgsautors. „Das ist wirklich sehr unheimlich - nichts, was man vor dem Einschlafen lesen sollte,“ meint sie. Bei der Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt, jagen sieben Freunde ein namenloses Monster. „Dabei geht es auch um das Erwachsenwerden und darum, sich den eigenen inneren ‚Monstern‘ zu stellen“, erläutert Schieber.

Auf den neuesten Roman von Stephen King „Fairy Tale“ weisen Evelyn Meyer von der Buchhandlung Mengedoht und Peter Ganter von „Ganter Presse und Buch“ hin. Hier geht es um einen 17-Jährigen, der in einer anderen, von grausigen Kreaturen bevölkerten Welt eine Prinzessin von ihrem schrecklichen Leiden erlösen muss. „Das ist wirklich gruselig und nicht nur ein Psychothriller“, erklärt Meyer. Das sieht auch Ganter ähnlich: „Das ist ein echter Pageturner, wie nur Stephen King ihn schreibt.“

Klassiker wie Dracula gehen immer

Susanne Sternsdorf von der Buchhandlung Hartel findet Kings Roman „Später“ passend zur Halloween-Saison. „Ein kleiner Junge kann die Geister von Verstorbenen sehen – eine spannende Lektüre“, meint sie.

Evelyn Meyer erinnert außerdem an die Klassiker der Horrorliteratur aus dem 19. Jahrhundert: „Die Filme über „Dracula“ und „Frankenstein“ sind ja recht bekannt, es lohnt aber auch sehr, die zugrunde liegenden Romane von Bram Stoker und Mary Shelley zu lesen“, meint sie. Auch die Geschichten von Edgar Allan Poe oder Oscar Wildes „Bildnis des Dorian Gray“ hätten von ihrem Schrecken und ihrer Faszination nichts verloren.

Auch für Jungs gibt es Spannendes

Für Leseanfänger und vor allem Mädchen weist Evelyn Meyer auf „Mortina“ von Barbara Cantini hin. Einem kleinen Zombiemädchen fällt es schwer, Freunde zu finden. Jungen interessieren sich nach Meyers Erfahrung sehr für die Reihe „Bitte nicht öffnen“ von Charlotte Habersack: „Die fressen diese Bücher geradezu!“ Für Kinder ab neun ist nach Meinung von Peter Ganter die Abenteuerreihe „Spooki“ von Ruth Rahlff und Timo Grubing besonders geeignet. „Da muss eine Geisterfamilie gegen eine machthungrige künstliche Intelligenz kämpfen“, berichtet er.

„Das Monster in der Nacht“ von Mats Strandberg ist der Tipp von Melanie Schieber für junge Leser ab acht Jahren. Ein Junge wird von einem Hund gebissen und hat dann unheimliche Träume: Die Menschen laufen vor ihm davon. „Das ist ein bisschen unheimlich, aber trotzdem einfühlsam und kindgerecht“, erzählt Schieber, „denn es geht um Themen wie Ausgrenzung und Einsamkeit.“

Bei diesem Angebot findet jeder was

Einen Klassiker von Cornelia Funke empfiehlt Susanne Sternsdorf für Kinder ab fünf zum Vorlesen oder dann zum selbst Lesen: „In der Gespensterjäger-Reihe bilden Tom und die Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft ein Team – das ist spannend, gruselig, aber auch zum Lachen.“

Wer Lesehunger auf die Geschmacksrichtung „Grusel“ hat, sollte bei diesem Angebot auf seine Kosten kommen – egal ob für sich allein oder zum Vorlesen mit der ganzen Familie.

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