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Dauerparker haben zuletzt überhand genommen - Gemeinderat erörtert Verkehrsfragen

Brummis müssen künftig weiterfahren

Bernau - Groß sind die Lastwagen, die stehen bleiben. Aber nur klein ist die Straße, die ihnen als Parkplatz dient.

Immer mehr Brummifahrer verlassen die Autobahn in Felden, steuern ihr tonnenschweres Vehikel in die Neumühlstraße, stellen den Motor ab und machen Pause - oft dann auch die ganze Nacht. Für die Gemeinde Bernau ist diese Parkerei zusehends ein Ärgernis. Und sie steigt jetzt auf die Bremse: Sie verbietet den Lenkern der Lastwagen, vom Kreisverkehr an der Autobahnausfahrt Felden in die Neumühlstraße einzufahren.

Mit einer Reihe von Verkehrsfragen befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Durch die Bank einig war sich das Gremium, den Lkw-Fahrern die Einfahrt in die Neumühlstraße zu untersagen.

Das Parken der Lkw auf der Neumühlstraße habe in der letzten Zeit überhand genommen, sagte Bürgermeister Philipp Bernhofer. "Die Straße wird zum Teil beidseitig beparkt - Müllablagerungen nehmen zu." Durch die hohen Belastungen, die von den vielen tonnenschweren Brummis ausgehen, droht außerdem laut Bernhofer die Fahrbahn kaputt zu gehen. Der Bürgermeister warb im Gemeinderat für ein Einfahrtverbot für Lkws: "Wir sollten als Gemeinde Bernau nicht weiter tatenlos zusehen."

Gleichwohl machte er auch deutlich, welche Folgen eine solche Entscheidung haben könnte. In diesem Fall müsse man eventuell mit einer Zunahme des Suchverkehrs in angrenzende Wohngebiete rechnen. Womöglich werden dann laut Bernhofer Lkw-Fahrer wieder auf der Autobahn und der Chiemseestraße parken, um dann im Aldi-Markt einzukaufen. Aldi habe, wie Bernhofer auf Anfrage aus dem Gremium weiter informierte, kein Interesse an diesen Kunden und stelle ihnen aus diesem Grund auch keine Parkplätze zur Verfügung.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Polizei keine Kapazitäten frei habe, um Kontrollen vorzunehmen und dann gegebenenfalls Verstöße gegen die Vorschriften zu ahnden. Und der Zweckverband, der den ruhenden Verkehr im Auftrag der Gemeinde Bernau immer wieder einmal überwacht, sei in den Wintermonaten eher selten im Ort, "zu eventuell problematischen Nachtzeiten gar nicht".

Der Gemeinderat beschloss, an der Abzweigung der Neumühlstraße vom Kreisverkehr die Schilder "Verbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen", "Anlieger frei" und - zusätzlich - "Keine Wendemöglichkeit" aufzustellen.

Nicht nur auf der Neumühlstraße in Felden, auch auf der Straße Am Anger in Bernau bleiben immer wieder kleinere und größere Lastwagen stehen. Auch Anhänger werden dort abgestellt, ebenso parken Wohnmobile in diesem Bereich. Die Stellplätze an der Straße, die unmittelbar neben der Eisenbahnlinie verläuft, sind immer wieder einmal voll belegt. Angestellte der Betriebe im dortigen Gewerbegebiet finden dann keine Möglichkeit mehr, ihre Autos stehenzulassen.

Nur noch Pkw dürfen künftig an der Straße Am Anger parken

Die Kommune ergreift jetzt die Initiative und trifft Vorsorge, dass die Lastwagen oder Wohnmobile, die dort vorbeikommen, weiterfahren. Der Gemeinderat beschloss, eine entsprechende Beschilderung vorzunehmen. Die Ausrichtung: Das Parken ist künftig nur noch mit Personenkraftwagen erlaubt - und zwar, auch diese Beschränkung erließ das Gremium, montags bis freitags von jeweils von 7 bis 18 Uhr.

Am Haus des Gastes an der Aschauer Straße in Bernau will die Kommune künftig keine Dauerparker mehr sehen. Die Stellplätze, so der Tenor im Gemeinderat, dürfen nicht ständig belegt sein - mit der Folge, dass dann womöglich die Besucher der Tourist-Info nicht stehen bleiben können. Der Gemeinderat entschloss sich, die Parkzeit auf zwei Stunden zu beschränken und eine entsprechende Beschilderung vorzunehmen.

Verbesserungswürdig ist nach dem Dafürhalten der Gemeinde die Verkehrssituation in der Braun- und der anschließenden Schwärzstraße südlich des alten Sportplatzes in Bernau. Parkende Autos beeinträchtigen ihrer Ansicht nach immer wieder die Sicht der fahrenden Verkehrsteilnehmer - was insbesondere im Bereich der Einmündung anderer Straßen von Nachteil sei. Doch vorerst will die Gemeinde an dieser Stelle keine verkehrlichen Anordnungen erlassen - auch vor dem Hintergrund dessen, dass die Polizei im Unterschied zur Kommune keinen Handlungsbedarf sieht. Wenn die Verkehrsteilnehmer das Rechtsfahrgebot einhalten und gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen, dann kann sich die Polizei nicht vorstellen, dass in diesem Bereich Probleme auftreten.

Die Gemeinde will nun mit all jenen Autofahrern, die ihre Fahrzeuge allem Anschein nach immer wieder an der Braunstraße abstellen, Kontakt aufnehmen. Sie will sie auffordern, ihre Fahrzeuge künftig nicht mehr an dieser Stelle stehen zu lassen. pü

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