Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


BRK-Kreisverband Traunstein zieht Bilanz: 23600 Stunden im vergangenen Jahr geleistet

Die Mitarbeiter der Rotkreuz-Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit standen im vergangenen Jahr knapp 5800 rat- und hilfesuchenden Bürgern zur Seite. BRK/TS

Die Nachfrage nach den sozialen Diensten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) nimmt weiter zu: „Knapp 5800 rat- und hilfesuchende Bürger wurden von unseren Mitarbeitern im Jahr 2019unterstützt“, bilanzierte Bernhard Lerner, Leiter der sozialen Dienste beim BRK-Kreisverband Traunstein.

Traunstein – Die Wohlfahrts- und Sozialarbeit sei eine der Kernaufgaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Region und seit Herbst 2019 als fünfte Gemeinschaft unter dem Dach des Rotkreuz-Kreisverbandes Traunstein verankert, sagt Bernhard Lerner. „Dieser Schritt war notwendig, um die Wohlfahrts- und Sozialarbeit organisatorisch für die Zukunft aufzustellen.“

Beim Hausnotruf, der die Sicherheit von Senioren und Menschen mit Behinderung in den eigenen vier Wänden erhöht, wurde erstmals die Marke von 700 Anschlüssen erreicht (702). 125 Mal wurde der Hintergrunddienst per Knopfdruck auf den Hausnotruf-Sender alarmiert und leitete dann entsprechende Hilfs-beziehungsweise Rettungsmaßnahmen ein. Seit Jahresbeginn ist beim BRK-Kreisverband zudem eine mobile Version verfügbar, die den Träger des Notrufsenders auch außerhalb der eigenen Wohnung (bei Wanderungen oder Einkäufen) absichert.

Stark gefragt war laut Lerner im Vorjahr auch der Service „Häusliche Unterstützung“, der Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkung bei Tätigkeiten im Haushalt wie Einkaufen, Putzen oder Wäsche waschen unterstützt. Bei 79 Beziehern wurden insgesamt 2300 Einsatzstunden hauswirtschaftliche Unterstützungsleistungen geleistet. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde dieser Dienst um pflegerische Betreuungsleistungen wie Begleitung bei Arztbesuchen erweitert.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Die Anzahl der vom BRK-Frischemobil ausgelieferten Mittagessen blieb 2019 mit 9275 im Vergleich zum Vorjahr (9720) annähernd gleich. Seit Anfang 2020 ist dieser soziale Dienst, bei dem das ausgewählte Menü entweder heiß oder zur späteren Verwendung tiefgekühlt an die Haustüre geliefert wird, auch in den Gemeinden Ruhpolding, Inzell und Siegsdorf verfügbar.

Ebenfalls in etwa auf Vorjahresniveau bewegt sich die Zahl der Kunden im Rotkreuz-Shop, dem Kleiderladen des BRK-Kreisverbandes Traunstein. 4667 Bürger nutzten die Möglichkeit, dort gebrauchte Kleidung günstig zu erwerben. Die 27 ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des Rotkreuz-Shops leisteten zusammen 3530 Stunden Dienst, hieß es im BRK-Bericht weiter.

Bei der BRK-Wohnberatung für Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkung, die dabei hilft, die Wohnung senioren- oder behindertengerecht umzugestalten, wurden 98 Personen mit Maßnahmen im Wert von 1,55 Millionen Euro beraten. Der Realisierungsanteil war mit 75 Prozent relativ hoch. Die Wohnberatungsstelle wurde im Jahre 2019 von zwölf ehrenamtlichen Wohnberatern unterstützt, womit die Landkreisabdeckung etwa zur Hälfte abgeschlossen ist. Ziel ist es, in jeder Landkreiskommune eine ehrenamtliche Wohnberatung anbieten zu können. Zu diesem Zweck wurden unter anderem 24 neue Wohnberater ausgebildet.

Im Rahmen der Mutter-Vater-Kind-Kurberatung wurden 24 Mütter, Väter und Angehörige beraten. „20 Anliegen konnten realisiert werden, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht“, so Lerner. Der Suchdienst, der bei Nachforschungen nach vermissten Angehörigen hilft, bearbeitete laut Lerner 18 Suchanfragen und leitete die teils komplexen Anfragen an die jeweils zuständigen Stellen weiter.

Zwölf Anfragen gingen bezüglich einer Einzelfallhilfe ein. Beispielhaft sei hier eine ältere Dame erwähnt, die aufgrund einer schmalen Rente keine Rücklagen bilden konnte, jedoch eine unerwartet hohe Stromkostennachforderung erhielt und deshalb im Winter ohne Hilfe ihre Ölheizung nicht mehr hätte betreiben können. Die BRK-Einzelfallhilfe unterstützt durch soziale Erstberatung in Lotsenfunktion und springt in manchen Fällen als Retter in der Not ein. An der traditionellen BRK-Chiemsee-Behindertenschifffahrt nahmen aus dem Landkreis Traunstein 89 Personen und 20 ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer teil.

Lesen Sie auch: Unbezahlt, aber sehr viel wert

„Wir versuchen, unsere Hilfsmaßnahmen und -angebote möglichst genau an die sozialen und gesellschaftlichen Anforderungen im Landkreis Traunstein anzupassen“, so Lerner. „Die hohe Nachfrage nach unseren sozialen Diensten deutet darauf hin, dass uns das gelingt. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass wir im Jahr 2019 unsere Beratungsangebote wie Wohnberatung, Kurberatung, soziale Beratung und den Suchdienst für die Ratsuchenden kostenfrei und unsere Dienstleistungen kostengünstig halten konnten.“

Ein ganz besonderer Dank dafür gebühre den 102 haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitern, die 2019 „gemeinsam 23 600 Stunden geleistet haben, sowie den Unterstützern und Förderern der Wohlfahrts- und Sozialarbeit“, betont Bernhard Lerner.

Kommentare