Sanierung für 2,5 Mio. Euro

Das 52 Jahre alte Rathaus in Breitbrunn platzt aus allen Nähten

Das Breitbrunner Rathaus in der jetzigen Ausprägung. Rechts befindet sich die Tourist-Info mit der bisherigen Wohnung.
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Das Breitbrunner Rathaus in der jetzigen Ausprägung. Rechts befindet sich die Tourist-Info mit der bisherigen Wohnung.

Das 52 Jahre alte Rathaus wird saniert, erweitert und barrierefrei ausgebaut.

Breitbrunn – Die Kosten für die Rathauserweiterung samt Renovierung belaufen sich laut aktueller Schätzung auf 2,5 Millionen Euro. Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die Eingabeplanung aus. Vorher war dem Gremium die Machbarkeitsstudie präsentiert worden.

Mehr Personal benötigt mehr Platz

Die Anforderungen an die Arbeitswelt haben sich gravierend geändert und entsprechend wurde die Personaldecke aufgestockt. So sollen nun der in die Jahre gekommene Gebäudekomplex erweitert, die veraltetete Technik ersetzt und die energetische Versorgung verbessert werden.

Gemeinderat brachte Vorschläge mit ein

In seiner Präsentation ging das beauftragte Rosenheimer Architekturbüro Wagner+ auf die diversen Vorstellungen des Plenums aus zwei vergangenen Sondersitzungen ein. Die Gemeinderäte erarbeiteten mit dem Architekturbüro verschiedenste Vorschläge, die in die Machbarkeitsstudie einflossen.

Zugang ins Foyer außerhalb der Öffnungszeiten

So sollen die bisherigen Eingänge ins Rathaus und die Tourist-Info durch ein großzügiges Foyer ersetzt werden, das auch Zugangsmöglichkeiten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten bietet. Auch die Barrierefreiheit werde einen hohen Stellenwert haben. So sollen ein stufenfreier Zugang geschaffen und eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden sowie ein Aufzug für die Erreichbarkeit aller Stockwerke sorgen. Ebenso werden notwendige Türen auf 90 Zentimeter Durchgangsbreite aufgeweitet.

Die jetzige Wohnung im Obergeschoss der Tourist-Info soll zu einem Sitzungssaal umgebaut werden. Im alten entstehen dann neue Büros. Die voranschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Anforderungen machen es notwendig, die Elektro-Installation komplett neu aufzubauen und mit einem eigenen Anschluss und mit einem Glasfaserkabel zu optimieren.

Eigener Technikraum und größere Bücherei

Im Untergeschoss soll es einen eigenen Technikraum geben. Durch den Umbau wird Platz frei für eine Vergrößerung der Bücherei. Sepp Schneider (Parteifreie/ÜWG) erkundigte sich zur Fassadengestaltung. Hier ist der bisherige Planungsstand, dass man das obere Geschoss mit Lärchenholz vertäfeln wolle. Zum Eingang ins Haus des Gastes erklärten die Architekten Wolfgang Schlemer (Parteifreie/ÜWG), dass die Räume durch eine Glasfront heller werden würde.

Heizung entspricht noch den Erfordernissen

Von Klaus Pfaffelhuber (Parteifreie/ÜWG) auf die jetzige Heizung angesprochen, wiesen die Planer darauf hin, das die Anlage erst zehn Jahre alt sei und den aktuellen Erfordernissen noch entspreche. Idealerweise solle man Leerrohre für eventuell künftige Solar- oder Photovoltaikanlagen vorinstallieren, schlug Christian Obermaier ( Parteifreie/ÜWG) vor. Der Um- und Erweiterungsbau würde sich aktuell auf circa 2,5 Millionen belaufen, beantworteten die Planer die Frage von Andreas Plank (Bürgerliste Breitbrunn). Fenster bis unter die Decke des neuen Sitzungssaals einzubauen, sahen die Architekten aus energetischen Gründen problematisch an.

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Verwaltung zieht nach Gollenshausen um

Da es für Rathauserweiterungen keine Fördermöglichkeiten gibt, stehe einem Baubeginn „nichts mehr im Wege“, so Bürgermeister Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG). Nach der eingehenden Vorstellung der Machbarkeitsstudie stimmte der Gemeinderat einhellig dafür, den Eingabeplan einzureichen.

Der Rathauschef informierte das Gremium darüber, dass die Verwaltung während der Bauphase – so wurde es mit der Nachbarkommune besprochen – im Gollenshausener Gemeindehaus unterkommt. Für die Tourist-Info hält man noch nach einer adäquaten Unterbringung Ausschau.

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