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AUS DEM GEMEINDERAT BREITBRUNN

Breitbrunn: Neues Pflegekonzept für Sportrasen vorgestellt

Arg strapaziert wird der Rasen des Breitbrunner Sportplatz durch tägliches Traing der Fußballabteilung: Mit einem neuen Dünge- und Pflegekonzept soll der Platz wieder aufgepeppt werden. Wastl
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Arg strapaziert wird der Rasen des Breitbrunner Sportplatz durch tägliches Traing der Fußballabteilung: Mit einem neuen Dünge- und Pflegekonzept soll der Platz wieder aufgepeppt werden. Wastl
  • VonKarl Wastl
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Mit einem ausgeklügelten Dünge- und Pflegekonzept will der Turn- und Sportverein TSV Breitbrunn-Gstadt den kaputten Rasen seiner Fußballplätze wieder aufpeppen. In der Gemeinderatssitzung ging es jetzt um die Kostenübernahme.

Breitbrunn – 1.200 Kilogramm Bodenaktivator, 1.440 Kilogramm Rasendünger, insgesamt 150 Kilogramm Stickstoff sowie diverse mechanische Maßnahmen – mit einem ausgeklügelten Dünge- und Pflegekonzept will der Turn- und Sportverein TSV Breitbrunn-Gstadt den kaputten Rasen seiner Fußballplätze wieder aufpeppen. Das alles kostet übers Jahr auch Geld: Deshalb hatte sich der TSV mit einem Antrag zur Kostenübernahme an die Gemeinde Breitbrunn gewandt.

Das Thema stand jetzt auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung zur Beschlussfassung an. Zuvor stellten Fußballabteilungsleiter Thomas Schmidbauer und Franz Mayer von der Ulmer Fachfirma Oscorna Dünger GmbH dem Gremium ein auf den Sportrasen abgestimmtes Pflegekonzept vor.

Ein Spaten-Ausstich des Sportplatz-Rasens zeigt den stark verfilzten Zustand der Unterbodenstruktur.

Täglich trainieren zwei Mannschaften auf dem Platz

Die notwendigen Maßnahmen für Erhalt und Verbesserung der Qualität sowie der Belastbarkeit des Rasens seien vielschichtig, machten beide deutlich. Da kein weiteres Großspielfeld zur Verfügung stehe, sorge die hohe Frequentierung durch die 170 Sportler des Vereins regelmäßig zu extremen Belastungen; täglich trainieren zwei Mannschaften auf dem Platz.

Im Regelfall könne man von einem Problem des Bodens, weniger des Rasens sprechen, erklärte Mayer. „Wenn der Boden fitmacht wird, kann sich der Rasen selbst helfen“, ist Mayer überzeugt. Es gelte, die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit sowie die Rasengesundheit zu verbessern. Die Optimierung des PH-Wertes, des Luft- und Wasserhaushalts, der Versorgung mit wichtigen Spurenelementen sowie die Verdrängung von Moos und Unkraut seien nur einige Vorteile eines gut abgestimmten Pflegekonzepts, so der Referent.

Mit entsprechenden Maßnahmen sollen unter anderem Wurzelwachstum verbessert und Bodenleben aktiviert werden. Eine bedarfsgerechte Pflanzenernährung erhöhe zum Beispiel die Scherfestigkeit

Schnelles Wachstum nicht das Ziel

Auf die Frage von Karl Stettner (Bürgerliste) nach der Dosierung bezifferte Schmidbauer den kompletten Jahresbedarf für die 6000 Quadratmeter große Fläche des Sportplatzes mit 1200 Kilogramm Bodenaktivator und 1440 Kilogramm Rasendünger sowie 150 Kilogramm Stickstoff.

Stettner war der Meinung, dass andere Langzeitdünger mit sogenannten Nitrifikationshemmern gegebenenfalls auch dafür geeignet wären. „Es soll kein schnelles Wachstum angestrebt werden. Eine Pflanzenernährung mit vielen Spurenelementen sorge bei natürlichem Wachstum für gesunde widerstandsfähige Gräser“, so die Referenten.

Die für das Pflegekonzept notwendigen Arbeitsleistungen würden von den Sportlern übernommen, betonte der Abteilungsleiter. Nach der Erstellung des Pflegekonzepts sei eine permanente Absprache und Koordination aller Maßnahmen mit der Gemeinde geplant; die Gehaltszahlung des Platzwartes werde durch den Verein übernommen. Auf die Frage von Wolfgang Schlemer (Parteifreie), wie eine Verbesserung des Rasens zu erkennen sei, erklärte Schmidbauer, dass es zur Transparenz eine fortlaufende Dokumentation über den Erfolg geben werde.

Kostenaufwand von jeweils rund 5.000 Euro pro Jahr

Um eine Grundstärkung der Rasenpflanzen zu erreichen und „bis die Natur mitspiele“, werde in den ersten beiden Jahren – eventuell auch noch im dritten Jahr – ein Kostenaufwand von jeweils rund 5000 Euro aufzufangen sein, war die Antwort des Experten auf eine entsprechende Frage von Klaus Pfaffelhuber (Parteifreie). Anschließend werde sich dieser Aufwand je nach Fortschritt vermutlich reduzieren.

Die Referenten halten einen sporadischen Einsatz des Düngekonzeptes nicht für zielführend.

Der Gemeinderat stimmte dem Pflegekonzept in der vorgestellten Form sowie der Übernahme der jährlichen Kosten mit der Gegenstimme von Andreas Plank (Bürgerliste) zu. Er war der Meinung, dass das Ganze zu teuer sei.

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