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INFORMATION IM KREISAUSSCHUSS

Brand im Landratsamt Traunstein: Schaden höher als angenommen

Die gesamte Heizungsanlage muss erneuert werden.
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Die gesamte Heizungsanlage muss erneuert werden.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Vor allem der Rauch hatte enorme Folgen im Landratsamt Traunstein. Vize-Landrat Sepp Konhäuser (SPD) informierte den Kreisausschuss ausführlich über den Brand. Die gesamte Heizungslage muss erneuert werden.

Traunstein – Einen größeren Schaden als anfangs angenommen hat der Brand im Landratsamt Traunstein in der Nacht des 13. April gegen circa vier Uhr morgens im Keller des nördlich gelegenen Hauptgebäudes verursacht. Der Ausschuss legte notwendige Auftragsvergaben an Planer und Firmen zur Reinigung und Sanierung ohne Gegenstimme in die Hände der Verwaltung.

Die Schotten machten vorschriftsmäßig dicht

Das gesamte Landratsamt musste in jener Nacht vom Stromnetz genommen werden. Die Notstromversorgung inklusive der USV-Anlagen für die gesamte IT sprang nach Worten Konhäusers planmäßig an. Die Brandmeldeanlage löste aus, alle Brandschotten des Gebäudes schlossen sich wie im Notfall vorgesehen. Damit konnte der Brand erfolgreich begrenzt werden. Die IT-Anlage konnte geregelt herunter gefahren und vom Stromnetz getrennt werden.

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Dazu Konhäuser: „Das war sehr wichtig. Nur so konnte das Landratsamt am gleichen Tag ab mittags wieder arbeiten.“ Die „neuen“ Büros seien bereits in den Räumen des Landkreises am Stadtplatz eingerichtet gewesen.

Konhäusers Dank galt insbesondere Geschäftsführer Lothar Wagner, der alles organisiert habe. Dank gebühre auch den Stadtwerken Traunstein und den verschiedenen Firmen. Am Folgetag sei der Dienstbetrieb bereits wieder vollständig aufgenommen worden.

Heizzentrale muss erneuert werden

Die nächsten Schritte gelten dem Vize-Landrat zufolge der Reinigung und Sanierung des Nordflügels. Außerdem muss die Heizzentrale erneuert werden.

Martin Aschauer lieferte Hintergründe zu dem Brandgeschehen. Wie die Kripo Traunstein ermittelte, entstand der Brand in dem Blockheizkraftwerk des Landratsamtes. Ein Rauchmelder im Flur vor dem Heizraum löste aus. Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Feuerwehr. Bei deren Eintreffen befand sich der Heizraum schon im Vollbrand.

So sieht es an der Nordfassade des Verwaltungsgebäudes nach dem Brand noch immer aus.

Eine starke Rauchentwicklung im gesamten Gebäudeteil erschwerte die Brandbekämpfung erheblich. Alle Anlagenteile im Heizraum mit Blockheizkraftwerk, zwei Gaskesseln, Pufferspeicher, Stellmotoren, Pumpen und Regelung sowie die ganze Elektroinstallation wurden bei dem Feuer zerstört.

Alle Bereiche verschmutzt

Wie Aschauer weiter betonte, verschmutzte der starke Rauch alle Bereiche – vom ersten Unter- bis zum fünften Obergeschoß einschließlich Archiven. Sofortmaßnahmen waren laut Hochbau-Chef die Wiederherstellung der Stromversorgung der Gebäude mit einem Provisorium und das Heizen mittels eines Heizcontainers. Die Gutachter der Versicherungskammer hätten die notwendigen Arbeiten, ausgenommen für die Heizzentrale, bereits freigegeben.

Spezialfirma reinigt das Gebäude

Aktuell sei eine Spezialreinigungsfirma am Werk, den Ruß zu entfernen. Die Wiederaufnahme des Dienstbetriebs in den einzelnen Gebäudeteilen erfolge stockwerksweise. Die Schäden restlos zu beseitigen, werde noch einige Wochen beziehungsweise Monate in Anspruch nehmen, kündigte Martin Aschauer an. Mit Fotos verdeutlichte er das Ausmaß des Brandes.

Größter Schaden durch Rauch und Gase

Das Verbrennen von Dämmungen zum Beispiel habe zu sehr viel Rauch geführt. Ein Spalt von zwei oder drei Millimetern unter einer Tür genüge, dass Rauch in andere Gebäudeteile gezogen wird. Der Sachschaden sei höher als die anfangs geschätzten 200.000 Euro, der größte Schaden sei durch Rauch und giftige Gase entstanden. Deshalb sei zunächst ein Betretungsverbot erlassen worden.

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Wie hoch der Schaden aktuell geschätzt wird, konnte die Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage noch nicht konkretisieren. Die Gutachten seien in Arbeit, Zahlen lägen noch keine vor.

Dank an Einsatzkräfte und die Mitarbeiter

Der Leiter des Sachgebiets Hochbau schloss sich dem Dank Konhäusers an – an alle Helfer wie Feuerwehr und Polizei, Stadtwerke, Firmen sowie an alle Kollegen, die sofort einsprangen, den Dienstbetrieb wieder herzustellen. Vor allem die EDV-Stelle habe wertvolle Hilfe geleistet.

Andreas Füssel (AfD) erkundigte sich nach einer Rauchabzugsanlage. Im Treppenhaus existiere eine Anlage, erwiderte Aschauer. Sie habe aber diese Mengen Rauch nicht bewältigt. Im Keller sei keine derartige Anlage vorgesehen und vorgeschrieben. Der Landrats-Stellvertreter Konhäuser sagte zu, nach einem derartigen Ereignis werde man Verbesserungen prüfen.

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