„Biotop der Vergänglichkeit“ gestern abgebaut

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Das „Biotop der Vergänglichkeit“ gibt es nicht mehr.

Das umstrittene Kunstwerk, das Carsten Lewerentz im Auftrag der Marktgemeinde geschaffen hatte und das Prien zur Hälfte mit Fördermitteln aus dem EU-Programm „Leader“ finanziert hatte, wurde gestern vom Bauhof mit Unterstützung eines Arbeitskommandos der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bernau zerlegt und abtransportiert. Lewerentz hatte einen alten Eichenstamm vom Herrnberg als natürliches Symbol der Vergänglichkeit mit einer Gabionenwand voller künstlicher, von Menschenhand geschaffener Hinterlassenschaften kombiniert. Er wollte den natürlichen Entwicklungsprozess über Jahre dokumentieren. Weil kontrovers über das „Biotop der Vergänglichkeit“ diskutiert wurde, hatte der Marktgemeinderat es im Januar nochmal auf die Tagesordnung genommen und nach langer Debatte mit 13:12 Stimmen, dem knappsten aller möglichen Ergebnisse, dafür gestimmt, das Kunstwerk wieder zu entfernen. Lewerentz hatte danach auf sein Urheberrecht verwiesen und sogar Schadenersatzansprüche in Aussicht gestellt. Die Kommunalpolitik bestätigte ihre Entscheidung dann nochmals. Kunstfreunde hatten sich daraufhin unter anderem in Leserbriefen auf die Seite des Künstlers und seiner Intention geschlagen. Gestern nun wurde der Beschluss des Marktgemeinderats vollzogen. Berger

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