FRANZISKA-HAGER-GRUNDSCHULE

„Bilden für die Welt von morgen“

Studienrätin Claudia Pelzl (von rechts) ist die neue Konrektorin. Caroline Auer unterrichtet katholische Religion. Lehramtsanwärter Michael Lexhaller hat zusammen mit Susanne Singhartinger (ganz links) als Lehrertandem die 3b übernommen. Sonja Bestvater-Gottfried ist Klassenlehrerin der 3c in Wildenwart und Rückkehrerin Claudia Wehner hat die 3a übernommen. Berger

An der Priener Franziska-Hager-Grundschule (FHG) ist es Tradition, ein Schuljahr unter ein Motto zu stellen und dann Unterrichtsinhalte, Zusatzangebote und Aktionen daran auszurichten. Das Schuljahr 2018/19 steht unter dem Motto „Kinderzukunftswerkstatt: Erziehen und Bilden für die Welt von morgen“.

Prien – Wie die Arbeits- und Lebenswelt der Grundschüler von heute einmal aussehen wird, kann niemand genau voraussagen. Umso ambitionierter ist das Jahresmotto der FHG. „Wir wollen unsere Kinder fit für die Zukunft machen. Eine ,zukunftsorientierte Pädagogik‘ ist das Ziel“, sagt Rektorin Elisabeth Neuert-Kaiser im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. „Wir können zwar die Fähigkeiten für die vermeintlich stattfindende Zukunft nicht passgenau lehren, aber wir möchten die Schlüsselqualifikationen grundlegen, die die Kinder befähigen, sich die dann nötigen Kompetenzen selbst lebenslang anzueignen.“

Das beinhaltet für die Schulleiterin unter anderem, die Kinder möglichst zu guten Demokraten zu formen. „Die Grundschulzeit ist eine noch sehr entwicklungsintensive Zeit. Das ist unsere Chance und unsere Verantwortung.“

Die Vermittlung stabiler Werte und Einstellungen sei durch das Konzept der „Sozialwirksamen Schule“ seit vielen Jahren an der FHG gefestigt. Die vielfältigen Themen dieses Konzepts sollen in diesem Schuljahr konsolidiert und gefestigt werden.

313 Kinder in 14 Klassen

Ins neue Schuljahr ist die Priener Grundschule mit ihrer Außenstelle Wildenwart mit 313 Kindern in 14 Klassen gegangen. 67 Abc-Schützen wurden am ersten Schultag begrüßt, 19 von ihnen in einer ersten Klasse in Wil denwart. Dort und in den beiden ersten Klassen in Prien werden Paten aus den vierten Klassen den Neuen die Eingewöhnung erleichtern.

Mit Claudia Pelzl, die von der Grundschule Rimsting nach Prien wechselte, hat Neuert-Kaiser eine neue Konrektorin bekommen. Vorgängerin Sigrid Hübl wechselte auf eigenen Wunsch nach Eggstätt. Neben Pelzl komplettieren zwei weitere Neuzugänge das Kollegium.

An der Priener Grundschule ist die Digitalisierung ein zentrales Thema, die immer stärker schon in die Lebenswelt der Kinder Einzug hält. „Die Zukunft wird hier wohl noch kräftig zulegen“, glaubt die Rektorin. Der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien kann Lehrern ihrer Meinung nach nur gelingen, „wenn wir uns intensiv und kritisch mit der Digitalisierungskampagne auseinandersetzen. Insbesondere im Grundschulbereich machen sich auch viele warnende Stimmen breit. Auch diesen müssen und wollen wir nachgehen. Einigkeit besteht darin, dass in der Grundschule das Erleben, Lernen und Orientieren in der analogen Welt absolute Priorität hat. Denn dies ist die beste Vorbereitung auf einen späteren kritischen Umgang mit der digitalen Welt“, so Neuert-Kaiser. Im Grundschulalter dürften also digitale Medien allenfalls eine Ergänzung zum analogen Lernen und Erfahren sein. „Kinder brauchen eine starke Verwurzelung in der Realität, bevor sie sich mit digitalen Medien befassen“, verweist sie auf wissenschaftliche Untersuchungen.

Die modernen Medien halten an der FHG also dosiert und wohlüberlegt Einzug. Durchaus als Aufwertung des Unterrichts sieht die Rektorin den Deckenbeamer, den es mittlerweile in jeder Klasse gebe. Dieses Schuljahr würden alle Räume mit einer Dokumentenkamera und jede Lehrkraft mit einem Notebook ausgestattet. Einige Notebooks für jedes Klassenzimmer der dritten und vierten Jahrgangsstufen sollen auch bald zum Einsatz kommen.

„Wir werden zum Thema Digitalisierung auch Eltern durch fachkompetente Referenten informieren und natürlich auch über Datenschutz sowie über Nutzen, aber auch Gefahren und Risiken für die Kinder diskutieren und aufklären“, kündigt die Schulleiterin an.

Moderne Unterrichtsmethoden ermöglicht auch entsprechendes Mobiliar. Zum neuen Schuljahr ist das mittlerweile vierte „flexible Klassenzimmer“ eingerichtet worden. Fahrbare Tische, Stühle und Regale ermöglichen es dort zum Beispiel, ganz schnell die Voraussetzung für effektive Gruppenarbeiten zu schaffen.

Und die modernen Zeiten spiegeln sich noch in anderen Aspekten wider. Zur Lebenswirklichkeit von immer mehr Familien gehört es, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

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