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BÜRGERINITIATIVE CHIEMGAUER SEENPLATTE

Bienen erbringen Leistung im Wert von 150 Milliarden Euro

Der Bienenstand der Gemeinde Rimsting auf der Ratzinger Höhe soll wieder aktiviert werden und Schulklassen zur Verfügung stehen.  Thümmler
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Der Bienenstand der Gemeinde Rimsting auf der Ratzinger Höhe soll wieder aktiviert werden und Schulklassen zur Verfügung stehen. Thümmler

„Hat die Biene eine Überlebenschance?“ Das fragte die Bürgerinitiative (BI) Chiemgauer Seenplatte in einem gut besuchten Wirtshausdiskurs im „Wirtshaus beim Has´n“. Vorsitzende Mary Fischer konnte als Referenten den bekannten Imker Sepp Hermann vom Bienenlehrpfad Kleinhöhenrain gewinnen.

Rimsting – Die BI wollte einen Beitrag leisten, aufzurütteln, dem weltweiten Rückgang der Bestäuber und dem Aussterben der Bienen entgegen zu wirken.

Mit Lichtbildern untermalt, dokumentierte Hermann in seinem Vortrag, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge für die Natur unersetzlich seien. Als Blütenbestäuber würden sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren sorgen.

Hermann bedauerte, dass es für die Insekten immer schwieriger werde, geeignete Nahrung zu finden. So blühe es auf Feldern und Wiesen, öffentlichen Flächen und in Gärten immer weniger. Der Imker rief dazu auf, ein „Netzwerk blühende Landschaft“ zu bilden in dem Landwirte, Gärtner, Naturschützer, Gemeinden und Verbraucher gemeinsam neue, insektenfreundliche Konzepte entwickeln und umzusetzen.

Wer Honigbienen kennenlernt, erlebe die Insektenwelt mit anderen Augen. Er nehme die jahreszeitlichen Abläufe in der Natur bewusster und intensiver wahr, schilderte der Fachmann aus eigener Erfahrung. Honigbienen gäben einen Einblick in die komplexe Welt der Naturkreisläufe. Ihre Bedeutung werde vielfach unterschätzt.

Nach seinen Worten hat die Bestäubungsleistung der Honigbienen weltweit einen Wert von 150 bis 200 Milliarden Euro. Sie würden durch die Bestäubung in hohem Maße den Fruchtertrag in der freien Natur und damit auch die Ernährung vieler Wildtiere garantieren. Deshalb sei die flächendeckende Imkerei eine wesentliche Voraussetzung zum Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

Hermann ging auch auf die Wichtigkeit der Bienen als Medizinlieferanten ein. Besonders Honig und Blütenpollen, „Gelee Royal“ und Propolis seien wichtige Bestandteile. Sie lieferten mehr als 200 Nähr- und Vitalstoffe. Lebenswichtige Baustoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, und Spurenelemente seien „leise Helfer“ bei Krankheiten, spendeten Energie, stärkten das Immunsystem und kräftigten Körper und Geist, erklärte Hermann.

In der Diskussion berichtete Mary Fischer, dass auf der Ratzinger Höhe die von der Gemeinde im Zuge des Erlebnisweges gebaute Bienenhütte nach einer Krankheit des Betreibers wieder aktiviert werde und Schulklassen für Führungen zur Verfügung stehe. th

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