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Beton-Oma "Kathi" grüßt

"Kathi" freut sich, dass sie jetzt einen Namen hat. Die Beton-Oma der Gemeinde wird ab dem Frühjahr in der Bahnhofstraße die Blicke auf sich ziehen.  Foto Berger
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"Kathi" freut sich, dass sie jetzt einen Namen hat. Die Beton-Oma der Gemeinde wird ab dem Frühjahr in der Bahnhofstraße die Blicke auf sich ziehen. Foto Berger

Die Leser der Chiemgau-Zeitung haben es entschieden. Die Beton-Oma der Gemeinde, die im Frühjahr in die Bahnhofstraße einziehen soll, heißt ab sofort "Kathi".

Prien - Weit über 30 verschiedene Vorschläge sind seit dem Aufruf vor zwei Wochen in der Redaktion eingegangen. Die Ideen unserer Leser, die sich von Bad Endorf bis Marquartstein an der Aktion beteiligten, reichten von A wie Afra bis Z wie Zenzi. Nicht wenige Einsender haben sich die Mühe gemacht, ihre Vorschläge zu begründen. Zwei Beispiele: Eine Leserin würde die Oma gern "Liebtrud" taufen, vom Althochdeutschen "liub" für lieb und "trud" für Kraft oder Stärke, weil die Betonfigur wirklich lieb sei und Kraft ausstrahle. Ein anderer Vorschlag trägt Priens italienischer Partnerstadt Valdagno Rechnung: "Nonna Rita". Nonna ist das italienische Wort für Oma.

In der deutlichen Mehrheit haben die Leserinnen und Leser aber bairische Kosenamen vorgeschlagen, darunter unter anderem Rosl, Resi, Fanny und Nannerl.

Zwei Vorschläge lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf der Beliebtheitsskala: "Kathi" und "Berta". Am Ende schlugen die meisten "Kathi" vor, einige begründeten dies auch: mit der Anlehnung an die heilige Katharina, die Patronin der Marktgemeinde.

Das überzeugte auch die Jury, die die Lesermeinung gern bestätigte. In Abstimmung mit der Redaktion der Chiemgau-Zeitung "tauften" Bürgermeister Jürgen Seifert, Marie-Luise Ganter von der SPD, die ursprünglich die Idee hatte, eine solche Figur als Farbtupfer für die Fußgängerzone anzuschaffen, und SPD-Marktgemeinderat Alfred Schelhas, der dies seinerzeit im Gremium angestoßen und ins Rollen gebracht hatte, die Beton-Oma "Kathi".

Zurück geht die Idee auf die "Mangfall-Oma", die es bei der Landesgartenschau in Rosenheim vor zwei Jahren zu einiger Berühmtheit gebracht hatte. Auch diese Figur war, genau wie "Kathi" und ihre beiden männlichen Kollegen in Prien, ein Werk der Künstlerin Bärbel Kolbeck aus Meerbusch bei Düsseldorf.

Die Priener Oma wird noch in den Räumen des Bauhofs überwintern. Im Frühjahr, wenn die Arbeiten an den beiden Großbaustellen in der Bahnhofstraße abgeschlossen sind, soll sie dorthin umziehen.

Nur ein paar Meter entfernt freut sich darauf schon "Gustl", der Beton-Opa, den die Volksbank Raiffeisenbank (VR Bank) angeschafft hat und der hinter dem Neubau der Bank im Durchgang zwischen Bahnhofstraße und Café "Nova" schon seit einigen Wochen von einer Bank den Passanten freundlich zulächelt.

Genauso nett schaut "Hermann". Der dritte Beton-Senior in Prien erfreut sich seines Daseins vor dem Haupteingang der Wohnanlage von "Leben mit Handicap" in Stauden. Adolf Ziereis hatte ihn dem Trägerverein gespendet und die Bewohner hatten ihn getauft (wir berichteten).

Als Belohnung für die Kreativität der Leser bei der Namensfindung für "Kathi" hatte die Gemeinde unter allen Einsendern einen Geldpreis sowie Freikarten für das Prienavera und den Kletterwald Prien ausgelobt. Die Gewinner werden von der Gemeinde schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. db

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