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Gute Behandlungserfolge bei Nierenkrankheiten

Bestnoten in Deutschland und Auszeichnung für die Traunsteiner Nephrologie

Ein Teamerfolg: Dr. Bettina Jung (von links), leitende Oberärztin, Dr. Myriam Rheinberger, Oberärztin, Rainer Greimel, pflegerische Leitung der Dialyse im Klinikum, Prof. Dr. Carsten Böger, Chefarzt der Nephrologie im Klinikum und des KfH Traunstein, Dr. Laetitia Tréguer stellvertretende ärztliche Leitung KfH, Hansi Walcher, pflegerische Leitung KfH, Maximilian Heinrich Stationsleitung der Nephrologie im Klinikum.
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Ein Teamerfolg: Dr. Bettina Jung (von links), leitende Oberärztin, Dr. Myriam Rheinberger, Oberärztin, Rainer Greimel, pflegerische Leitung der Dialyse im Klinikum, Prof. Dr. Carsten Böger, Chefarzt der Nephrologie im Klinikum und des KfH Traunstein, Dr. Laetitia Tréguer stellvertretende ärztliche Leitung KfH, Hansi Walcher, pflegerische Leitung KfH, Maximilian Heinrich, Stationsleitung der Nephrologie im Klinikum.

Das Traunsteiner Klinikum und das kooperierende Nierenzentrum wurden ausgezeichnet für ihre Spitzenleistung in der Versorgung von Nierenpatienten.

Traunstein – Die Abteilung für Nephrologie am Klinikum Traunstein und das örtliche Nierenzentrum des Kuratoriums für Hämodialyse e.V. (KfH) wurden für ihre Arbeit im Bereich der Nierenheilkunde ausgezeichnet. Das Zentrum gilt damit offiziell als eines der besten seiner Art in Deutschland.

Verliehen hat die Urkunde eine Kommission aus drei begutachtenden Nierenspezialisten aus der Bundesrepublik, die das Zentrum vorher besucht hatte. Geprüft wurde dabei nicht nur die Abteilung für Nephrologie am Klinikum Traunstein, sondern auch das kooperierende KfH Nierenzentrum. Inhalte der Prüfung waren unter anderem die Qualifikation, Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Pflegekräften, die Anzahl, Art und Qualität der durchgeführten Behandlungen und Dialyseverfahren und die Behandlungsabläufe.

Auch das Arbeitsklima wurde bewertet

Die Kommission war voll des Lobes und stellte der Abteilung für Nephrologie und dem KfH Nierenzentrum Bestnoten in allen geprüften Gebieten aus. Man attestierte dem Team aus Ärzten und Pflegekräften und der Kooperation mit dem KfH zudem ein sehr gutes Arbeitsklima.

Schon Ende 2020 wurde ein Teil der Traunsteiner Nephrologie auf besondere Weise ausgezeichnet: Von allen rund 200 KfH-Dialyse- und Nierenzentren in Deutschland wurde das KfH Traunstein als eines von fünf Referenzzentren des Kuratoriums für Hämodialyse in Deutschland ausgewählt. Hierdurch wurde dessen hohe Qualität, die Bereitschaft für Innovation, vor allem im Bereich der Digitalisierung, und die Stärke in der Ausbildung von Pflegekräften, Medizinischen Fachangestellten und Ärzten am Standort Traunstein anerkannt.

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In der Nephrologie werden alle Formen der Nierenerkrankung diagnostiziert und behandelt. Unterschieden werden akute Formen der Nierenschädigung von chronischen. Chronische Nierenerkrankungen werden am häufigsten durch Diabetes oder Bluthochdruck verursacht und bleiben häufig lange unerkannt. Aber Nierenerkrankungen entstehen auch zum Beispiel durch Autoimmunerkrankungen, bestimmte Medikamente oder genetische Erkrankungen. Im schlimmsten Fall droht die Dialyse in Form von Blutwäsche oder Bauchfelldialyse.

In der Sprechstunde betreut

„Im Chiemgau beobachtet man erfreulicherweise, dass die Hausärzte sehr aktiv in der Früherkennung von Nierenerkrankungen sind und ihre Patienten rechtzeitig zum Nierenspezialisten schicken“, so Professor Dr. Carsten Böger, Chefarzt der Abteilung am Klinikum und Ärztlicher Leiter am KfH Referenz-Nierenzentrum in Traunstein. „So können wir früh auf Prävention setzen, damit wir die Dialysepflicht verzögern oder noch besser verhindern können“.

„Wir sind sehr stolz, in Traunstein das volle Spektrum der Nierenheilkunde auf höchstem Niveau ambulant und stationär anbieten zu können, und dass dies von einer unabhängigen Kommission bestätigt wurde“, sagte Böger. Durch die enge Kooperation zwischen Klinikum und dem KfH Referenz-Nierenzentrum werde so die gesamte Nephrologie wie aus einer Hand an einem Standort angeboten: Im KfH werden Patienten ohne Dialysepflicht in der Sprechstunde betreut, um Dialyse zu verhindern. Komme es dennoch zur Dialysepflicht, könne im Klinikum und im Nierenzentrum diese Behandlung eingeleitet und durchgeführt werden, so Böger weiter.

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Behandlung in der Nähe des Wohnortes

„Benötigt der Patient einen stationären Aufenthalt zur Behandlung der Nierenerkrankung oder als Dialysepatient, ist er am Klinikum sehr gut versorgt“, erklärt der Chefarzt. Dies bedeute für alle Patienten mit Nierenerkrankungen mit und ohne Dialysepflicht im gesamten Chiemgau, vor allem aber im Landkreis Traunstein eine sehr hohe Behandlungsqualität wohnortnah. Einen Grund für den Erfolg sieht Böger in der konsequenten Ausbildung von Ärzten, Medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften in diesem Gebiet in Traunstein.

Bedarf an Dialyse steigt an

Laut dem Verband Deutscher Nierenzentren leben in der Bundesrepublik derzeit rund 80.000 Dialysepatienten. Dass ihre Zahl steigt, davor warnt das Deutsche Ärzteblatt. Als Gründe nannten die Autoren, dass gefäßschädigende Volkskrankheiten zunehmen, Patienten immer jünger würden und zugleich die Erfolge in der Nierenersatztherapie zu einem längeren Leben mit Dialyse führten. Vier bis sechs Millionen Menschen in Deutschland haben laut Deutscher Nierenstiftung eine eingeschränkte Nierenfunktion. Die Summe ihrer Behandlungskosten beträgt jährlich rund drei Milliarden Euro.

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