Bessere Sicht für Autofahrer in Seebruck: Neue Kreuzung nach Seeon freigegeben

Projektleiter Daniel Kirchberger, Helwig Falch (Swietelsky), Bürgermeister Martin Bartlweber und Bauamtsleiter Christian Rehm durchtrennten zur Eröffnung das Band.Rasch
+
Projektleiter Daniel Kirchberger, Helwig Falch (Swietelsky), Bürgermeister Martin Bartlweber und Bauamtsleiter Christian Rehm durchtrennten zur Eröffnung das Band.Rasch

Sie hat lange Staus in der Ferienzeit verursacht und viele Nerven gekostet: Nun ist die neue Kreuzung in Seebruck eröffnet und soll für besseren Verkehrsfluss sorgen.

Seeon-Seebruck – Rund eine Million Euro kostet der Umbau der Kreuzung im Bereich der Einmündung der Rosenheimer Straße in die Wasserburger Straße in Seebruck sowie der Ausbau des Streckenabschnitts in Richtung Seeon und Obing.

Dass dieses Geld zugunsten aller Verkehrsteilnehmer gut investiert ist, darüber waren sich am gestrigen Donnerstag bei der offiziellen Verkehrsfreigabe nicht nur die Vertreter des Staatlichen Bauamtes Traunstein und Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) einig.

Lesen Sie auch:Streit in Seeon geht weiter: Gericht bestätigt vorerst Kiesabbau

In den vergangenen drei Monaten wurde der Kreuzungsbereich übersichtlicher und verkehrssicherer gestaltet. Heute ist die Strecke nach Seeon rechtwinklig zur Rosenheimer Straße verbunden. So soll der Verkehr besser fließen können. Im Einmündungsbereich steht nun eine Querungsinsel.

Bessere Übersicht und Schutz für Schulkinder

Zudem wurde die Fahrbahn der Rosenheimer Straße um eine Linksabbiegespur und um zwei Querungsinseln erweitert. Der Gehweg entlang der Johann-Kagermeier-Straße reicht inzwischen bis zum neuen Kreuzungsbereich. Der rund 1,5 Kilometer lange Streckenabschnitt der Wasserburger Straße in Richtung Seeon und Obing wurden ebenfalls saniert und ist seit Freitagnachmittag wieder befahrbar.

Für den Ort sei damit ein verkehrstechnischer Missstand der letzten Jahrzehnte bereinigt worden, sagte Bartlweber. Der Kreuzungsbereich sei jetzt deutlich besser einsehbar, Schüler durch die Verlängerung des Gehweges nun viel besser geschützt. Lobend erwähnte er die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt und der zuständigen Baufirma Swietelsky. Bartlweber bedauerte, dass durch die damit verbundenen Straßensperren und Umleitungen andere Ortschaften sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Lesen Sie auch:Prämierter Naturgarten in Seeon-Seebruck: „Ein Schatz für die Natur“

Der Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, Christian Rehm, sprach von einer gelungenen Gemeinschaftsbaumaßnahme zwischen dem Straßenbauamt und der Gemeinde Seeon-Seebruck. Während sich das Straßenbauamt für den Staatsstraßenbau verantwortlich zeichnete, brachte sich die Gemeinde durch den Bau des Gehweges in das Gemeinschaftsprojekt mit ein. Von den Gesamtkosten in Höhe von einer Million Euro bezahlt die Gemeinde nur rund 50.000 Euro. Den Hauptanteil übernimmt der Freistaat Bayern.

Sehr viel Verkehr auf der Strecke nach Seeon

Rehm erwähnte auch, dass sich das Bauvorhaben wetterbedingt und aufgrund von aufwendigen, nicht vorhersehbaren baulichen Maßnahmen infolge der schlechten Bodenbeschaffenheit um etwa drei Wochen verzögert habe. Wie berichtet, mussten teilweise ein Bodenaustausch vorgenommen und sogenannte Bankett-Platten verbaut werden. Nun sei das Ziel erreicht und die Gemeinde könne bald davon profitieren so Rehm.

Dass das Bauprojekt ein vergleichsweise kleiner aber wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation in Seebruck sei, stellte Rehm anhand der hohen Verkehrsbelastung heraus. Laut einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 werden beide Straßen täglich von über 9500 Fahrzeugen frequentiert.

Medial stehe das Projekt zwar im Schatten der Diskussion um die Nutzungsdauerverlängerung der Alzbrücke und um die geforderte Entlastungsspange in Seebruck, so Rehm. Es sei aber ein wichtiger Baustein zu mehr Verkehrssicherheit und zur Erhaltung des bestehenden Straßennetzes.

Um das gelungene Bauwerk offiziell für den Verkehr freizugeben, durchtrennten der Bürgermeister sowie die Vertreter des Staatlichen Bauamtes und der Straßenbaufirma symbolisch ein Band.

Der Kreuzungsbereich ist nun übersichtlicher und sicherer geworden.

Kommentare