Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ein Berufsleben beim Amtsgericht

Traunstein - Ein langes Berufsleben fast ausschließlich beim Amtsgericht Traunstein neigt sich dem Ende zu. Ende Februar wechselt Richter Arthur Flemming in den verdienten Ruhestand. Der gerade 65 Jahre alt gewordene Amtsrichter aus Leib und Seele bleibt bis zum letztmöglichen Tag und «schenkt» der bayerischen Justiz sogar seinen ihm zustehenden Urlaub von rund 40 Tagen.

Sein Motiv: Er will seinen Kollegen die Übergangszeit erleichtern. Landgerichtspräsident Edgar Vavra sprach dem Richter bei einer kleinen Feier mit Flemmings Ehefrau Anneliese, Vizelandgerichtspräsident Wolfgang Giese, Amtsgerichtsdirektor Dr. Ludwig Kroiß und Alois Söldner als Vorsitzendem des Richterrats am Amtsgericht Traunstein seinen Dank namens der bayerischen Justiz wie auch persönlich aus und verabschiedete ihn offiziell. Vavra wörtlich: «Jetzt ist er da, der Augenblick, dem niemand entrinnen kann.»

Nach Vavras Worten erhielt Arthur Flemming «vor mehr als 35 Jahren die erste Diensturkunde im Justizministerium in München und jetzt in Traunstein die letzte». Flemming habe zunächst «ein bisschen ministerielle Luft geschnuppert». Sehr früh habe er die Entscheidung getroffen, zurückzukehren in den Chiemgau. Nach gut zwei Jahren bei der Staatsanwaltschaft Traunstein sei Flemming am 1. Mai 1977 zum Amtsgericht gegangen und diesem seither treu geblieben.

Er, so Vavra weiter, habe Arthur Flemming vor zirka fünf Jahren kennen gelernt - «als Richter, der sich nicht in die letzten Spitzfindigkeiten vertieft, sondern schnelle, lebensnahe Entscheidung trifft». Dafür gebühre Flemming Dank und Anerkennung. Der Präsident: «Ich bin sicher, Sie gehen eine Fülle neuer Aufgaben an.» Vavra beleuchtete den «privaten» Flemming ein bisschen, der Fotoapparate sammle und repariere, mit der Kamera schöne Bildmotive in Landschaften und Gärten finde, knifflige Kulturrätsel in der Heimatzeitung löse und mit seiner Frau Anneliese Gartenschauen in den Metropolen Europas besuche. kd

Kommentare