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Spirituelle Berufe

Berufsberatung bei der Kirche: Priens ehemaliger Pfarrer Hofstetter über seine neue Aufgabe

Pfarrer Klaus Hofstetter in Prien kurz vor seinem Weggang. Heute ist er in neuer Funktion für die Erzdiözese München-Freising zuständig.
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Pfarrer Klaus Hofstetter in Prien kurz vor seinem Weggang. Heute ist er in neuer Funktion für die Erzdiözese München-Freising zuständig.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Als Pfarrer Klaus Hofstetter Prien für eine neue Aufgabe bei der Erzdiözese München-Freising verließ, waren viele Gemeindemitlieder traurig. Inzwischen hat er sich in der Landeshauptstadt eingelebt und berichtet von seiner neuen Tätigkeit.

München/Prien/Bernau/Rimsting – In Prien und Umgebung, dem Pfarrverband Westliches Chiemseeufer, hat der kürzliche Weggang von Pfarrer Klaus Hofstetter eine Riesenlücke gerissen. Die Erzdiözese München und Freising hatte ihn abberufen und ihm neue Aufgaben angetragen. Jetzt hat die Erzdiözese erstmals ausführlich Hofstetters neues Aufgabengebiet vorgestellt: „Die Erzdiözese richtet unter der Leitung von Hofstetter ihr sogenanntes Berufungspastoral neu aus. Dazu wurde eine eigene Stabsstelle im Ressort Personal des Erzbischöflichen Ordinariats eingerichtet, die mit ihren Angeboten besonders junge Menschen ansprechen möchte.“

Den eigenen Weg finden

Ziel ist sowohl die Ansprache von Menschen, die sich für einen kirchlichen Beruf interessieren, „als auch die Unterstützung junger Menschen bei der Klärung ihres beruflichen und persönlichen Lebensweges im Allgemeinen.“ Geplant sind unter anderem eigene Veranstaltungen, der Aufbau eines Netzwerks mit Schulen sowie das verstärkte Angebot der persönlichen Begleitung.

„Der Schlüssel in der Berufungspastoral ist das personale Angebot“, betont Hofstetter: „Wir wollen Gesprächspartner für Menschen sein, sie im Austausch und in der Begleitung dabei unterstützen, den Weg zu finden, der für sie der richtige ist.“ Dabei gehe es nicht darum, Menschen zu einem geistlichen Beruf zu überreden. „Wir helfen dabei, die eigenen Potenziale zu entdecken, dem nachzuspüren, was in einem selbst bereits angelegt ist.“

Biografie als Pfarrer hilfreich

Wie es das Zentrum für Berufspastoral auf seiner Website beschreibt, möchten die Diözesanstellen „Berufe der Kirche“ über geistliche Berufe und kirchliche Dienste informieren und persönliche Entscheidungsprozesse begleiten: „Wozu bist du berufen?“, sei dabei die leitende Frage. Unter anderem auch Fragen wie: „Welche Begabungen sind mir von Gott geschenkt? Und: Was fange ich mit deinen Talenten an?“

Dabei könne in der Tat der Austausch mit jemandem hilfreich sein, er einen geistlichen Beruf ergriffen hat, ergänzt Hofstetter, „der auch die eigenen Erfahrungen aus seiner Biografie als Priester in seine Arbeit einbringt.“

Angebote für junge Erwachsene

Ein erstes konkretes Angebot der Berufungspastoral ist der „Wort-des-Lebens-Treff“ für junge Erwachsene. Er findet monatlich als Videokonferenz statt, das nächste Mal am Sonntag, 5. Dezember, um 18 Uhr, und bietet Gelegenheit, über Bibelverse ins Gespräch zu kommen und sie als Orientierung für das eigene Leben zu nutzen. Unter dem Titel „Happy Ending“ lädt Hof-stetter zusammen mit den Schwestern vom Heiligen Kreuz in Altötting zu gemeinsamen Tagen über den Jahreswechsel ein. Für nähere Informationen und zur Anmeldung zu beiden Angeboten können sich Interessierte an klhofstetter@eomuc.de wenden.

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Neben eigenen Veranstaltungen und Gottesdiensten arbeitet die Berufungspastoral mit den Schulen der Erzdiözese zusammen sowie mit dem Erzbischöflichen Jugendamt und den Jugendverbänden. Sie ist bei Veranstaltungen in der ganzen Erzdiözese präsent. Die Berufungspastoral konzentriert sich dabei auf die geistlich orientierten Berufe: Priester, Diakone, Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Religionslehrkräfte, Ordensmitglieder und Mitglieder von geistlichen Gemeinschaften. Sie arbeitet eng mit dem Fachbereich Strategische Personalentwicklung zusammen, der die zahlreichen weiteren Berufe in der Kirche im Blick hat: Erzieher, Kirchenmusiker, Verwaltungskräfte und vieles mehr.

Zur Person

Klaus Hofstetter war zuletzt Leiter des Pfarrverbands Westliches Chiemseeufer mit Sitz in Prien, außerdem zählen dazu unter anderem Bernau und Rimsting. Von 2004 bis 2011 war der 53-jährige Diözesanjugendpfarrer und Leiter des Erzbischöflichen Jugendamts, anschließend war er am Zentrum der Fokolar-Bewegung, einer katholischen Geistlichen Gemeinschaft in Rom, tätig. Hofstetter wuchs in Vaterstetten bei München auf.

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