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HOHER FREMDWASSEREINTRAG: BERNAUER GEMEINDERAT FORDERT PFLICHTEN EIN

Bernauer Grundbesitzer müssen Kanalanschluss prüfen

  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, dass Grundbesitzer im Rahmen der regelmäßigen Kanalüberprüfungen nachweisen müssen, dass bei ihrem Anschluss keine Schäden vorliegen.

Bernau –Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) erklärte, dass die Gemeinde ihre öffentlichen Kanäle alle zehn Jahre mit der Kamera befahren lasse. Es gibt laut seinen Ausführungen Probleme mit Fremdwasser, weshalb beim letzten Mal versucht worden sei, die Privatanschlüsse an den Straßen mit untersuchen zu lassen. Die Eigentümer seien aufgefordert worden, sich auf eigene Kosten anzuschließen. Die Gemeinde habe die Schadensprotokolle erhalten.

„Leider erwies sich die Vorgehensweise als nicht praktikabel“, so Jell: „Die Gemeinde musste die Anschlussnehmer auffordern, Schäden beseitigen zu lassen. Die Fälle sind bis heute noch nicht allesamt aufgearbeitet.“

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Die Verwaltung schlage vor, wie in der Satzung festgeschrieben, zu verfahren. Hier habe die Gemeinde eine rechtliche Handhabe. Jell zitierte den Paragraphen 12 aus der betreffenden und geltenden Entwässerungssatzung. Demnach ist der Grundstückseigentümer verpflichtet, in Abständen von zehn Jahre von einem fachlichen Unternehmer prüfen zu lassen, ob die Entwässerungsanlagen dicht und funktionsfähig sind sowie Mängel beseitigen zu lassen.

Der Gemeinde sei darüber eine Bestätigung vorzulegen. Sie könne von sich aus verlangen, dass die Anlagen in einen Zustand gebracht werden, dass sie zum Beispiel den Gemeindekanal nicht verunreinigen.

Hoher Aufwand für die Verwaltung – aber notwendig

Der Vorschlag der Verwaltung laute, dass in jenen Straßenzügen, in denen die Gemeinde eine Kamerabefahrung in Auftrag gegeben hat, der betreffende Nachweis verlangt werden solle, sofern der Anschluss bereits älter als zehn Jahre alt ist. Zwar ist diese Vorgehensweise nach Jells Ausführungen mit einem hohen Aufwand für die Verwaltung verbunden, doch sei dies unumgänglich, um den Fremdwassereintrag zu reduzieren.

Er ergänzte in der Diskussion, dass laut Auskunft des Abwasser- und Umweltverbandes (AUV) Chiemsee der meiste Fremdwassereintrag aus Bernau herrührt. Franz Schnaiter (CSU) erkundigte sich nach den Kosten pro Haus. Jell meinte, dass für den Nachweis mehrere hundert Euro Kosten anfallen.

Irmgard Daxlberger, Geschäftsleiterin im Rathaus, verwies darauf, dass es ein großer Aufwand sein könne, Schäden zu beheben. Michaela Leidel (BL) nannte es eine „wichtige Sache“, dass die Anlagen dicht seien.

Langfristig planen und Besitzer informieren

Matthias Vieweger (CSU) vertrat die Meinung, dass die Kamerabefahrungen samt Nachweis und Reparaturen langfristig geplant werden müssten, da es ums Geld gehe. Die Betroffenen müssten „mitgenommen werden“, damit sie die Vorgehensweise akzeptierten. Er betonte aber auch: „Es muss gemacht werden.“

Daxlberger verwies darauf, das es eigentlich die „eigene Pflicht“ jedes Grundstückseigentümers sei, die Überprüfung alle zehn Jahre zu machen. Das sei ein Umweltthema, schließlich könne sonst alles Mögliche ins Erdreich gelangen. Peter Pertl (CSU) forderte eine „grundsätzliche Information“ an alle.

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