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Landratsamt legt Veto ein

Bernau: Zoff im Gemeinderat um Umwandlung von Gewerbeflächen zu Wohnungen

Baustelle
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Arbeiter stehen auf einer Baustelle eines Wohngebäudes. (Symbolbild)
  • VonElisabeth Kirchner
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Nein zur geplanten Umnutzung zweier benachbarter Gebäude im Ortsteil Hittenkirchen: Statt gemeindlichem Einvernehmen die Bitte an das Landratsamt, die beiden Gebäude auf ihre jetzige Nutzung zu überprüfen. Auf diesen Beschluss verständigten sich die Bernauer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung.

Bernau –Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) hatte zuvor den Sachverhalt näher erläutert. In einem ersten Antrag ging es um die Umnutzung einer Gewerbefläche im Obergeschoss zu zwei Wohnungen, im zweiten Antrag soll auf dem Nachbargrundstück das bestehende Bauernhaus für eine betreute Wohngruppe umgenutzt werden. Beide Anträge hatte der Gemeinderat schon vor gut zwei Jahren jeweils einstimmig abschlägig beschieden. Das Landratsamt sei jedoch nun anderer Auffassung, erklärte Jell.

Ehemaliges landwirtschaftlich privilegiertes Gebäude

Die Umnutzung zu zwei Wohnungen sei gemäß der neuen Baugesetzbuch-Novelle möglich. Die Verwaltung sehe das anders, so Jell. Denn bei dem Gebäude handle es sich nicht um ein ehemaliges landwirtschaftlich privilegiertes Gebäude, sondern um eine für einen Gewerbebetrieb (Kunststoffproduktion) genehmigten Gebäudeteil. Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger ergänzte, dass sich „an den offenen Themen bis heute nichts geändert“ habe.

Michaela Leidel (BL) merkte an: „Da wohnen jetzt schon mehrere Parteien.“ Sie sehe auch ein künftiges Stellplatzproblem: „Wenn daneben noch ein Pflegeheim errichtet wird, dann ist der Rettungsweg zu eng.“ Ein Einwand, dem Daxlberger entgegenhielt: „Da muss der Brandschutzplaner drüber schauen.“ Peter Pertl (CSU) erklärte: „Mir sind drei fest vermietete Wohnungen bekannt.“

Umnutzung für eine betreute Wohngruppe

Eine scheibchenweise Genehmigung könne nicht sein. Franz Praßberger (FW/ÜWG) sprach gar von Schwarzbauten. Es sollte grundsätzlich geprüft werden, was machbar und was schon getätigt worden sei. Daxlberger erklärte, dass man den Antrag nicht mehr zurückstellen könne, aber man könne um vollständige Informationen bitten. Pertl hakte nach: Der Ist-Zustand müsse geklärt und überprüft werden. Daxlberger befand, dass dies Aufgabe des Landratsamtes sei.

Jell ließ daraufhin nicht über den Bauantrag abstimmen, sondern erklärte, dass man das Landratsamt um weitere Klärung und Informationen bitte. Der zweite Antrag für eine Umnutzung für eine betreute Wohngruppe auf dem benachbarten Grundstück wurde im Gemeinderat nicht weiter diskutiert.Stattdessen verständigte sich das Gremium darauf, auch hier das Landratsamt Rosenheim, um weitere Informationen zu bitten.

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