Bernau soll ein neues Restaurant bekommen

Auf Edelweine und Grillfleischwill sich der Gastronomiebetrieb spezialisieren, der in den Leerstand rechts neben der Schokoladen-Werkstatt kommen soll. detzel

In das Wohn- und Geschäftshaus an der Chiemseestraße 27 soll ein Gastronomiebetrieb kommen. Vorgesehen sind für das Objekt eigentlich zwei Geschäfte, doch diese stehen leer, seit das Haus gebaut wurde.

Bernau– Geplant ist ein Restaurant oder Bistro, das auf rund 110 Quadratmetern Platz für 40 Gäste bietet und den Schwerpunkt auf Edelweine und Grillfleisch legt.

„Kulinarische Insel“

Er finde die Lage für ein Restaurant gut, erklärte Bürgermeister Philipp Bernhofer (Bernauer Liste). Mit der Pizzeria gegenüber und der Schokoladen-Werkstatt nebenan entstehe so etwas wie eine „kulinarische Insel“.

In dem Antrag auf Umnutzung wird ferner erklärt, dass das geplante Lokal täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet haben soll, die Anlieferung nur über den eigenen Pkw erfolgt, und für die Küchenabluft noch ein Außenkamin installiert wird.

Von den sieben Stellplätzen, die vorzuweisen sind, können vier eigene vorgewiesen werden, die drei weiteren könnte die Gemeinde eventuell an der Birketstraße zur Verfügung stellen.

Sorge wegen der Wohnungen darüber

Alexandra Pawlitzek (FW/ÜWG) hat Bedenken wegen der Bewohner der Wohnungen direkt über dem geplanten Lokal und der Öffnungszeit bis 1 Uhr nachts. Auch wenn die Immissionsschutzabteilung des Landratsamtes keine Bedenken habe, sofern sich der Gastrobetrieb im Gebäudeinneren abspielt, seien kommende und gehende Gäste eine Lärmquelle. Dem stimmte Josef Genghammer (Grüne) zu: „Die Leute haben da Wohnungen gekauft in dem Glauben, da kommt ein Laden rein. Wenn daraus jetzt eine Gastronomie wird, ist das schon schwierig.“

Dies, so erklärte Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger, sei privatrechtlich zu regeln. „Wir können uns das nur baurechtlich anschauen.“ In dem Mischgebiet seien Schank- und Speisewirtschaften grundsätzlich zugelassen.

Belebt schöner als „leere Fenterscheiben“

„Wenn das belebt ist, wäre es schon schöner als nur leere Fensterscheiben und nichts dahinter“, befand Franz Praßberger (FW/ÜWG). Dennoch habe er auch Sorge, dass irgendwann auch im Freien noch Tische stehen. Dies liege in der Verantwortung des Betreibers, entgegnete Daxlberger. Bei der Pizzeria direkt gegenüber, so wandte sie ein, habe es trotz der Außenfläche noch nie Beschwerden gegeben.

Geschlossen stimmte der Gemeinderat auch der Nutzung von drei Stellplätzen an der Birketstraße zu. kad

Kommentare