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BAUAUSSCHUSS

Bernau: Nachverdichtung stößt an ihre Grenzen

  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Zu keinem Beschluss durchringen konnte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung bei einer Bauvoranfrage aus der Bohlmoosstraße 18.

Bernau – Weil bezahlbare Grundstücke in Bernau schwer zu bekommen sind, möchten die Antragsteller für zwei Töchter an dem Wohnhaus anbauen oder aufstocken. Die Gemeinde sucht auf Wunsch des Bauausschusses noch einmal das Gespräch, da beide Varianten kritisch gesehen würden.

Laut der Einführung von Zweitem Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) sollen drei Wohneinheiten entstehen. Ein Bebauungsplanentwurf aus dem Jahr 2011, der bis heute nicht abgeschlossen sei, sehe zwei Wohneinheiten als zulässig vor für diesen Bereich. Mit einem dritten Vollgeschoss würden zudem die darin vorgeschlagene Wandhöhe als auch die überbaubare Grundfläche überschritten.

„Die Verwaltung sieht nach Vorliegen der Unterlagen ein Einfügen für beide Varianten sehr kritisch, auch wenn das persönliche und familiäre Anliegen nachvollzogen werden kann“, trug Jell vor.

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Laut Bauverwaltung solle über die grundsätzliche Nachverdichtung des kleinteiligeren Wohgebiets gesprochen werden. Eine schleichende Verdichtung solle vermieden werden. Dies sei zum Beispiel im Ortsteil Eichet der Fall, wo die Verdichtung bereits fortgeschritten sei und kritisch gesehen werde.

Der Zweite Bürgermeister merkte an, dass die Kniestockhöhe mit 20 oder 30 Zentimetern geringerer Höhe besser vorstellbar sei. Matthias Vieweger (CSU) konnte sich wenn überhaupt nur mit einem Anbau anfreunden: „Selbst da nur mit viel Entgegenkommen.“

Franz Schnaiter (CSU) sah dies ähnlich, wie er sagte. Er erinnerte allerdings an die Kommunalwahl vergangenen Jahres, bei der sich alle Parteien dafür ausgesprochen hätten, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen. Beim vorliegenden Antrag handle es sich um eine Bernauer Familie: „Wir sollten schauen, dass wir es ihnen so gut es geht ermöglichen. Ich könnte mir auch den Kniestock (Variante B, Aufstockung, Anm. d. Red.) vorstellen.“

Langfristig vermehrt in die Höhe bauen

Severin Ohlert (Grüne) war der Meinung, man müsse mittel- und langfristig bei der Nachverdichtung in die Höhe gehen. Er schlug vor, den Antrag zurück zu stellen und im Bebauungsplan entsprechende Festsetzungen zu treffen: „Damit wir uns nicht im Klein-Klein verlieren wie in Eichet.“

Peter Pertl (CSU) sah die geplante Grundfläche kritisch. Es handle sich um ein relativ neues Baugebiet: „Die anderen hätten vielleicht auch gerne von vornherein größer gebaut und haben sich aber an die Vorgaben gehalten.“

Bauamtsleiterin Birgit Schultheiss schlug einen Beratungstermin der Bauwerber mit dem Kreisbaumeister vor. Den Weg über den Bebauungsplan nannte Zweiter Bürgermeister Jell die „wahrscheinlich langwierigste“ Lösung.

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