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Wegen Sicherheitskonzept beim Strandbad bleibt das Bernamare im Sommer zu

Bernau jongliert mit den Bademeistern

Schüler, Kurse und Senioren können das Bernamare heuer auch in den Sommermonaten nutzen, für die Öffentlichkeit bleibt es in dieser Zeit geschlossen.
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Schüler, Kurse und Senioren können das Bernamare heuer auch in den Sommermonaten nutzen, für die Öffentlichkeit bleibt es in dieser Zeit geschlossen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Schüler, Senioren und Kursteilnehmer können dürfen heuer im Sommer durchgehend im Bernauer Hallenbad ihre Runden im Wasser ziehen. Sie bleiben aber unter sich. Auslöser ist das neue Sicherheitskonzept beim Strandbad.

Bernau – Bei den Gegenstimmen von Josef Genghammer (Grüne), Matthias Vieweger (CSU) und Thomas Deinzer (SPD) beschloss der Bernauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, das Hallenbad Bernamare heuer versuchsweise von 1. Juni bis 31. August fürs öffentliche Baden geschlossen zu halten. Dadurch können Mitarbeiter des Hallenbades in den Sommermonaten wochentags im Strandbad Felden eingesetzt werden. Eine Badeaufsicht ist dort aufgrund des Sicherheitskonzepts notwendig.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) übergab in der Sitzung das Wort an Ernst Linhuber, den Betriebsleiter des Hallenbades. Er erläuterte die Vor- und Nachteile dieser Lösung. Er wies darauf hin, dass die Besuchszahlen des Hallenbades in den Sommermonaten gering seien und stellte dies anhand einer Statistik dar.

Die Sauna wird schon angeheizt

Das Bernamare soll seinen Ausführungen nach für Schwimmkurse und den Schulschwimmbetrieb zugänglich bleiben, ebenso fürs Seniorenschwimmen am Mittwoch Vormittag. Nachmittags könne inklusive Wochenende die Sauna von 14 bis 19 Uhr geöffnet werden. Ein Vorteil sei, dass die Duschen nicht täglich gespült werden müssten und an der Saunatechnik Standschäden verhindert würden.

Ein Mitarbeiter werde sich montags bis freitags Vormittag im Hallenbad um Reinigung und Technik kümmern, ein weiterer der insgesamt vier Mitarbeiter kümmere sich nachmittags um die Sauna und die Schwimmkkurse.

Die Schwimmaufsicht im Strandbad Felden erfolge von 10 bis 18 Uhr. Im Strandbad seien zwei und im Hallenbad ein Mitarbeiter im Schichtplan vorgesehen. Überstunden würden bei schlechtem Wetter abgebaut, erklärte Linhuber weiter. Aushilfen fürs Strandbad müssten bei Krankheit oder Urlaub von der Wasserwacht angefordert werden.

Da das Prienavera in der Nachbargemeinde Prien ab September wegen Renovierungsarbeiten voraussichtlich für drei Monate geschlossen ist, wollen die Bernauer das Bernamare ab 1. September wieder für die Öffentlichkeit aufmachen. „Da können wir unmöglich zusperren“, betonte Linhuber.

Eine längere Schließung stand im Gemeinderat sowieso nicht zur Debatte, ganz im Gegenteil. Der Seniorenbeauftragte Franz Praßberger (ÜWG) wies auf die besondere Situation beim Seniorenschwimmen hin. Da befänden sich 60 Leute im Alter von 70 bis 90 Jahren im Wasser und er ließ Zweifel durchblicken, ob da eine Badeaufsicht ausreichend ist.

Matthias Vieweger (CSU) – seines Zeichens auch Abteilungsleiter der Schwimmer des TSV Bernau – kritisierte den ersten Vorschlag, das Bernamare bereits im Mai zu schließen. In diesem Monat sei es oft noch kühl, außerdem habe das Bernamare auch eine Bedeutung aus toristischer Sicht. Er sprach sich dafür aus, das Hallenbad in den Pfingstferien noch offen zu halten. Auch Thomas Deinzer (SPD) hielt es nicht für richtig, in der Urlaubszeit das Bernamare zuzusperren. Er wies auf die heimischen Schulkinder hin und dass es in den Ferien oft regne. Deinzer sprach von einem „Todesstoß für unser Hallenbad“ und kündigte an, nicht zuzustimmen.

Gemeinde muss in Felden ihrer Haftungspflicht nachkommen

Bürgermeisterin Biebl-Daiber erklärte im Nachgang gegenüber den OVB-Heimatzeitungen, dass diese Personaleinteilung heuer erst einmal ein Versuch sei. Hintergrund sei das Sicherheitskonzept im Strandbad. Wie mehrfach berichtet, muss die Gemeinde ihrer Haftungspflicht nachkommen. Deshalb gibt es künftig einen abgezäunten beaufsichtigten Teilbereich im Strandbad Felden, dort wo die Gemeinde Einrichtungen wie Rutsche und Badesteg zur Verfügung stellt.

Um diese Badeaufsicht sicherzustellen, hätte die Gemeinde zusätzlich mindestens drei Bademeister einstellen müssen, um alle Schichten abdecken zu können, sagte Biebl-Daiber. Im Strandbad Felden müssten im Hauptbadebetrieb ständig zwei Bademeister anwesend sein. Das wäre für die Gemeinde ein finanzieller Kraftakt gewesen. Davon abgesehen, dass es nicht so einfach sei, Personal zu finden. Sie betonte, dass die Schließung des Bernamare heuer im Sommer ein Versuch sei. Danach müsse man schauen, wie die Lösung in Zukunft aussehe.

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