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Bernau feiert seine Gebirgsschützen

Eine Andacht an der Mariengrotte in Kraimoos feierten die Gebirgsschützen zusammen mit Pfarrerin Betina Heckner und Pfarrer Josef Bacher .  Fotos GLE
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Eine Andacht an der Mariengrotte in Kraimoos feierten die Gebirgsschützen zusammen mit Pfarrerin Betina Heckner und Pfarrer Josef Bacher . Fotos GLE

Vor 16 Jahren hatte es sich der Bernauer Max Herrmann in den Kopf gesetzt und kurze Zeit später wahr werden lassen: Am 15. Oktober 2000 schlossen sich 35 Bernauer Männer zur Wiedergründung einer Bernauer Gebirgsschützenkompanie zusammen, um an eine der ältesten Traditionen Bernaus, das wehrhafte Brauchtum, zu erinnern.

Dieses 15-jährige Bestehen galt es am vergangenen Samstag gebührend zu feiern.

Bernau - Die Blaskapelle Bernau, Fahnenabordnungen einiger Ortsvereine, viele Ehrengäste, 15 Gebirgsschützenkompanien des Bataillons Inn-Chiemgau und eine aus Tirol mit ihren Fahnenabordnungen und der Bataillons-Standarte zogen in einem feierlichen Festzug zur Mariengrotte.

Pfarrerin Betina Heckner und Pfarrer Josef Bacher empfingen die Festbesucher und feierten dort eine kurze Andacht. Heckner begrüßte die Anwesenden mit der Zuversicht, dass Glaube Heimat gibt und man dankbar sein könne, in Freiheit zu leben. "Wir sind das Salz der Erde und das Licht der Welt. Als Christen müssen wir das Leben leben, es sehen und schützen", verdeutlichte Bacher in seiner Predigt. Er rief die Anwesenden auf, den Glauben heute zu leben. Nach dem Ehrensalut durch den Patenverein aus Aschau und der abschließenden Bayernhymne bewegte sich der Festzug ergänzt mit zwei Pferdekutschen für die Ehrengäste ins Festzelt am alten Sportplatz.

Hier hieß dann der Bernauer Schützenhauptmann Matthias Wicha die anwesenden Ehrengäste willkommen. Er dankte den beiden Schirmherren, Bernaus Bürgermeister Philipp Bernhofer und dem ARD-Moderator Maxi Arland, für die Übernahme des Amtes. Als weiteres konnte er Adolf Dinglreiter, MdL a.D., den Landesvorsitzenden des Bayernbundes, und Christian Glas, den Kreisverbandsvorsitzenden des Bayernbundes willkommen heißen. Wicha erinnerte noch einmal an Max Herrmann, den Initiator des Vereins, der sich durch die Geschichte des Schützenwesens "durchgewühlt" habe. "Ohne seine Arbeit gäbe es uns nicht!"

Auch Bataillonskommandant Fritz Kelzenberg griff die Geschichte auf. "Eigentlich war man als Gebirgsschütze Feuerwehrler, Rot-Kreuzler, Brand- und Katastrophen-Schützer, Streifendienst und somit für alle Angelegenheiten der inneren Sicherheit tätig." Bernau verfüge über ein sehr umfangreiches Archiv, das bis ins Jahr 1477 zurück alle Mitglieder der damaligen Kompanie Bernau und Göttersberg namentlich aufführe. Es sei schön, so Kelzenberg, "dass Bernau heute an die Männer gedacht habe, die vor Jahren dieser Region gedient haben".

"Vergelt's Gott, was ihr alles tut," meinte auch Bürgermeister Bernhofer in seinem Grußwort. Es gäbe kein Fest oder keinen Umzug, der nicht von den Gebirgsschützen begleitet würde. Sie sorgten so immer wieder für einen würdevollen Rahmen. Er versprach dem Festverein, in naher Zukunft einen würdigen Platz für die alte Vereinsfahne zu finden. Diese war während der Wiedergründung durch Zufall auf dem Speicher der Pfarrkirche gefunden und nach gründlicher Prüfung durch Fachleute als die alte Bernauer Gebirgsschützenfahne bestätigt worden. Nach einer Restaurierung sollte sie eigentlich in einer Glasvitrine im Rathaus aufgestellt werden, was aber leider nicht verwirklicht werden kann.

Der Patenverein des Jubilars, die Gebirgsschützenkompanie aus Aschau, überreichte zum 15-Jährigen ein Fass Bier, das bei einem gemeinsamen Abend geleert werden soll.

Den gemütlichen Teil im Festzelt gestalteten dann die Bernauer Blaskapelle unter der Leitung von Albert Osterhammer, die Hafenstoana Alphornbläser, die Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe des Trachtenvereins "Staffelstoana" Bernau und die Jugendgruppe des Trachtenvereins "Almarausch" Hittenkirchen mit einem Heimatabend. Durch das abwechslungsreiche Musik- und Trachtenprogramm führte Martin Weidenspointner, der es als Ansager in seiner ihm eigenen Art verstand, Geschichte und Geschichten auf humorvolle Weise zu erzählen. Für die Gebirgsschützen aus Wörgl/Tirol stimmte die Blaskapelle auch den Marsch "Dem Land Tirol die Treue" an. Erst nach Mitternacht verließen die letzten Besucher das Festzelt.

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