Bernau: Familienmusik erfreut im Laurentius-Pflegeheim

Mit Wohlklang die triste Zeit zu überwinden: Albert, Elisabeth, Bernadette und Quirin Osterhammer (von links) spielen für die Senioren des Laurentiushofes in Bernau.
+
Mit Wohlklang die triste Zeit zu überwinden: Albert, Elisabeth, Bernadette und Quirin Osterhammer (von links) spielen für die Senioren des Laurentiushofes in Bernau.

„Musik war und ist Teil ihres Lebens, deswegen sind sie heute so überaus dankbar, dass sie Türen, Fenster und Ohren öffnen können, um der Musik, die von draußen kommt zu lauschen“, so Annette Winkler, Leiterin der sozialen Betreuung des Laurentiushofes in Bernau, über das Gartenkonzert.

Bernau –Albert Osterhammer, Mitglied der Münchner Philharmoniker und Dirigent der Bernauer Musikkapelle, war bereits zu Beginn der Pandemie davon beseelt, mit Musik die triste Zeit zu überwinden und alten und kranken Leuten Freude zu bereiten.

Mit seiner Frau Bernadette, Tochter Elisabeth und Sohn Quirin zog er im Frühjahr musizierend durch Bernau. Einmal gaben sie schon ein kleines Konzert im Laurentiushof. „Das kam natürlich sehr gut bei den Leuten und in der Bevölkerung an und deswegen fragten wir bei der Familienmusik Osterhammer an, ob es wieder einmal möglich wäre, ein Konzert zu geben“, sagt Franz Praßberger, Dritter Bürgermeister und Seniorenbeauftragter.

Werke von Mozart und Beethoven begeisterten

Bei Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber stieß er auf offene Ohren. Das Bürgermeister-Duo war vor Ort, als Familie Osterhammer mit ihren Holzblas-Instrumenten sowie mit der Geige unter anderem Weisen aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart oder „Freude, schöner Götterfunken“ von Beethoven spielten. Auch Lieder zum Mitsingen sorgten für Freude im Laurentiushof, der in sechs Wohnbereichen 85 Bewohner in zwei Häusern beherbergt. Das Konzert fand an zwei Plätzen statt, damit sich möglichst viele Leute daran erfreuen konnten. „Die Situation in der Corona-Zeit ist nicht einfach, da tut so ein Konzert gut, zumal wir vor Corona regelmäßig Musikabende hatten“, schilderte Winkler. Ein Bewohner, der dabei mit seinem Keyboard spielte und auch manche Geburtstagsfeier musikalisch bereicherte, ist Christian Seiser.

Abwechslung ein willkommenes Geschenk

Er lauschte besonders den Darbietungen und betonte: „Ich war selbst Blasmusikant und Mitglied in einem Münchner Blasorchester und so lange es ging, spielte ich auch hier in diesem Haus. Deswegen war das heute für mich nicht nur eine Abwechslung, sondern ein Geschenk“. Über dieses Lob freute sich Familie Osterhammer. Mutter Bernadette fügte hinzu: „Es ist gerade die Dankbarkeit, die wir immer wieder erfahren. Am Anfang der Corona-Krise haben wir für unsere unmittelbaren Nachbarn gespielt, dann sind wir durch den Ort marschiert und nun sind wir in diesem Haus für alte und kranke Menschen, gerne wollen wir diese Art des Musizierens und Kontaktierens fortsetzen“. hoe

Kommentare