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MUTTER UND KINDER WOHLAUF

Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber ist Mutter von Zwillingen geworden

Papa Christian A. Biebl hat Ludwig Alexander auf dem Arm, seine Frau und Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber hält den erstgeborenen Paul Josef.
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Papa Christian A. Biebl hat Ludwig Alexander auf dem Arm, seine Frau und Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber hält den erstgeborenen Paul Josef.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Das hat es in der Region auch noch nicht gegeben: Eine amtierende Bürgermeisterin wird Mutter von Zwillingen. Bernaus „First Lady“ Irene Biebl-Daiber hat im Klinikum Rosenheim zwei gesunde Buben auf die Welt gebracht.

Bernau – Paul und Ludwig sind der ganze Stolz von Mama und Papa Christian A. Biebl, der nach negativem Corona-Test beim Kaiserschnitt im Kreißsaal dabei sein durfte.

Auf Anraten der Ärzte wurde die Geburt vorgezogen, eigentlich wäre erst Ende April Termin gewesen. Aber dann lief alles glatt. Am Ostersamstag, 3. April, um 20.14 Uhr erblickte Paul (50,5 Zentimeter, 2740 Gramm) das Licht der Welt, zwei Minuten später sein Bruder Ludwig (51 Zentimeter, 2910 Gramm).

„Sie sehen definitiv meinem Mann ähnlich“

„Sie sehen definitiv meinem Mann ähnlich“, sagt die Bürgermeisterin beim telefonischen Exklusivinterview mit der Chiemgau-Zeitung nach der Heimkehr nach Bernau. Die zweieiigen Zwillinge haben beide dunkle Haare, Paul wechselt gerade die Augenfarbe vom Baby-typischen Blau ins Dunkelbraune.

Er werde die Geburten in seinem Leben nicht mehr vergessen, ist sich der Vater im Interview sicher.

Irene Biebl-Daiber stillt nun etwa alle vier Stunden und hat die ersten Nächte als relativ problemlos empfunden mit „unheimlich pflegeleichten“ Buben – bis zur ersten Nacht daheim. „Die war chaotisch“, erzählt sie, was weniger am Nachwuchs lag als vielmehr an der mangelnden Organisation der frischgebackenen Eltern. Fläschen, Diezel und andere wichtige Utensilien waren noch nicht da, wo sie sein sollten.

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Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt nimmt die Bürgermeisterin nun eine dreimonatige berufliche Auszeit. Geplant sei das so nicht gewesen, verrät die 34-Jährige. Sie und ihr Mann haben sich schon länger ein Kind gewünscht, dass es jetzt gleich doppelt geklappt hat, habe sich so ergeben. Wenn die Bürgermeisterin ins Rathaus zurückkehrt, wird ihr Mann eine siebenmonatige Babypause in Elternzeit daheim einlegen. „Da freue ich mich riesig drauf“, sagte er im Interview. Er wollte sich im Vorfeld von den vielen guten Ratschlägen nicht beeinflussen lassen. Seine Frau und er haben sich aber selbst gut auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet.

Ob das Klapperstorchenpaar, das im Frühjahr 2020 zum ersten Mal auf einer Tanne in der Nähe des Bernauer Rathaus sein Nest gebaut hat, eine Rolle gespielt hat, ist nicht bekannt.

Glückwünsche über alle Kanäle für die jungen Eltern

Die jungen Eltern können sich vor Glückwünschen über alle erdenklichen Kanäle kaum retten. „Ich bin noch nicht dazu gekommen, alle zu beantworten“, bittet die junge Mutter auf diesem Weg noch um Geduld.

Inzwischen ist das Familienglück in Bernau kaum zu übersehen. Mehrere Storchenfiguren haben der CSU-Ortsverband und die Gemeindemitarbeiter in der Zellerhornstraße aufgebaut.

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Natürlich bedauern Irene Biebl-Daiber und ihr Mann, dass Corona-bedingt derzeit viele Glückwunschbesuche nicht ratsam sind. Ihre Eltern, Alt-Bürgermeister Klaus Daiber und seine Gattin, haben ihre ersten Enkel schon willkommen geheißen, die negativen Corona-Tests in der Tasche. Die anderen Großeltern aus Übersee werden am Wochenende erwartet. Weil Christian A. Biebl zwei Geschwister hat, sind es dort nicht die ersten Enkel.

Die Namensfindung für Paul und Ludwig erfolgte wohl zunächst nicht einstimmig, lässt Biebl-Daiber durchblicken. „Bei einem Pärchen wäre es einfacher gewesen.“ Lange dachten die Eltern auch, dass es ein Mädchen und ein Bub werden. Erst im sechsten Monat erfuhren sie, dass sie zwei Buben bekommen.

Einfache bairische Namen sollten es sein

Einfache bairische Namen mussten es sein, aber manche, die in der engeren Auswahl waren, sind familienintern schon belegt. Und bei anderen musste die ehemalige Lehrerin an Schüler denken, die sie nicht in so guter Erinnerung hat.

Den Großteil der Erstausstattung an Babykleidung hat Irene Biebl-Daiber von ihrer Cousine „geerbt“, die kürzlich ausgemistet hatte. Außerdem habe die Oma „gestrickt wie eine Weltmeisterin“ – allerdings einige Teile entgegen der Abmachung für beide Buben in der gleichen Farbe, kann sie sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

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Zuhause gewöhnen die jungen Eltern nun allle Mitbewohner vorsichtig aneinander, berichtet Christian A. Biebl. Denn vor Paul und Ludwig lebten schon zwei Katzen bei ihnen, deren Namen sich die Besitzer von prominenten Politikern „ausgeliehen“ haben. Schröder (rötliches Fell) und Söder (schwarz) seien anfangs etwas zurückhaltend gewesen, aber inzwischen nähern sich allle an, schilderte der Hausherr.

Die jungen Eltern stehen nun vor vielen neuen Herausforderungen, auch im Umgang mit unbekannter Technik. Als die Bürgermeisterin mit der Redaktion telefoniert, läuft gerade zum ersten Mal der Fläschensterilisator „Ich hab grad gedacht, jetzt explodiert er“, berichtet sie. Aber der Knall blieb aus.

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Für drei Monate hält Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) jetzt im Bernauer Rathaus die Stellung. Dann will Irene Biebl-Daiber ins Bürgermeisterbüro zurückkehren und ihr Mann, der als Projektentwickler arbeitet, wechselt für sieben Monate in die Elternzeit. Im Notfall sei sie aber für die Verwaltung und ihren Vertreter jederzeit erreichbar und lese auch ihre dienstlichen Mails, betont die Bürgermeisterin. Am nächsten Donnerstag wird erstmals Jell statt ihr eine Gemeinderatssitzung leiten.

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