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Wegen zu hoher Kosten

„Earth Night“ nur beim Chiemseepark Felden: Gemeinderat rückt von Beschluss ab

Die Welt bei Nacht: Gegen die zunehmende Lichtverschmutzung kämpfen die Initiatoren der „Earth Night“.
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Die Welt bei Nacht: Gegen die zunehmende Lichtverschmutzung kämpfen die Initiatoren der „Earth Night“.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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7000 Euro und die Verkehrssicherheit veranlassten den Bernauer Gemeinderat dazu, die Teilnahme an der „Earth Night“ heuer nur auf den Bereich beim Chiemseepark zu beschränken.

Bernau – Der Gemeindert revidierte in seiner jüngsten Sitzung aus Kostengründen den Beschluss für die Teilnahme an der „Earth Night“, den er wenige Wochen zuvor getroffen hatte. Entgegen der vorherigen Pläne wird die Beleuchtung bei der deutschlandweiten Aktion des Vereins „Paten der Nacht“ gegen Lichtverschmutzung am Dienstag, 7. September, nur am Chiemseepark in Felden abgeschaltet. Dieser Beschluss fiel einstimmig. Zuvor hatte das Gremium mit 7:9 die Aktion im gesamten Bernauer Gemeindegebiet abgelehnt.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) verlas den Sachverhalt. Demnach habe der Gemeinderat auf Antrag der Grünen-Fraktion in der vorhergehenden Sitzung Mitte Juni beschlossen, an der „Earth Night“ teilzunehmen und sämtliche Straßenzüge und Beleuchtungen wie im Jahr 2020 auch auszuschalten. Ausgenommen werden sollten aus Sicherheitsgründen allerdings dieses Mal die Hauptstraßen, namentlich die Rottauer, die Priener, die Chiemsee- und die Aschauer Straße.

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Während die komplette Abschaltung im Vorjahr nach den Worten Jells bereits Kosten von 2500 Euro verursachte, sei die Abschaltung mit Ausnahme der vier genannten Straßen weitaus teurer. Ein Bautechniker von Bayernwerk habe auf Anfrage eine Schätzung von 6000 bis 7000 Euro abgegeben. „Es kann – je nach tatsächlichem Aufwand – auch mehr werden“, so Jell.

Grund ist der höhere Aufwand, da die ganzen Nebenstraßen separat abgeklemmt werden müssten. Der Gemeinderat müsse nun überlegen, ob diese Kosten noch verhältnismäßig seien, gab der Zweite Bürgermeister zu Bedenken. Vor allem vor dem Hintergrund, da man davon ausgegangen sei, dass die Kosten heuer eher eringer ausfallen könnten, als bei der Abschaltung im Vorjahr. Als Alternative brachte er einen Vorschlag ein, der bereits bei der ersten Diskussion gefallen war, nämlich nur am Chiemseepark die Beleuchtung auszuschalten. Dies versursache kaum Kosten, sagte Jell, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

„Kosten unverhältnismäßig“

Severin Ohlert (Grüne) gab zu, dass die Kosten „völlig unverhältnismäßig“ seien. Auch Franz Praßberger (ÜWG) sagte, die 6000 bis 7000 Euro seien für die Aktion „viel zu teuer“. Man müsse auch noch die Arbeitszeit der Mitarbeiter des Bauhofs dazurechnen für Auf- und Abbauten.

Katrin Hofherr (SPD) bedauerte den Rückzug. Sie habe die Aktion im vergangenen Jahr „ganz toll gefunden“. Die Abschaltung nur im Chiemseepark habe nicht die gleiche Wirkung. Matthias Vieweger (CSU) dagegen unterstützte den neuen Vorschlag angesichts der Kosten. Auch die Sicherheitsaspekte angesichts abgeschaltetem Straßenlicht führte er ins Feld.

Michaela Leidel (BL) nannte die Aktion gegen Lichtverschmutzung „prinzipiell verfolgenswert“, doch auch sie sah eine Gefahr für den Straßenverkehr. Sie meinte, mit der beschlossenen Umstellung auf LED-Beleuchtung sei das weniger aufwändig. Dem widersprach Rathaus-Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger. Es würden nur die Leuchtkörper ausgetauscht, die Technik dahinter bleibe gleich.

Umweltschutz in Bernau mit Energiesparlampen

Zweiter Bürgermeister Jell betonte aber, dass die Gemeinde Bernau künftig mit den Energiesparlampen schon einen riesigen Beitrag leiste. Peter Pertl (CSU) sagte, er wisse die Bemühungen Ohlerts zu schätzen. Doch auch ihm waren die Kosten letztlich zu hoch.

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