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AUS DEM GEMEINDERAT

Bernau: Bauvorhaben im Außen- oder Innenbereich?

  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Einstimmig befürwortete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, den Antrag auf Vorbescheid zum Teilabbruch eines Wohnhauses und die Errichtung eines Ersatzbaus mit zwei Wohneinheiten und einer zusätzlichen dritten Wohneinheit mit Büro in der Aschauer Straße 69 zurückzustellen.

Bernau –Nicht ausreichend geklärt schien dem Gremium nämlich die Frage, ob sich das Grundstück wie vorgetragen im Außenbereich befindet. Diese Frage hat aber maßgebliche rechtliche Auswirkungen.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) hatte erklärt, dass zwar die Grundfläche des Ersatzbaus unverändert bleiben soll, er künftig aber durchgehend zweigeschlossig geplant ist. Talseitig Richtung Süden entstünde damit eine durchgehende seitliche Wandhöhe von 8,70 Meter.

Haus aus den 50er-Jahren weist Mängel auf

Der jetzige Eigentümer habe ausgeführt, dass das bestehende Gebäude in den 50er Jahren errichtet worden sei. Er erwirkte laut Jell im Laufe der Jahre Baugenehmigungen für Änderungen an der Fassade sowie den Neubau einer Doppelgarage und die Erweiterung des Wohnhauses.

Das Haus weise inzwischen laut Antragsteller erhebliche Mängel auf und entspreche nicht mehr den zeitgemäßen Wohnanforderungen. Gemäß Unterlagen seien im Bestand zwei Wohneinheiten und ein größeres Büro genehmigt. Künftig sollen drei Wohneinheiten mit integriertem Büro entstehen.

Im Außenbereich nur zwei Wohneinheiten zulässig

Im Außenbereich sind laut Jell unter bestimmten Voraussetzungen zwei Wohneinheiten zulässig. Damit stehe eine Gebäudeerweiterung im Raum, die Bauverwaltung sehe die Voraussetzungen hierfür „eher nicht“ gegeben.

Laut Rathaus-Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger werfen die Abstandsflächen Probleme auf. Auf Basis der existierenden Rechtsgrundlage bewertete sie die Erweiterung vor allem um die dritte Wohneinheit als schwierig. Sie stellte die Überlegung in den Raum, ob die Gemeinde eine Satzung aufstellen solle.

Rechtliche Grundlagen mit einer Einbeziehungssatzung schaffen

Josef Wörndl (CSU) wies darauf hin, wie schwierig es in Bernau sei, ein Grundstück zu finden: „Wir brauchen künftig neue Lösungen.“ Aufgrund der Nähe zur gegenüberliegenden Bebauung auf der anderen Seite der Straße sah er die Lösung in einer Einbeziehungsssatzung. Katrin Hofherr (SPD) stimmte ihm zu.

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Matthias Vieweger (CSU) wies auf die aktuelle Rechtslage hin und damit sei der Bauantrag ein Problem. Jakob Müller (CSU) fand das geplante Gebäude „in Ordnung“.

Ursula Zeitlmann (Grüne) kam es seltsam vor, dass sich das Grundstück im Außenberech befinde. Daxlberger erklärte, dass die Kreisstraße die Bebauung durchbreche, bot aber an, den Verhalt noch einmal zu prüfen. Daraufhin schlug Zweiter Bürgermeister Jell vor, den Bauantrag bis dahin zurückzustellen. Sascha Klein (WMG) schloss sich dem Vorschlag an. Am Ende waren sich darin alle einig.

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