Die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl zieht Bilanz zu einem Winter mit jähem Ende

Das Haupteinsatzgebiet der Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl im Winter ist das Skigebiet Winklmoos-Steinplatte, hier im Januar dieses Jahres am Rossalmlift. Hauser

251 Abtransporte hatte die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl im vergangenen Winter zu bewältigen. Im Vorjahr waren es 282. Dies gab jetzt Bereitschaftsleiter Peter Wlach bei der Vorlage der Winterbilanz bekannt. Sie war situationsbedingt erstmals über eine Telefonkonferenz erfolgt.

Reit im Winkl – Der Start des Dienstes am Bergwachtstützpunkt Winklmoos-Alm erfolgte am 26. Dezember, er endete dann corona-bedingt plötzlich am 15. März. Nach relativ spätem Einstieg herrschten dann bei dann guter Schneelage beste Pistenverhältnisse.

Tragischer Snowboardunfall an der Rossalm

Das Spektrum der Verletzungen der Abtransportierten war wieder breit gefächert. Tragisch endete ein Snowboardunfall an der Rossalm mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma, an dem der Verunfallte wenige Tage später verstarb. Er trug keinen Helm, der die Schwere der Verletzungen wahrscheinlich hätte mildern können. Dies stimmt dem Bericht zufolge besonders nachdenklich, weil das Tragen eines Helms in heutigen Zeiten selbstverständlich sein sollte.

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Zwei Suchaktionen mussten im Skigebiet Winklmoos-Steinplatte durchgeführt werden. Neben dem Skitourengebiet Dürrnbachhorn wurde auch das im Bereich Untere und Obere Hemmersuppenalm betreut. Dort musste eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 durchgeführt werden. Im Bereich Nattersberg wurden vier Ballonfahrer nach einer Notlandung zu Tal gebracht. Langlaufunfälle gab es in dieser Wintersaison wegen des etwas eingeschränkten Loipenangebots im Tal weniger.

Gute Zusammenarbeit mit den Bergwachtbereitschaften Traunstein und Grassau

Weitere Einsätze gab es bei Langlaufwettbewerben im Ortsbereich, zum Beispiel beim Deutschen Schülercup oder bei der Bioteaque-Langlauftournee. Alpine Rennen am Benzeck wurden ebenfalls betreut wie der Sparkassencup. Weiter sind genannt die Betreuung des Mountainman-Wintertrails und der Chiemgau Team Trophy mit knapp 1000 Teilnehmern.

Eine sehr gute Zusammenarbeit gab es nach Auskunft des Bereitschaftsleiters wieder mit den Bergwachtbereitschaften Traunstein und Grassau, die den Dienst auf der Winklmoos-Alm unterstützten. Ebenfalls bedankt sich die Bergwacht bei den Hubschrauberpiloten und -betreibern, die auch bei schwierigen Bedingungen fliegen, sowie bei den Liftbetreibern Gebrüder Höflinger und Brandtner. Liftbetreiber Hans Höflinger spricht von einer (bis zum vorzeitigen Abbruch) guten Saison mit sehr guten Pistenverhältnissen. sh

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