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Irmi Klauser will für Natur sensibilisieren

Bergsteigerdorf Schleching hat jetzt einen Waldkindergarten

Bürgermeister Josef Loferer im Gespräch mit Waldkindergartenleiterin Irmi Klauser bei der Einweihung.
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Bürgermeister Josef Loferer im Gespräch mit Waldkindergartenleiterin Irmi Klauser bei der Einweihung.
  • VonSybilla Wunderlich
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Der Waldkindergarten in Schleching wurde zur Eröffnung von Pfarrer Martin Straßer gesegnet. Kindergartenleiterin Irmi Klauser ist es ein Anliegen, die Kinder für Natur und Umwelt zu sensibilisieren.

Schleching – Mit einer Vogelfeder und Weihwasser segnete Pfarrer Martin Straßer den Waldkindergarten bei der offiziellen Eröffnung. Kindergartenleiterin Irmi Klauser assistierte ihm. Sie baute einen kleinen Altar auf, auf dem ein geschnitztes Holzkreuz lag, das sie dem Waldkindergarten schenkte. Mit Hans Ekkehard Purrer, Pastor im Ruhestand, den Eltern und Großeltern sowie den Kindern und ihren Geschwistern wurde für Schutz und Beistand gebetet.

Beim „Morgenkreis-Ritual“

Dinge aus der Natur dienen als Spielzeug

Die Schutzhütte des Waldkindergartens empfing die vielen Gäste zur Einweihung mit gebastelten Fuchs-Laternen und Ketten aus den Früchten des Waldes. Bürgermeister Josef Loferer war stolz, dass das Projekt als Gemeinschaftswerk so gut gelungen ist und nun eingeweiht wurde. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Beteiligten und dem Forst, vertreten durch Stephan Mayer und der Arbeiterwohlfahrt, vertreten durch den Geschäftsführer Kai Wagner, und seinen Mitarbeiterinnen Daniela Weber und Sonja von Rosen, sowie dem Bauhof, vertreten durch Peter Hell.

Kinder leben sich gut ein

Irmi Klauser erzählte wie gut sich die Kinder in den vergangenen vier Wochen einlebten, bedingt auch dadurch, dass sich viele von ihnen schon kannten. Wichtig war ihr, dass hier ein Integrations-Waldkindergarten entstanden ist, der den Inklusionsgedanken lebt. Ihre Intention ist es, die Kinder dort abzuholen, wo sie in ihrem Entwicklungsstand sind und ihnen dann die Natur so nahe zu bringen, dass eine achtsame innere Haltung zur Natur und Umwelt geschaffen wird.

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Der Waldkindergarten hat den Namen „Mankei-Bau“ und wird zurzeit besucht von zwölf Kindern. Die Kinder kennen den Wald schon gut. Die besuchten Plätze bekommen Namen. Die Kinder entscheiden morgens, wo es hingehen soll. Unterwegs wird kein Spielzeug gebraucht, da reichen Äste, Bucheckern und Eicheln, die die Fantasie der Kinder beflügeln, erzählt Klauser.

Instrumente aus Ästen

Die Kinder berichten, was ihnen im Wald besonders gut gefällt. Marinus (3 Jahre) erzählt, dass er gern mit Holz spielt, das er zum Beispiel als Motorsäge benutzt, wie er es bei seinem Vater gesehen hat. Auch die Ameisen findet er interessant, die er gern beobachtet. Victoria (4 Jahre) berichtet, dass sie gern den Eichhörnchen zuschaut und gern auf die Bäume klettern würde. Wie gut die Kinder schon gelernt haben, zeigten sie in ihrem „Morgenkreis-Ritual“. Dazu sitzen sie alle im abgesteckten Spielplatz und singen ihr „Waldlied“ mit viel Körpereinsatz. Als „Instrumente“ dienen gefundene Äste aus Holz. Dass sie daran viel Spaß haben, kann man in ihren fröhlichen Gesichtern ablesen.

Nach Hause kommen

Klauser hat eine besondere Beziehung zum Ort. Sie hat die Ferien in ihrer Kindheit beim Großvater in Ettenhausen verbracht. Der ging mit ihr auf die umliegenden Berge. Ihre Mutter, von der sie auch das oben erwähnte geschnitzte Kreuz bekam, war Sennerin auf der Alm. „So ist mein jetziger Arbeitsplatz wie nach Hause kommen“, erzählt sie. MG

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