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Aus der Bürgerversammlung

Mehr Schulden durch Investitionen in Bergen

Der Zustand der Bergener Ortsdurchfahrt Bahnhofstraße wurde in der Bürgerversammlung kritisiert.
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Der Zustand der Bergener Ortsdurchfahrt Bahnhofstraße wurde in der Bürgerversammlung kritisiert.
  • VonManfred Peter
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Trotz der Pandemie bedingten „Auszeiten“ im öffentlichen Leben habe sich in der Gemeinde viel getan, sagte Bergens Bürgermeister Stefan Schneider zu Beginn der Bürgerversammlung im Festsaal. „Allgemein wird alles schwieriger und bedarf mehr Erklärungen.“

Bergen – Im laufenden Jahr wird der Schuldenstand der Gemeinde Bergen aufgrund von Investitionen um rund ein Drittel auf knapp 6,4 Millionen Euro zunehmen. „Die Tilgung ist aber durch Gebühren abgedeckt“, versicherte Bürgermeister Stefan Schneider in der Bürgerversammlung im Festsaal. Als Beispiele nannte er hier das Klärwerk, die Kinderkrippe mit den Wohnungen und das Schlackenhaus.

Der Gmeindehaushalt ist stabil

Allgemein sei der Haushalt jedoch stabil und es gebe in den Beträgen wenige große Bewegungen. In den vergangenen drei Jahren lag der Gesamthaushalt immer knapp unter elf Millionen Euro.

Die Aussage, dass sich auch nach der Neubewertung der Grundsteuer keine Änderungen, weder eine Senkung noch eine Erhöhung, ergeben werde, dürfte die Eigentümer von Immobilien mit Wohlwollen aufgenommen haben, sagte Schneider. Das Gesetz soll 2025 in Kraft treten.

Der Bürgermeister merkte noch an, dass sich in den letzten 20 Jahren in Bergen bei der Grundsteuer nichts geändert hatte. Die Personalkosten würden zwar steigen und beliefen sich im vergangenen Jahr auf knapp 2,4 Millionen Euro. Doch mit Blick auf den Handwerkermangel rentiere sich das und in der Gemeinde könnten dadurch viele Arbeiten in Eigenleistung gemacht werden. Denn Bauhof wie auch das Klär- und Wasserwerk seien personell gut aufgestellt, so der Bürgermeister.

Mittlerweile gibt es laut Schneider in Bergen eine Warteliste für die Kinderkrippe. Jedoch werde dem durch eine interne Umgestaltung in den vorhandenen Räumen entgegengewirkt und es könnten danach zwei Gruppen angeboten werden. Der erforderliche Umbau werde rund 135.000 Euro kosten. Die Kindergartengruppen seien ausgelastet, so Scheider. Doch es solle nun ein Waldkindergarten in der Nähe vom Freibad mit einer Doppelnutzung des „Dirtpark-Grundstücks“ realisiert werden. Wobei die Volleyballfelder erhalten blieben, merkte der Bürgermeister an.

52 Wohnungen stehen zur Verfügung

„Einen hervorgehobenen Stellenwert“ räumte Schneider der Wohnungssituation ein. Die Gemeinde verfüge insgesamt über 76 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 4845 Quadratmetern. Derzeit könnten 52 Wohnungen vermietet werden. Die weiteren Wohnungen stehen kurz vor der Fertigstellung oder werden renoviert.

Bürgermeister Schneider merkte an, dass die Durchschnittsgröße der Wohnungen ständig zu nehme und im Alter Einzelpersonen ihre große angestammte Wohnung nutzen würden. Hier müsse aus seiner Sicht umgedacht werden. Denn bauen und bauen könnten wir uns nicht leisten, so Schneider.

„Die Nachverdichtung muss mit intelligenten Lösungen vorangebracht werden“, sagte Schneider.

Anfragen zur Ortsdurchfahrt und einer Tempo-30 Zone

Wie es mit der Gestaltung der Hauptstraße ausschaue, wollte in der Fragerunde der Bürgerversammlung Maria Kraus-Osenstetter erfahren. Die Ortsdurchfahrt, oder wie sie die Diskutantin genannt hat Hauptstraße, ist aus Richtung Traunstein kommend bis zum Ortszentrum die Bahnhofstraße und danach weiter Richtung Seilbahn die Hochfellnstraße.

Für die Bahnhofstraße gebe es bereits erste Entwürfe, betonte Bürgermeister Schneider. Doch handle es sich um eine Kreisstraße und es werde sicher noch einige Zeit benötigen, bis es konkret werde. Er würde sich sogar wünschen, dass man vom Ortseingang aus das Ortszentrum auf einen entsprechend gestalteten Weg als Fußgänger, auch mit Kinderwagen und Radfahren unabhängig von der Autostraße erreichen könne, so Schneider.

Michael Buchner mahnte in seiner Anfrage auf Höhe der Tankstelle einen Fußgängerüberweg an, alternativ eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. Er sei der Meinung, dass eine Gemeinde schon einen gewissen Einfluss habe. Eine Tempo-30 Zone auf einer Kreisstraße sei im Grunde nur wegen starker Lärmbelästigungen möglich. Und hierfür sei in Bergen auf der Hochfellnstraße zu wenig los, antwortete Schneider

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