Berg ab und Berg auf – von Hof zu Hof: Auf Genusstour mit dem Radl zu den Priener Direktvermarktern

Maria Riepertinger(links), Ideengeberin der Direktvermarkterbroschüre, und Andrea Hübner (rechts), Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, testen die neue Genuss-Radltour zu den regionalen Direktvermarktern anhand des Priener Büchleins im Selbstversuch aus. Berger
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Maria Riepertinger(links), Ideengeberin der Direktvermarkterbroschüre, und Andrea Hübner (rechts), Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, testen die neue Genuss-Radltour zu den regionalen Direktvermarktern anhand des Priener Büchleins im Selbstversuch aus. Berger
  • Silvia Mischi
    vonSilvia Mischi
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Ausflüge in der Region sowie der Einkauf beim Direktvermarkter haben in Corona-Zeiten Hochkonjunktur. Umso passender ist es, diese beiden Komponenten miteinander zu verbinden. Und hier ist Prien Vorreiter.

Prien – Die Prien Marketing GmbH und die örtlichen Direktvermarkter haben eine Fahrradtour kreiert, die Nachhaltigkeit, Erleben und Regionales in sich vereint. Basis der Tour ist die Neuauflage der Broschüre: Gutes – direkt vom Hof – durch die Prien Marketing GmbH.

Mehrfacher Genuss bei einer Fahrt

Seit zehn Jahren werden die Priener Regionalvermarktungsprojekte mit Unterstützung und Anregungen verschiedener Funktionäre, Vereine und Persönlichkeiten stärker ausgebaut. Neue Ideen bringt hier unter anderem Landwirtin Maria Riepertinger als heimlicher Motor mit ein. Sie ist auch die Initiatorin der Direktvermarkterbroschüre. In der Prien Marketing Gmbh mit Geschäftsführerin Andrea Hübner finden die Ideen Unterstützung. „Ein regionaler, nachhaltiger Tourismus mit dem Augenmerk auf die vielfältigen Angebote unseres Ortes ist unser Anliegen“, betonen die beiden Frauen. In näch-ster Zeit wollen sie die Zusammenarbeit mit den Priener Einzelhändlern zudem noch weiter ausbauen.

Heimat- und Freizeittipps in einem

Doch zunächst starten Riepertinger und Hübner mit dem Fahrrad ab dem Priener Ortszentrum durch. Credo: Tour mit doppeltem Genuss. „Das Erkunden der Heimat und Freizeittipps für Zuhause sind in der derzeitigen Situation besonders beliebt!, so Hübner. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, oder E-Bike verschiedene Themenwege für jedes Wetter gibt es auf der „ruhigen“ Seite von Prien am Chiemsee zu entdecken. „Die Berge immer im Blick“ hat man zum Beispiel unter anderem dem auf der Strecke über Munzing und Elperting nach Wildenwart und zum Chiemsee.

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Gestartet sind die beiden – Hübner und Riepertinger – im Ortskern von Prien vorbei an der Chiemsee Fischerei Stephan (Fischspezialitäten, 400-jährige Fischertradition). In Bruck geht es erst einmal bergauf zu einem kleinen Abstecher in der Metzgerei Grosse (einer der letzten mit hauseigener Schlachtung in der Region, Hausgeräuchertes) und zum Fritznhof (Säfte) in Dirnsberg. „Immer die Berge im Blick radeln wir von der Ratzinger Höhe wieder runter auf Priener Gemeindegebiet wo wir am Munziger Hof neben einem Bundwerkstadl in alter Handwerkstradition auch Gockerl hinter dem Hof laufen sehen“, beschreibt Riepertinger den ersten Teil der Strecke.

Weiter geht’s nach Mupferting zum Hefterhof. Mit Kartoffeln im Gepäck bleibt jedermann erstaunt am Wegesrand bei den Alpakas und Kängurus stehen.

Den Abschluss bildet der Chiemsee

„Die Kampenwand vor der Nase rollt man kurz bergab, bevor wir zum Wastlhof nach Elperting hinauf radeln. Hier picken Hühner in den Wiesen“, gelangt Riepertinger zu heimischen Gefilden. Im Selbstbedienungshofladen gibt’s die Eier zum selber sammeln (auch gekocht für die Brotzeit).

Sind Sie auch dieser Meinung?: Weil‘s nicht wurscht is

„Übrigens, hier im Jagdgebiet des stark bewaldeten sogenannten Daxenwinkel gibt es auf Anfrage bei den zuständigen Jägern auch Wildfleisch zu erwerben“, weiß Hübner. Immer wieder kurz bergauf und bergab radeln die beiden am imposanten Kräutergarten des Gaishackener Hofes vorbei in Richtung Wildenwarter Kirche. Vorbei am Schloss Wildenwart geht es runter zur Rainermühle.

Die Müllersfamilie Ramsl malt das Getreide noch wie früher mit Wasserkraft aus der Prien. GErade das Dinkelmehl erfreut sich steigender Beliebtheit. Es geht weiter bergauf zu den alten und blühenden Obstgärten am Hanslhof in Leiten. Wo regionales Obst zu Edelbränden und Likören verarbeitet wird. Gleich in der Nähe befindet sich der Hof der Familie Huber, die hausgemachte Käsespezialitäten anbietet. Von hier geht´s weiter zur Schäferei Kollmannsberger, die in ihrem Regionalmarkt die gebündelte Region im Angebot hat.

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Zum Abschluss gibt’s die Fischer am Chiemsee zu entdecken. „Dann radeln wir noch ein Stückchen weiter, am See entlang, bevor wir nach Ernstdorf zum Regerlhof hinauf kommen“, beschreibt Hübner die Tour. Frische Milch zum selber zapfen und Käse bereichern hier das Angebot. Wieder weiter am See gibt´s Räucherfisch oder Steckerlfisch gegrillt vom bekannten Greamandlfischer, Winkelfischer und der Fischhütte Reiter. Die Strecke ist auch gut anhand der Broschüre „steuerbar“. „Man sieht, wo man hinwill und was man alles miteinander verbinden kann“, erklärt Hübner. Gut ausgerüstet mit der regionalen Brotzeit suchen sich die beiden Initiatorinnen ein schönes Platzerl und verweilen noch am See. Die Tour ist auch aus verschiedenen Richtungen und mit Kindern auf Teilstrecken gut zu bewältigen. „Auf dem Weg liegen mehrere Spielplätze und weitere Plätze für eine Pause“, so Riepertinger.

Säule des regionalen Tourismus‘

Die Route basiert auf dem Direktvermarkter-Verzeichnis und soll neben einem Ausflug die regionalen Produkte in Szene setzen. Denn: Die Landwirtschaft ist im Chiemgau eine Säule des regionalen Tourismus‘.

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