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Sechsmal Akkordeon in der Achentalhalle

Benefizkonzert der Lebenshilfe Unterwössen begeistert Zuhörer

Ein Benefizkonzert zugunsten des Unterwössner Lebenshilfe-Projektes spielten die „Amici Fisarmonica“: (von links) Martin Pioch, Birgit Schultheiss, Martin Pfannstiel, die Brüder Sebastian und Thomas Egger sowie Ensembleleiter Ulrich Membré.
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Ein Benefizkonzert zugunsten des Unterwössner Lebenshilfe-Projektes spielten die „Amici Fisarmonica“: (von links) Martin Pioch, Birgit Schultheiss, Martin Pfannstiel, die Brüder Sebastian und Thomas Egger sowie Ensembleleiter Ulrich Membré.
  • VonLudwig Flug
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Gekonnte Variationen vieler Musikrichtungen präsentierte das Sextett „Amici Fisarmonica“ in der Achentalhalle. Neben den Zuhörern profitierten von dem unentgeltlichen Auftritt Einrichtungen, die das Leben und Arbeiten von Menschen mit Behinderung unterstützen.

Unterwössen – Begeisterte Zuhörer brachte das Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe Unterwössen mit den „Amici Fisarmonica“, den Freunden des Akkordeons, in der Achentalhalle. Ein Wermutstropfen: Es hätten ein paar mehr Zuhörer sein dürfen.

Annemarie Funke, die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Traunstein, die das Unterwössner Inklusionsprojekt hinterm Rathaus betreibt, stellte die Musikformation „Amici Fisarmonica“ vor. Die Musiker aus Traunstein sind ehemalige Mitglieder des Chiemgauer Akkordeon-Orchesters, das Ulrich Membré über 30 Jahre bis 2012 leitete und spielen seit 2013 miteinander. Zwischen Membré und der Lebenshilfe besteht eine jahrelange Verbindung. „Ulrich Membré begleitet uns seit Jahren und bringt Dinge für die Lebenshilfe ins Rollen“, so Funke. Er initiiere viele Projekte und gestalte Benefizkonzerte.

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Dem Moderator des Abends, Siggi Götze, bescheinigt Funke, er sei tief in der Region verwurzelt. „Seine Texte und Beiträge festigen die bayerische Kultur.“ Auch er arbeite mit der Lebenshilfe über viele Jahre zusammen. Für sein Engagement habe ihn der Bezirk Oberbayern mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet.

Die Musiker präsentierten populäre Musik, darunter einige Weltklassiker. Es begann bei der „Mademoiselle de Paris“, einem Valse Musette, und „Der Student geht vorbei“. Thomas und Sebastian Egger spielten im Solo „Italienische Dorfmusik“ und „Flick Flack“. Spanische und südamerikanische Rhythmen erklangen, die Medleys „Heitere Klassik“ und „Brasilia“. Ein Foxtrott mit Rhapsodie-Elementen, aber auch Weltklassiker wie „La Mer“ oder „La vie en rose“ begeisterten die Zuhörer sichtlich. Gegen Ende mischten sich moderne Titel aus Boogie-Woogie, Swing und Jazz ins Programm.

Musizieren macht klug

Götze erzählte, wie selbst gemachte Musik Intelligenz und Persönlichkeitsbildung fördere. Er stellte die Musiker und ihre Stücke vor, las besinnliche und humorvolle Texte und mischte so manche Anekdote darunter.

„Seit einem Jahr ist die Lebenshilfe mit deren Projekt für das Wohnen und Arbeiten hinterm Rathaus fester Bestandteil in der Gemeinde Unterwössen“, so sieht es der zweite Bürgermeister Johannes Weber. Er sei der Lebenshilfe dankbar für den starken Beitrag zur Inklusion.

Sechs Akkordeons auf einer Bühne, das ist schon ein besonderes Klangerlebnis, wenn sie fein in Tonart und Einsatz, in Gefühl und Nachdruck aufeinander abgestimmt sind. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe um die andere. Erst als Membré nach der vierten oder fünften drohte, das Programm von vorn zu beginnen, entließen die Zuhörer die Musiker.

Den Erlös der Veranstaltung teilt die Lebenshilfe. Die Wohngruppen in Unterwössen erhalten Geld für ihren Freizeitbereich, ebenso der Inklusionsbetrieb, der durch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt einen besonderen Beitrag leistet. /MN

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