Bedrohte Arten: Der Wiedehopf

Zum Volksbegehren „Rettet die Bienen – Rettet die Artenvielfalt“ stellen die Chiemgau-Zeitung und der Bund Naturschutz Traunstein bedrohte Arten vor, die in der Region vorkommen.

So zum Beispiel der Wiedehopf, der bis vor einigen Jahrzehnten ein häufiger Brutvogel war. Durchziehende Wiedehopfe werden im Chiemseebecken oder im Trauntal noch sporadisch gesehen, doch er brütet nicht mehr bei uns. Jungvögel verteidigen sich gegen Feinde, indem sie Kot aus ihrer Bruthöhle spritzen und schlangenähnlich zischen. Der auffällige Vogel stochert im Boden oder manchmal auch in Komposthaufen nach Insekten und Würmern. Früher boten ihm Viehweiden gute Bedingungen, zumal der Dung viele Insekten anlockte. In den heute vorherrschenden hohen und dichten Wiesen kann der Wiedehopf schlecht auf Jagd gehen. Auch stehen kaum noch Kühe auf der Weide, und in den Kuhfladen sind viel weniger Insekten zu finden. Das Volksbegehren läuft bis zum 13. Februar in den Rathäusern. Beate Rutkowski

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