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TRAINING FÜR DEN KÖNIGSLAUF

„Bayerns schnellste Oma“ als Vorbild

Der Laufsportgehört für Josefine Hobmaier einfach dazu. Das war von Jugend an so, und diese Freude am Sport will sie anderen vermitteln. privat

Prien – „Laufen bedeutet für mich Lebensqualität, Freiheit und Lebensfreude“, sagt Josefine Hobmaier.

Seit sechs Jahren bereitet sie jeden Sommer innerhalb von zehn Wochen eine Gruppe Anfänger auf den zehn Kilometer langen Königslauf auf der Herreninsel im Juli vor. Die 53-Jährige ist dabei selbst das beste Vorbild, denn sie läuft von Jugend an.

Damals, so meint sie, sei man aufgefallen, wenn man eine Runde laufen gegangen ist. „Heute ist das nicht mehr so. Laufen ist modern und zum Lifestyle geworden – und das ist gut so. Es ist simpel und effizient“, freut sie sich. Die Prienerin liebt Wettkämpfe – von Mittelstrecke bis Marathon und Bergläufe. Nach der Geburt ihrer Töchter trat sie dabei kürzer, dennoch trieb die ganze Familie intensiv Sport. Auch ihr Mann Reinmund ist ein erfolgreicher Langstreckenläufer.

Doch nun sind die Töchter groß, und vor sechs Jahren packte sie es wettkampfmäßig wieder an. Mit Erfolg: Hatte sie bei der Geburt des ersten Enkelkindes im Vorjahr noch aus Spaß gemeint, sie wolle „Bayerns schnellte Oma“ werden, setzte sie dies in die Tat um. Die Halbmarathonstrecke schaffte sie in einer Stunde und 37 Minuten und wurde in ihrer Altersklasse bayerische Meisterin.

Das Wissen, dass Bewegung viele Probleme lösen kann – gesundheitliche wie psychische – will sie anderen vermitteln. Ihren Lauf-Anfängern möchte sie zeigen, dass man für sein psychisches und physisches Wohlbefinden viel selbst tun kann. Seit über 20 Jahren ist sie Trainerin, aber an dem Lauftraining für den Königslauf hat Josefine Hobmaier besonders viel Freude. „Weil es so toll ist, zu beobachten, wie sich viele Teilnehmer zum Positiven entwickeln, gesundheitliche Probleme loswerden, an Selbstbewusstsein gewinnen, sich was zutrauen und lebensfroher werden“, sagt die 53-Jährige, die beruflich in der Finanzverwaltung der Gemeinde Riedering arbeitet.

Lange war es ihre Vision, im Turn- und Sportverein (TuS) Prien einen ungezwungenen Lauftreff zu organisieren. Ein solcher hat sich in den vergangenen Jahren aus ihrer Sommer-Anfängergruppe heraus dann auch entwickelt.

Außerdem gibt es eine Leistungsgruppe fürs Wettkampftraining.

Für ihre rund 40 Schützlinge ist das Ziel des gemeinsamen Trainings – die Distanz von zehn Kilometern am 14. Juli auf der Herreninsel zu bewältigen – eine Herausforderung. Und Josefine Hobmaier weiß genau, wie sie motiviert und fordert, aber nicht überfordert. Schließlich hat sie selbst nie aufgehört, nach neuen Herausforderungen zu suchen. So wird sie heuer Ende August mit ihrem Mann und der jüngeren Tochter beim legendären Karwendellauf antreten und dabei 52 Kilometer und 2300 Höhenmeter angreifen.

In der Gruppe geht die Zeit schneller rum

Vier der Teilnehmer, die sie derzeit jede Woche Schritt für Schritt an die Zehn-Kilometer-Distanz heranführt, begleitet die Chiemgau-Zeitung. Im Rahmen einer Serie berichten sie wöchentlich kurz über ihre läuferischen Erfahrungen.

Bei recht heißem Wetter ist Peter Graf(55) sein Lauf-Pensum diesmal ziemlich schwer gefallen. „Das könnte allerdings auch an der vorher geleisteten Gartenarbeit des Wochenendes gelegen haben“, scherzt der Bad Endorfer. Als er es fast schon geschafft hatte, traf er Marielouise Weichselbaumer aus dem Trainer-Team und ihren Mann. Die beiden haben ihm auf den letzten 300 Metern nochmal Auftrieb gegeben.

Monika und Katrin Schlosser aus Prien könnten als Mutter und Tochter ihre Lauf-Hausaufgabe gemeinsam erledigen – doch irgendwie schaffen sie das terminlich nie, so dass jede alleine läuft. Monika (43) bemerkte, dass sie sich alleine schwer tat, den richtigen Atemrhythmus zu finden – das war beim Gruppentraining einfacher. Und auch Katrin (20) taugt es in der Gruppe besser. „Alleine schaue ich permanent auf die Uhr, damit ich die vorgegebenen Intervallzeiten einhalte“, sagt sie. Sie würde sich jetzt, in Woche drei, jedoch allmählich wünschen, dass sie einen deutlicheren Fortschritt spürt. „Gemeinsam geht die Zeit schneller rum“, findet auch Angelika von Obenitz. Sie hatte beim Training diese Woche Heimvorteil, da es erstmals an der Schafwa schener Bucht stattfand – ihrer gewohnten Runde. „Ich fühle mich gut“, stellte sie im Anschluss fest. kad

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