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Rußgeschwängerte Luft und Knattern der Motoren

Baumstammziang in Truchtlaching: Wie sich Rodel-Olympiasieger Resch im Unimog geschlagen hat

„Los ned los“, so das Motto bei den einzelnen Wettkampffahrten.
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„Los ned los“, so das Motto bei den einzelnen Wettkampffahrten.

55 Teilnehmer in neun PS-Klassen und etwa 500 Zuschauer war die Erfolgsbilanz beim Bulldogtreffen mit Baumstammziang des Bulldogvereins „Los ned aus“ in Truchtlaching.

Truchtlaching – Schauplatz war „da West’n“, ein Wiesenstück in Hanglage über der Alz, mit bestem Blick auf Truchtlaching. Auf dem Stoppelfeld war die Strecke von 80 Metern ausgesteckt, die es mit verschieden langen und schweren Baumstämmen zu bewältigen galt. Die Fahrer kamen aus dem gesamten Verbreitungsgebiet des Vereins, den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Rosenheim, Traunstein und Miesbach.

Schnelligkeit gefragt

Das Regelwerk ist einfach und ließ sich großzügig auslegen: Wer innerhalb seiner Klasse die Strecke am schnellsten zurücklegt, hat gewonnen. Schafft er es nicht, werden die gefahrenen Meter gewertet, mehrere Versuche inklusive. Doch nicht nur die Pferdestärken waren ausschlaggebend. Gefühl am Gaspedal, gezieltes Schalten, die richtige Linie und genügend Profil für den nötigen Grip waren die Erfolgsgaranten.

In allen Wettkampfklassen kämpften sich die Metallrösser laut schnaufend den kleinen Hügel hinauf, auch wenn es manchmal nur den Anschein von Gemütlichkeit hatten. Mit dem ältesten Fahrzeug ging Benedikt Magg aus St. Georgen an den Start. Sein Lanz aus dem Jahre 1941 in der Klasse 17 bis 28 PS benötigte für die Strecke eine Zeit von einer Minute und 44 Sekunden.

PS-stärkstes Gefährt war der Case-Magnum von Marinus Lohmeyer aus Obing. Mit seinen 200 PS konnte er aber nur 44 Meter zurücklegen, zu schwer waren die Baumstämme mit einem geschätzten Gewicht von vier Tonnen.

Sportliche Prominenz anwesend

Der ehemaligen Olympiasieger, mehrfachen Weltmeister und Deutschen Meister im Rennrodeln, Alexander Resch, aus Berchtesgaden ging als Einzelfahrer in seinem Unimog mit 45 PS an den Start. Dabei hatte er drei Baumstämme angehängt und konnte mit einer Zeit von 44 Sekunden und 63 Hundertstel den zweiten Platz hinter seinem Freund Christian Fendt, ebenfalls mit einem Unimog an den Start gehend, belegen. Er berichtet, dass er mit dem Fahrzeug gerade in einem Waldstück in Berchtesgaden arbeite und Käferholz schlage. Resch und seine drei Freunde räumten beim Wettbewerb richtig ab. Christian Fendt belegte Platz 1 in der Klasse 39 bis 56 PS, Alexander Resch Platz zwei in der gleichen Klasse, Johann Kurz erreichte Platz 2 in der Klasse 76 bis 95 PS und Alexander Rasp den vierten Platz in der gleichen Klasse.

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Einige Male musste Vorsitzender Matthias Schönlinner auch zur Motorsäge greifen, um neue Löcher für die Halteseile in die zu ziehenden Baumstämme zu sägen, sie waren ausgerissen.

Stefan Maier kommentierte mit Spaß und Fachwissen die einzelnen Wettkampffahrten und wusste nicht nur über die Fahrer so einiges zu berichten, sondern auch über die Fahrzeuge, die an den Start gingen. Als Lohn für den harten Wettkampf gab es für die jeweils ersten drei jeder Klasse eine Urkunde und „flüssiges Brot“. /EW

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