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STRAßENSCHÄDEN DURCH DEN WINTER

Bauhofmannschaft aus Prien stopft jede Menge Schlaglöcher mit heißem Asphalt

Lorenz Weingartner und Andreas Sommer vom Bauhof (vorn von links) streichen den Heißasphalt in Schlaglöchern in der Bachstraße glatt.
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Lorenz Weingartner und Andreas Sommer vom Bauhof (vorn von links) streichen den Heißasphalt in Schlaglöchern in der Bachstraße glatt.
  • Dirk Breitfuß
    vonDirk Breitfuß
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Das Loch auskehren, Kleber verteilen, mit Heißasphalt auffüllen, glatt streichen, festrütteln: Dieses Prozedere wiederholt sich zurzeit ungezählte Male auf den Straßen der Marktgemeinde. Die Mannschaft des Bauhofs stopft die Schlaglöcher, die der Frost im Winter vielerorts aufgerissen hat.

Prien – Der Winter 2020/21 mag vielen Bürgern vergleichsweise mild vorgekommen sein. Für Bauhof-Chef Richard Zettl und sein Team war der häufige Wechsel von Frost und Tauwetter herausfordernd. Dass es dieser Wetter-Mix in sich hat, zeigt die Tatsache, dass der Markt Prien laut Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) seinen gesamten Vorrat von 450 Tonnen Streusalz aufgebraucht hat. Zettl zufolge werden in einem durchschnittlichen Winter gut 300 Tonnen benötigt.

90 Kilometer Gemeindestraßen

Sein Stellvertreter Florian Stoib hat nach dem Winter eine Bestandsaufnahme der Schäden auf den 90 Kilometern Gemeindestraßen gemacht. Zusätzlich gehen gerade jetzt im Frühjahr auch immer wieder Meldungen von Bürgern über die Störungsmelder-App der Gemeinde ein.

Die Asphalt-Mischanlagen der großen Baufirmen in der Region laufen traditionell nach Ostern wieder an. Wenn über den Winter gravierende Schäden auftreten, muss der Bauhof sich mit eigenem Kaltasphalt behelfen. Der hält aber nicht lange.

LKW sorgen für Schäden

Eine der Straßen, die am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurde, war die Bachstraße, weil vergleichsweise viele Lkw durch diese enge, alte Straße donnern. Dort hatte der Arbeitstrupp des Bauhofs gut zu tun, bis die größten Löcher gestopft waren. Je nach Wetter wird es Zettl zufolge wohl noch bis Ende Mai dauern, bis die Winterschäden an den Gemeindestraßen behoben sind.

Der Bauhof muss in diesem Frühjahr Zusatzaufgaben selbst übernehmen und ist deswegen nach Darstellung seines Leiters zeitlich etwas in Verzug. Corona-bedingt stelle die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bernau bis auf Weiteres keine Arbeitstrupps zur Verfügung, sodass in Prien unter anderem die Instandsetzung der Wanderwege heuer etwas später erfolgen werde.

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Auch in der Straßenreinigung fehlen die Gefängnisinsassen. Als der Bauhoftrupp selbst endlich alle Gemeindestraßen von Splitt und anderem Schmutz des Winters gereinigt hatte, dauerte es gerade mal drei Tage, bevor ein kurzer Hagelschauer die Arbeit praktisch zunichte machte, ärgert sich Zettl heute noch.

In manchen Buckelpisten wird vergeblich gewartet

In manchen Straßen werden die Anwohner vergeblich warten, dass die Gemeinde etwas gegen die Buckelpiste vor ihren Haustüren unternimmt. Beispiele für Straßen, die in einem sehr schlechten Zustand sind, sind der Forellenweg in Osternach und die Rauschbergstraße in Ernsdorf.

Bürgermeister Andreas Friedrich (links) und Bauhof-Chef Richard Zettl begutachten reparierte Schlaglöcher bei Vachendorf.

Das wissen auch Bürgermeister und Gemeinderat. Friedrich wirbt aber für Verständnis, denn in diesen und einigen anderen schlechten Straßen wolle die Gemeinde die Sanierung gleich mit der Erneuerung von Wasserleitungen und Abwasserkanälen verbinden. Dann dauern die Bauarbeiten lange und sind teuer. Dass die Komplettsanierung Sinn macht, erklärt der Bürgermeister beispielhaft mit dem Verweis auf mehrere Wasserrohrbrüche in der Rauschbergstraße in jüngerer Vergangenheit.

Hochriesstraße eine „Katastrophe“

Andere Gründe gibt es in der Hochriesstraße, die zwischen Wendelsteinpark und Seestraße mit Schlaglöchern und Bodenwellen übersät ist. Der Bürgermeister spricht unverblümt von einer „Katastrophe“. Hier wartet der Markt Prien seit Jahren darauf, dass die Überplanung des Bahnhofsareals voran kommt, und klar wird, inwieweit die Hochriesstraße betroffen sein wird. Wie wiederholt berichtet, hängt der weitere Fortschritt unter anderem an einer ausstehenden Entscheidung der Bahn zu einem Grundstück, für das sie die Planungshoheit hat.

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Schlaglöcher gibt es auch in der Bernauer Straße zwischen der Waldorfschule und der Mühlbachbrücke nahe der OMV-Tankstelle. Weil die Bernauer aber eine Staatsstraße ist, ist das Staatliche Bauamt Rosenheim verantwortlich. Der Markt Prien habe der Behörde 2020 angeboten, in Vorleistung zu gehen, um die Schäden zu beheben, berichtet Bürgermeister Andreas Friedrich. Das Bauamt habe dieses Angebot aber nicht angenommen.

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Für den Straßen- und Brückenunterhalt hat der Markt Prien heuer im Verwaltungshaushalt 250 000 Euro eingeplant.

Im Vermögenshaushalt 2021 stehen folgende Straßenbaumaßnahmen:

Erneuerung Osternacher Straße: 1,5 Millionen Euro

Erneuerung Goethestraße: 200 000 Euro

Straßenbaumaßnahmen in Zusammenhang mit dem Bau eines Heizwerks am Hohertinger Weg: 420 000 Euro

Erlenweg: 30 000 Euro

Straßensanierungen allgemein: 300 000 Euro

Verbesserungen Fuß- und Radwegenetz: 200 000 Euro

Abgeschlossen ist mittlerweile die Maßnahme in der Goethestraße. Vergeben wurde laut Bürgermeister Andreas Friedrich ein Auftrag zur Deckensanierung in der Spitzsteinstraße zwischen Kampenwand- und Hochriesstraße. Die Arbeiten dort sollen am 25. Mai beginnen.

Die Baumaßnahme in der Weidachstraße läuft ebenfalls noch

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