Bauausschuss sagt Ja zu Rinderstall in Hötzing

Bernau – Mit einer Enthaltung stimmten die Mitglieder des Bernauer Bau- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung für den Neubau einer Rinderstallung und einer Vorgrube in Hötzing.

In der vorigen Sitzung war der Antrag noch zurückgewiesen worden. Zwischenzeitlich hatte der Bauwerber einige offene Punkte überarbeitet. So ist der Einbau einer Löschwasserzisterne mit 28,8 Kubikmeter Nutzvolumen vorgesehen, das Regenwasser soll in die Zisterne eingeleitet werden und ein Freiflächengestaltungsplan mit Kompensationsberechnung – auf der Südseite des geplanten Stalles wird eine 1,8 Meter hohe Auffüllung erfolgen – liegt vor.

Was die Schmutzwasserentsorgung betrifft, so gibt es die Möglichkeit, sich an die Druckleitung der Gemeinde mit noch nicht beziffertem finanziellen Aufwand für den Antragsteller anzuschließen. Der Bauwerber habe aber einen Antrag auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang von der gemeindlichen Entwässerungsanlage gestellt, so Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber.

Dies aber werde, unabhängig vom Bauantragsverfahren, ein Thema für den Gemeinderat in der September-Sitzung. Das Landratsamt wurde „auf die voraussichtlich belastende Situation durch den Transport der Gülle“ hingewiesen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) habe eine Berechnung für den Lagerraum für Gülle vom Antragsteller bekommen. Das AELF sei auch für „die Überprüfung, ob und inwieweit der Transport der anfallenden Gülle noch zulässig ist“ zuständig. Severin Ohlert (Grüne) begrüßte die Regenwassernutzung, fand aber die geplante Erweiterung außerhalb des Betriebsgeländes nicht gut. Ähnlich äußerte sich Georg Bauer (BL). Franz Schnaiter (CSU) wies darauf hin, dass eine Güllegrube vorhanden sei und er in Erfahrung gebracht habe, dass eine zusätzliche gepachtet worden sei. Bis auf Peter Pertl (CSU), der sich bei der Abstimmung wegen persönlicher Beteiligung enthielt, erteilten die übrigen Ausschussmitglieder das gemeindliche Einvernehmen „mit der Maßgabe, dass die Einbindung in das natürliche Gelände so schonend wie möglich gestaltet wird.“ Das AELF wurde „um kritische Überprüfung“ gebeten. elk

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