Bauausschuss endgültig aufgelöst

Seebruck – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Seebruck wurde eine Reihe von Bauvorhaben bekannt gegeben, die bereits über den Verwaltungsweg zustimmend an das Landratsamt Traunstein weitergeleitet wurden.

Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat, gegen die Stimmen der CSU, für die Abschaffung des Bauausschusses ausgesprochen. Laut einer neuen Geschäftsordnung, die in schriftlicher Form an die Räte ausgegeben wurde, werden künftig alle baurechtlichen Vorgänge, die bisher im Bauausschuss vorberaten wurden, im Gemeinderat behandelt. Laut der neuen Geschäftsordnung kann dabei auch vieles auf dem Verwaltungsweg entschieden werden.

Dass die CSU-Fraktion mit der Auflösung des Bauausschusses nicht einverstanden ist, wurde nochmals verdeutlicht. „Jeder Gemeinderat muss sich darüber im Klaren sein, was es heißt, alle Vorgänge im Gesamtgremium zu behandeln“, warnte Franz Wörndl (CSU). Sein Fraktionskollege Michael Regnauer äußerte dazu am Beispiel eines in der Sitzung bekannt gegebenen Antrages auf eine isolierte Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplans „Seebruck- Ortsmitte“ zu der Errichtung einer Stützmauer in der Römerstraße seine Bedenken. Der Antrag wurde nach Informationen der Verwaltung bereits auf dem Verwaltungsweg an das Landratsamt Traunstein weitergeleitet. „Das ist ein Klassiker, der in einem Untergremium, wie in einem Bauausschuss, behandelt werden sollte“, so Regnauer.

Wie Bürgermeister Bartl weber (FWG) erklärte, wolle man aufgrund des Wegfalls des Bauausschusses versuchen, die Sitzungsinhalte der Gemeinderatssitzungen nicht zu voll zu packen. Außerdem sollen in den neu anberaumten Sitzungsvorbesprechungen mit den Fraktionsvorsitzenden Vorgänge diskutiert und selektiert werden. „Sollte es nicht funktionieren, müssen wir uns was überlegen“, so der Bürgermeister. ga

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