Bald 91 Stellplätze an der Autobahn

Auf dieser südlich angrenzenden Wiese soll der bei Berufspendlern und Ausflüglern gleichermaßen beliebte Pendlerparkplatz an der Autobahnanschlussstelle im Ortsteil Winkl erweitert werden.

Grabenstätt. – In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Georg Schüt- zinger (CSU) die Planung des Ingenieurbüros S.A.K.

aus Traunstein zur Erweiterung des stark frequentierten Pendlerparkplatzes an der Autobahn (A8-Anschluss stelle Grabenstätt in Fahrtrichtung München) im Ortsteil Winkl vorgestellt.

Baukosten insechsstelliger Höhe

Nach kurzer Diskussion billigten die Räte geschlossen die Planung vom 24. Februar. Vor der Einreichung des notwendigen Bauantrags soll aber nochmals geprüft werden, ob die Einfassung der Stellplätze mit Graniteinzeilern bedarfsgerecht und notwendig ist oder ob aus Kostengründen auch alternative Ausführungen, beispielsweise mit Betonrandleisten oder Betonkeil, möglich sind. Auf dieser Grundlage sollen weitere Veranlassungen zur Bauantragseinreichung von der Verwaltung getroffen werden.

Zuletzt hatte der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung am 16. September vergangenen Jahres die Vorplanung zur Erweiterung des Pendlerparkplatzes zur Kenntnis genommen. Dies geschah im Rahmen der Entscheidung über die Übernahme der Planungskosten von gut 37 000 Euro. Die Baukosten werden auf gut 270 000 Euro geschätzt.

Der bestehende Pendlerparkplatz sei mit seinen rund 40 Stellplätzen „relativ klein“, gab Schützinger vor der Abstimmung nochmals zu bedenken. Zudem habe man es mit relativ großen Verkehrsflächen zu tun, die nicht voll beparkt werden könnten, da es keine geordneten Parkstände gebe. Ferner sei die Einmündungssituation von der Staatsstraße 2096 direkt am Kreisverkehr hinsichtlich der Sichtverhältnisse auf die übergeordnete Straße „sehr ungünstig“. „Die Anzahl der Stellplätze wird durch die Planung von derzeit circa 40 auf 91 Stellplätze mehr als verdoppelt“, so der scheidende Rathauschef. Die Stellplätze könnten in Betonpflaster mit Rasenfuge errichtet und die Fahrgassen zudem asphaltiert werden. Möglich wäre auch, dass sie mit Graniteinzeiler eingefasst würden und auf der Hinterseite ein Bordstein auf Lücke gesetzt werde, sodass die Entwässerung frei ins Gelände erfolgen könne. Mit der landschaftspflegerischen Planung ist das Landschaftsarchitekturbüro „Mühlbacher und Hilse“ aus Traunstein beauftragt. Eine erste Bestandsaufnahme hierzu gab es bereits im vergangenen November. Eine weitere ist zeitnah vorgesehen. Wie der Rathauschef weiter erläuterte, hat die Autobahndirektion nach einer Vermessung auch die Planunterlagen eingeholt, die beim späteren Ausbau der A8 auf sechs Fahrspuren und der Anpassung der Anschlusspunkte zu berücksichtigen sind: „Dies wurde in die Planung des Pendlerparkplatzes eingearbeitet.“ Mit dessen Erweiterung wird auch die Einfahrt Richtung Brücke der Staatsstraße über die Autobahn verschoben, sodass nunmehr ausreichende Sichtfelder für die Ein- und Ausfahrt gegeben sind.

Die Pendlerparkplatz-Erweiterung wurde vom Gemeinderat grundsätzlich begrüßt, allerdings erschien manchen Räten die Ausführung doch sehr gehoben. So wurde teils infrage gestellt, ob die Einfassung der Stellplätze mit Graniteinzeilern erfolgen müsse. Zwar habe die Gemeinde nicht die Baukosten zu tragen, aber doch das Planungshonorar, dessen Maßstab wiederum die Baukosten seien. „Wir können diesen Gedanken gerne noch einmal an das Planungsbüro weitergeben“, meinte Schützinger und verwies auch auf den späteren Unterhalt, der ein wichtiger Faktor sei.

Der Pendlerparkplatz werde intensiv genutzt und solle in umgestalteter Form „20 Jahre halten“.

Areal soll effektivgenutzt werden

Ferner wurde gefragt, warum die Planung trotz des Höhenunterschieds des noch ungenutzten Bereiches zum jetzigen Bestand eine gleichmäßige Ebene vorsehe. Dies erfordere wohl nicht unerhebliche Aufschüttungen. Schützinger verwies dabei auf die möglichst effektive Nutzung des Areals und auf die geordnete Entwässerung.

Zur angesprochenen Ausfahrt stellte er klar, dass nach der Erweiterung in beide Richtungen ausgefahren werden könne und diese von zwei Fahrzeugen gleichzeitig passierbar sei. Gegebenenfalls müsse man später noch über eine Lkw-Beschränkung nachdenken.

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