Auszeichnungen und Umweltsorgen bei den Sportfischern

Vereinsmeister und Fischerkönig sind Wolfgang Rothgerber, Helmut Eberl, Edi Schreitter, Johann Ganitter, Hans Scheck (von links). re

Prien – Bei der Jahreshauptversammlung der Priener Sportfischer (vor dem Katastrophenfall) waren die neue Jahreskarte und die zwei Ölunfälle im Mühlbach, sowie die Umweltverschmutzung durch die ausgelaufenen giftigen Gärsubstrate in Hittenkirchen die Hauptthemen.

In seinem Jahresrückblick ging Vorsitzender Peter Steiger zunächst auf die neue Jahreskarte ein. Sie enthält zusätzlich eine rote Karte für Fließgewässer und eine grüne für stehende Gewässer.

Landratsamt erlässt Genehmigungen

Das Landratsamt Rosenheim erließ im April einen neuen Genehmigungsbescheid für die Gewässer Mühlbach, Litzeldorfer- und Ammerbach. Für den Halfinger See und den Weingastsee gilt dies ebenfalls. Nach Ablauf des Jahres 2020 wird mit dem Landratsamt erneut darüber befunden.

Im vergangenen Jahr war der Mühlbach leider dreimal von Öl- und Umweltschäden betroffen. Am 8. Oktober lief Öl aus einem Hydraulikschlauch eines Baggers in den Bach, am 30.November war ausgelaufenes Dieselöl einer Chiemseebahn dier Ursache, die gerade über die Eisenbahnbrücke über der Bernauerstraße fuhr. Hier konnte die Feuerwehr mit Ölsperren Schlimmeres verhindern.

Am 27./28. Dezember ergoss sich giftiges Gärsubstrat aus einer Biogasanlage in Hittenkirchen über Wiesen und Gräben bis in den Mühlbach. Nachdem sich Steiger umgehend mit Dr. Gum vom Landesfischereiverband in Verbindung gesetzt hatte, wurden Messungen der Schadstoffe veranlasst. Fische, Fischnährtiere, Laich und Brut waren betroffen. Die Gewässerwarte fanden tote Fische sowohl im Mühlbach, als auch im Egerndorfer Bach. Der Mühlbach wurde vorübergehend zum Fischen gesperrt. Die Befunde des Fischuntersuchungsamtes der im Januar entnommenen Fische waren glücklicherweise negativ, sodass der Bach wieder frei gegeben werden konnte. Der betroffene untere Teil des Mühlbaches wurde mittlerweile neu mit Forellen und Brütlingen besetzt.

Dritter Bürgermeister Alfred Schelhas fand lobende Worte für den Verein. Im Namen der Gemeinde dankte er für das große Engagement in der Natur- und Jugendarbeit und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Steiger lobte die beiden neuen Jugendwarte Max Dingler und Walter Hefter, die mit viel Elan einen sehr guten Start mit der Fischerjugend hatten. Die Jugendabteilung, die mit den beiden Jugendwarten eine eigene Satzung bekam, zählt nun beinahe 50 Mitglieder. Ein unvergessliches Erlebnis war für die Jugendlichen das Jugendzeltlager 2019. Hier galt es, mit viel Einsatz zwei Unwetter zu überstehen. Aber auch die Platzierungen bei den verschiedenen Wettbewerben waren hervorragend.

Viel Beifall fand der Jahresausflug des Vereins nach Passau. Eine große Beteiligung und viel Spaß gab es auf der Weihnachtsfeier beim „Schildhauer“ in Halfing. Vor allem bei der Jugend kam die neu eingeführte Tombola gut an. Aufgrund der gewissenhaften Vorbereitung auf die Fischerprüfung durch die Referenten des Vereins konnten wieder 20 Teilnehmer die staatliche Prüfung ablegen. Der Bericht des Gewässerwartes Alex Runge zeigte den Mitgliedern eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung und Hege der Vereinsgewässer auf.

Vereinsmeister der Jugend ist 11 Jahre alt

Der Sportwart Georg Rammelsberger legte seinen Jahresbericht 2019 vor. Bei den Traditionsfischen am Halfinger Weiher wurde der 11 jährige Leon Fischer Prinz- und Jugendsieger, sowie Vereinsmeister der Jugend. Vereinsmeister und Fischerkönig 2019 der Erwachsenen wurde Wolfgang Rothgerber. Für die 25-jährige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel Hans Scheck, Michael Rieder. Helmut Eberl, Johann Ganitter und Hans Penzkofer geehrt. Zum Ehrenmitglied wurde wegen seiner Verdienste Edi Schreitter ernannt.

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