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Austragshaus abgelehnt

Rimsting – Der Gemeinderat Rimsting befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Antrag auf Neubau eines landwirtschaftlichen Austragshauses mit landwirtschaftlicher Hofwerkstatt südlich eines bestehenden Stadels an der Straße zum Westenbachtal.

Das Haus soll 11,5 mal 22,5 Meter messen; darin sind laut Plan eine Garage und die Werkstatt integriert.

Eine Hofstelle der Antragsteller besteht bereits im Ortszentrum am Kirchplatz; jedoch ist in diesem Umfeld aus Platzgründen kein Neubau möglich. Landwirtschaftsamt und Landratsamt Rosenheim sind im Vorfeld beteiligt worden. Die landwirtschaftliche Privilegierung gilt als gesichert, das Bauvorhaben soll dem Erhalt der bestehenden Landwirtschaft dienen.

Aus den Reihen des Gemeinderats stellte sich die grundsätzliche Frage, ob es sich nicht eher um einen Aussiedlerhof handele, weil der Baukörper ungewöhnlich groß für ein Austragshaus erscheine. Üblich seien 130 Quadratmeter, der Bau solle aber 160 Quadratmeter groß sein. Darüber wunderte sich unter anderem Robert Perl (WGG). Brigitte Feichtner (ÜWG) wollte wissen, ob das Austragshaus, wie traditionell vorgesehen, auch von der älteren Generation bewohnt werden soll. Sie sprach sich für eine Ortsbegehung aus.

Stephan Walter (Grüne) hielt auch die Lage des Bauvorhabens für recht exponiert. Dem schloss sich Max Huber (WGG) an. Der Antragsteller war bei der Sitzung zugegen und schilderte, dass für ihn als Junglandwirt die Platzverhältnisse an der bestehenden Hofstelle nicht ausreichten. Die betriebliche Entwicklung solle daher in das Westenbachtal verlegt werden. Der erste Schritt dazu sei das Austragshaus. Das Landwirtschaftsamt habe ihm dazu geraten. Die künftigen Bewohner, seine Eltern, hätten anders als typische „Austragler“ noch zwei jüngere Kinder, die entsprechend Platz bräuchten.

Den Stadel im Westenbachtal würde er gern zum Fressstall für 50 bis 100 Kälber erweitern, was platzmäßig zwölf bis 15 Kühen entspreche. Auf den Weideflächen stellt sich der Jungbauer eine Ochsenmast vor. Der Antragsteller schilderte, dass ihm die regionale Vermarktung vorschwebe. Der Stall sei noch nicht Teil des Antrags, weil es hier offene Punkte gebe. Aber so viel stehe schon fest: „Es soll eine für die Gegend typische Hofstatt werden.“ Der Standort wäre der einzig mögliche. Wegen der Immissionen könnte er den Stall nicht näher am Siedlungsbereich bauen.

Georg Heindl (CSU) fragte, ob künftig auch eine Milchviehwirtschaft geplant sei. Dies verneinte der junge Landwirt.

Mary Fischer (FW) meinte, grundsätzlich sei die klein strukturierte Landwirtschaft zu unterstützen, sie finde das Projekt gut. Sie war ebenso für eine Ortseinsicht aufgrund der exponierten Lage im Westenbachtal, um zu sehen, „wie sich das ganze ins Gelände einpasst.“ Der Gemeinderat fasste mit zwei Gegenstimmen den Beschluss, den Antrag vorläufig zurückzustellen und zunächst das Gelände zu besichtigen.Sen

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