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NACH JAHRZEHNTEN

Austauschschüler finden sich wieder

Schade, dass sie beim Schüleraustausch vor 35 Jahrenkein gemeinsames Foto gemacht haben, finden Thomas Lindlacher (links) und sein damaliger Austauschpartner Laurent Therme. Dafür strahlten sie jetzt beim Wiedersehen in Rognonas umso mehr. privat

Grassau – Eine kleine Zeitreise in ihre Vergangenheit als Schüler haben Christiane und Thomas Lindlacher unternommen.

Beide machten nach 35 Jahren ihre französischen Austauschpartner von einst ausfindig und trafen sie.

Die frisch gegründete Partnerschaft mit der südfranzösischen Gemeinde Rognonas hat bei vielen Erinnerungen an die schöne Zeit des Schüleraustausches geweckt. Nicht anders erging es Thomas Lindlacher. Zwei Wochen vor der Verschwisterungsfeier in Rognonas, zu der er mit seiner Frau hinfahren wollte, stöberte er auf dem Dachboden und fand Fotos und Briefe von damals, als er als 15-Jähriger am Schüleraustausch des Landschulheims Marquartstein teilgenommen hatte.

Über die Jahrzehnte war der Kontakt zum damaligen Austauschpartner abgerissen, aber er wurde neugierig, wo und ob sich sein Freund Laurent Therme wiederfinden lassen würde. Wie es der Zufall wollte, ist dessen Name in Rognonas wohl bekannt. In einer Nachbargemeinde ist er Geschäftsführer der Musikschule, und auch seine aktuelle Adresse war schnell gefunden.

Dias-Schauen bei der Gastmutter von einst

In Rognonas angekommen, nahm der Grassauer Kontakt mit dem Freund von damals auf. Auch er freute sich sehr, und so wurde ein Treffen auf der großen Verschwisterungsfeier vereinbart. Gleich tags darauf waren die Lindlachers zu Laurents Mutter eingeladen. Thomas Lindlacher erkannte sofort sein damaliges Zuhause auf Zeit wieder. Zur Freude der beiden inzwischen erwachsenen Austauschschüler hatte die Mutter noch Dias von damals, und so konnten die beiden in Jugenderinnerungen schwelgen.

Auch wenn sich beide in dreieinhalb Jahrzehnten äußerlich sehr verändert haben, so ähnelt sich doch ihr Lebensweg. Beide sind Familienväter, ihre Kinder sind in ähnlichem Alter, und beide lieben die Musik. Man versprach in Kontakt zu bleiben.

Doch auch Christiane Lindlacher wollte in Frankreich ihre ehemalige Austauschschülerin Kathie treffen. Sie hatte bereits vor zehn Jahren die Freundin ausfindig gemacht, indem sie deren Mutter im Telefonbuch fand und über sie Kathies Kontaktdaten bekam.

„Bei uns war die Kommunikation leichter, denn Ka thie hat einen deutschen Mann geheiratet und spricht perfekt Deutsch“, erzählt Christiane Lindlacher. Zu einem Treffen war es in den vergangenen zehn Jahren aber nicht gekommen.

Aber nun bot sich die Gelegenheit, denn nach Jahren in Mainz war Kathie wieder nach Frankreich zurückgezogen. Und so wurde ein Treffen vereinbart.

„Irgendwie war es wie früher. Die vielen Jahre, die wir uns nicht gesehen hatten, waren wie weggewischt“, beschreibt die Grassauerin die Begegnung mit ihrer damaligen Austauschpartnerin.

Den Schüleraustausch organisierte über viele Jahre hinweg auf französischer Seite immer Madame Danielle Mallol. Über 1000 Schülern verschaffte sie die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Ihre Freundin Kathie, so Christiane Lindlacher, habe erzählt, dass Madame Mallol ihr ganzes Leben geprägt hat. Ohne die Lehrerin hätte sie nie Deutsch gelernt, nie in Straßburg studiert und wohl auch nie ihren Mann kennengelernt.

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