GROßES BAUPROJEKT

Aus dem Marktgemeinderat: Rottauer Feuerwehrhaus wird im Herbst gebaut

So soll das neue Gebäude in Rottau von Süden aus betrachtet aussehen. Romstätter
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So soll das neue Gebäude in Rottau von Süden aus betrachtet aussehen. Romstätter
  • vonTamara Eder
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Wie das künftige Rottauer Feuerwehrhaus genau aussehen soll, das sah sich der Grassauer Marktgemeinderat an. Dabei wurde auch an Frauen gedacht – noch gibt es in Rottau zwar keine aktiven Feuerwehrlerinnen, aber das könnte sich in Zukunft ändern.

Grassau – In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung galt es, den Eingabeplan für das Rottauer Feuerwehrhaus anzunehmen und für die öffentliche Auslegung und Weiterreichung an Behörden vorzubereiten. Einstimmig votierte das Gremium für den Bauplan. „Ein schönes Projekt, das wir alle gemeinsam gestalten“, sagte Kommandant Karl Huber.

Ziel sei, im Herbst mit dem Bau zu beginnen, so Architekt Hans Romstätter. In der Fahrzeughalle seien drei Stellplätze, wobei der letzte ein Waschplatz mit Gulli und Abscheider ist. Da im Erdgeschoss keine Lagerflächen vorhanden seien, werden Gerätschaften und Material im Keller gelagert und können durch den Aufzug schnell nach oben transportiert werden.

Künftig Feuerwehrfrauen erwartet

Der Zugang zu den Umkleideräumen erfolgt von der Hinterseite. Dieser Bereich sei in eine Damen- und eine Herrenumkleide unterteilt. Noch sei zwar keine Feuerwehrfrau aktiv, die Voraussetzungen hierfür werden aber geschaffen.

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Neben einer kleinen Werkstatt seien WCs und ein Besprechungs- und Funkraum mit Sichtverbindung zu Fahrzeughalle und Außenbereich geplant, zudem ein Trockenraum für die Einsatzkleidung. Ergänzt werde dieser durch einen Schlauchtrocknungschrank. Im ersten Obergeschoss sind das Stüberl und der Schulungsraum vorgesehen. Dieser Bereich sei auch durch eine Außentreppe und den Fluchtbalkon erreichbar. Im Kniestockgeschoss befinden sich das Kommandantenbüro und der Bereich für die Jugendfeuerwehr mit kleiner Küche. Der Balkon werde so konstruiert, dass er sich für Abseilübungen eigne.

Schlichte Betonplatten, hoher Anteil an Gesamtkosten

Wie Romstätter ausführte, werde das Gebäude mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Fassade werde schlicht gehalten, die Balkone aus Betonplatten gefertigt und das Geländer aus Holz gestaltet. Die Tore der Fahrzeughalle erhalten zur Belichtung einen Doppelstreifen aus Glas.

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Zu den Kosten informierte der Architekt, dass das Bauwerk mit 43 Prozent der Gesamtkosten zu Buche schlage. Insgesamt liegen die Kosten für das Feuerwehrhaus samt Ausstattung bei 3,18 Millionen Euro. Sowohl von Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) wie auch vom Planer wurde die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sehr gelobt.

Pflaster oder Teer?

Die Mitglieder im Gemeinderat diskutierten, ob die Außenanlagen gepflastert oder geteert werden. Laut Architekt macht dies preislich keinen Unterschied, wobei das Pflaster etwas umweltfreundlicher sei.

Tom Hagl (CSU) fragte, ob eine Ampelanlage oder Blinklicht bei der Ausfahrt der Feuerwehr auf die stark befahrene Bundesstraße helfen könne. Dies, so Kommandant Karl Huber, wurde berücksichtigt. Eine Tafel mit Feuerwehrausfahrt soll auf jeden Fall kommen. Der derzeitige Standort der Feuerwehr liege ebenfalls an der Bundesstraße und hier funktioniere es, erklärte er. Hans Genghammer (FW) erkundigte sich nach der Distanz von Umkleideräumen im Erdgeschoss und Dusche im Keller. Laut Kommandant Huber müsse eine Dusche installiert werden, wobei sich wohl kaum ein Kamerad duschen werde. Die Lage im Keller sei bewusst so gewählt.

Wunsch nach Photovoltaik-Anlage wird geprüft

Ob eine Photovoltaik (PV)-Anlage vorgesehen sei, wollte Thomas Hofmann (AE) wissen. Seiner Ansicht nach sollte man dies vor der Planung von Dachfenstern prüfen. Walter Feigl, zuständig in der Gemeinde für die Feuerwehr und Planung, erklärte, dass dieser Antrag geprüft werde und entsprechend die Dachneigung gestaltet werde.

Die Rottauer Wehr werde zudem mit einer Stiefelwaschanlage ausgestattet, die Thomas Göls (CSU) für notwendig hält. Gerade auch bezüglich der Hochwassereinsätze sollte gleichwohl an eine Trocknung der Stiefel nachgedacht werden.

Ohne Widerspruch wurde der Eingabeplan so angenommen, wobei die Installation einer PV Anlage noch geprüft werde.

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