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ÖKUMENISCHER KIRCHENTAG PRIEN

Aufbrechen und neue Wege gehen

Gemeinsam sind sieaufgebrochen, „um neue Wege zu gehen“ (von links): der evangelische Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, Gemeindevorstand Andreas Sargant und Rita Sandig von der neuapostolischen Kirche, und von der katholischen Kirche Pastoralreferentin Edith Heindl und Pfarrer Klaus Hofstetter.
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Gemeinsam sind sieaufgebrochen, „um neue Wege zu gehen“ (von links): der evangelische Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, Gemeindevorstand Andreas Sargant und Rita Sandig von der neuapostolischen Kirche, und von der katholischen Kirche Pastoralreferentin Edith Heindl und Pfarrer Klaus Hofstetter.

Mit einem Gottesdienst am Marktplatz begann gestern der Priener Ökumenische Kirchentag, dessen Vorbereitung unter dem Motto stand: „Gemeinsam aufbrechen, neue Wege gehen, innere Räume öffnen und Berge versetzen“. Eingeladen hierzu hatten die katholische Kirche, die evangelisch-lutherische Kirche und die neuapostolische Kirche.

Prien – Den Dienst am Freialtar versahen je zwei Geistliche der katholischen und der neuapostolischen Kirche, Pfarrer Klaus Hofstetter und Pastoralreferentin Edith Heindl sowie Gemeindevorstand Andreas Sargant und Rita Sandig, die evangelisch-lutherische Kirche war „nur“ durch Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth vertreten. „Da bin ich heute doch in der Minderheit, obwohl das Glaubensfest entstanden ist, weil wir in unserer Kirche heuer die Reformation durch Martin Luther vor nunmehr 500 Jahren feiern können“, so Wackerbarth schmunzelnd.

Das Verbindende der drei Kirchen war der Kern der verschiedenen Botschaften in Worten, Gebeten und Liedern. „Sich verbinden und versöhnen ist in der Kirche ebenso notwendig, wie in der Ehe, Familie und Nachbarschaft“, so Pfarrer Hofstetter, der ergänzend Jesus mit den Worten zitierte: „In Deines Nächsten siehst Du den Splitter, aber Du nimmst den Balken im eigenen Auge nicht wahr“.

Drei Balken standen dann auch im Mittelpunkt des Marktplatzes. Vertreter der drei Glaubensgemeinschaften trugen die drei von der Priener Zimmerei Markus Stocker gefertigten Balken in die Mitte des Gottesdienstgeschehens. Alsdann wurden sie zu einem Kreuz zusammengefügt.

Balken und Kreuz sollen versinnbildlichen, dass Einstellungen, Worte und Meinungen verschieden sein können, dass aber dennoch ein gemeinsames Werk entstehen kann. Das große Kreuz gab es später am Stand der Diakonie auch als kleines Holz-Puzzle, dabei konnten die Gläubigen erfahren, dass es gar nicht so einfach ist, drei Balken zu einem Kreuz zusammenzubauen.

Pfarrer Wackerbarth erinnerte daran, dass es bei der Entstehung neuer Glaubensgemeinschaften Fehler und Sünden gab und er bat die die beiden weiteren Glaubensgemeinschaften um Vergebung. Andreas Sargant stellte in seiner historischen Betrachtung als erster Predigtredner die konfessionelle Selbstgerechtigkeit infrage. Daran anschließend fragte Pfarrer Wackerbarth an, ob heute dieses „Eins sein in Christus“ wirklich in den Kirchen und in der Ökumene gelebt werde und Edith Heindl bezog das „Eins sein in Christus“ auf die ganze Menschheitsfamilie.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der katholische Kinderchor, der neuapostolische Frauenchor und die evangelische Kirchenband unter der Gesamtleitung von Kirchenmusiker Rainer Schütz. Die Kirchenkollekte wird nach Abstimmung der drei Kirchen zu gleichen Teil der ökumenischen Initiative „Mediterranen Hope“ (Betreiber von zwei Flüchtlings-Zentren auf Lampedusa und Sizilien) sowie der Ökumenischen Sozialstation Prien zur Verfügung gestellt.

Nach dem Gottesdienst wurden die Besucher auf dem Marktplatz gastronomisch versorgt. Geistige Anregungen und viele Dialog-Gespräche zum Thema Glauben und Einheit gab es an den Informationsständen von den drei christlichen Gemeinden sowie von verschiedenen Gruppierungen und ökumenischen Initiativen. Das ganztägige „glaubens-fest“ sah des Weiteren ein Kinder- und Jugendprogramm, ein Konzert der Blaskapelle Prien, Interviews mit den drei Bürgermeistern Jürgen Seifert, Hans-Jürgen Schuster und Alfred Schelhas und weitere Kultur-, Musik- und Gesprächsbeiträge vor (wir berichten noch). hö

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