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Beratungen mit Leiter von KZ-Gedenkstätte

Auf der Fraueninsel: Infotafel soll Ruhe ums Jodl-Grab bringen

Das Jodl-Grab auf der Fraueninsel in einer Archivansicht von 2015. Zwischenzeitlich ist die Schrift von einem Stein bedeckt.
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Das Jodl-Grab auf der Fraueninsel in einer Archivansicht von 2015. Zwischenzeitlich ist die Schrift von einem Stein bedeckt.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Die Gemeinde Chiemsee erwägt, vor dem Friedhof auf der Fraueninsel eine Tafel aufzustellen, um das Thema „Jodl-Grab“ mit angemessenen Informationen zur endgültigen Ruhe betten zu können.

Chiemsee – In seiner Sitzung am Mittwochabend (15. September 2021) im Haus Tassilo Kloster Frauenchiemsee informierte Bürgermeister Armin Krämmer (FWG), dass die Gemeinde Kontakt zu Professor Dr. Jörg Skriebeleit von der Universität Regensburg hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung aufgenommen habe. Einen Beschluss hatte das Gremium nicht zu treffen.

Der Professor ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Skriebeleit ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg im oberpfälzischem Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen erklärte Bürgermeister Krämmer, eine solche Informationstafel könnte sachlich aufklären, übrigens auch über die Künstlergräber auf der Fraueninsel.

Die Gemeinde wolle nicht, dass das Jodl-Grab mit dem zwischenzeitlich von einem Stein verdeckten Schriftzug des ehemaligen Wehrmachtsgenerals als Gedenkstätte missbraucht werde. In dem Grab sind die beiden Ehefrauen Jodls, aber nicht er selbst, begraben. Die Asche des verurteilten Kriesgverbrechers wurde in die Isar gestreut. „Das Grab wird uns bleiben“, sagt Krämmer nach einem entsprechenden Gerichtsurteil. Ein Neffe Jodls hatte erfolgreich dagegen geklagt, die Gemeinde wollte das Familiengrab wegen Platzmangels auflösen.

Thema kostet „viel Arbeit und Nerven“

Das Thema kocht bis heute immer wieder hoch. Aktuell lägen der Gemeinde laut Krämmer wieder zwei Schreiben vor, die sich gegen das Jodl-Grab aussprechen. Er wäre wie der gesamte Gemeinderat froh, wenn Ruhe einkehren würde: „Das kostet uns viel Arbeit und Nerven.“ Ob eine Informationstafel ausreichen wird, oder es noch andere Ansätze zur Vergangenheitsbewältigung gibt, werden weitere Gespräche zeigen.

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