Auch im Kloster braucht es ein Hygienekonzept

Corona-Alltag im Kloster Frauenchiemsee. Auch hier gelten die strengen Hygienemaßnahmen.
+
Corona-Alltag im Kloster Frauenchiemsee. Auch hier gelten die strengen Hygienemaßnahmen.

Frauenchiemsee/Fraueninsel – Auch das klösterliche Zusammenleben bei den Benediktinerinnen auf der Fraueninsel war in den letzten Monaten coronabedingt sehr eingeschränkt.

Nun meldet sich Äbtissin Johanna Mayer namens der gesamten Abtei mit einem Klosterbrief an die Mitglieder des Fördervereins und Freunde des Klosters mit folgenden Worten:

„Es ist Zeit, Ihnen wieder ein Lebenszeichen von der Insel und aus der Abtei zu senden. Nach den ganz strengen Corona-Zeiten hat auch bei uns eine Phase der Entspannung begonnen. Die Frauen des Konvents sind nach wie vor gesund und von schwerer Krankheit verschont geblieben – Gott sei Dank! Die uns eigene klösterliche Struktur mit den gemeinsamen täglichen Gebetszeiten können wir nach wie vor aufrechterhalten, auch die Eucharistiefeiern. Das stärkt und stützt uns sehr und gibt uns die Kraft, auch alle uns Nahestehenden (Verwandte, Bekannte, Wegbegleiter, die Mitglieder des Freundeskreises und die Insulaner) Gott zu empfehlen. Tief im Herzen wissen wir doch alle: An Gottes Segen ist alles gelegen!“

Zu den Öffnungszeiten und Vorsichtsmaßnahmen erläutert der Konvent, dass nach der vorsichtigen Öffnung der Betriebe, Mitte Mai (Klosterladen) und Ende Mai (Gästebetrieb), die Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen begonnen hätten. Die Äbtissin schrieb weiter: „Das war zunächst, neben den finanziellen Mehrausgaben zum Schutz der Gäste, eine logistische Herausforderung. Wie machen wir es im Speisesaal, in den Anmeldebüros, beim Empfang und beim Einkauf im Klosterladen? Hygienemaßnahmenkonzepte mussten erstellt werden, die Gäste ausreichend informiert und die Gastschwestern mit entsprechender Schutzausrüstung versorgt werden. Wir, unsere Mitarbeiter und alle unsere Gäste sollen ja gesund bleiben. Überflüssigerweise trat auch noch ein Wasserschaden bei der Versorgung des kleinen Gästehauses auf, sodass wir die Gäste kurzfristig im Seminarbereich unterbringen mussten. Sie merken, langweilig ist es im Kloster nicht!“

Wie es in der Klosterpost weiter heißt, ist es bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen nicht möglich, an den Gebetszeiten des Konvents in der Chorkapelle teilzunehmen. Auch Kirchenführungen können noch nicht angeboten werden. Und auch das Irmengardfest muss dieses Jahr ausfallen. „Wir danken allen Gästen, die für all diese Maßnahmen Verständnis aufbringen, sich bei uns gut versorgt fühlen und uns durch kleine und große Extra-Spenden unterstützen“, so Äbtissin Johanna Mayer, OSB abschließend. hoe

Kommentare