Immer wieder schwere Unfälle

Gefahrenstellen entschärfen: Auch Breitbrunn für Geh- und Radweg am Langbürgner See

Fußgänger am Straßenrand auf Höhe des Stettner Sees. Sie gehen am Straßenrand weil es an der engen und viel befahrenen Straße keine Wege gibt.
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Fußgänger am Straßenrand auf Höhe des Stettner Sees. Sie gehen am Straßenrand weil es an der engen und viel befahrenen Straße keine Wege gibt.

Die Gemeinde Breitbrunn will mit Rimsting und Eggstätt gemeinsam für Entschärfung der gefährlichen Verkehrssituation am Langbürgner See kämpfen. Sie fordert erneut einen Geh- und Radweg in dem Bereich.

BreitbrunnDie Kreisstraße zwischen Rimsting und Eggstätt am Langbürgener See entlang ist heuer nicht zum ersten Mal wegen zum Teil schwerer Unfälle in die Schlagzeilen geraten. Bisher fanden die Anliegergemeinden mit ihren Rufen nach mehr Sicherheit aber kein Gehör. Weder der Bau eines Geh- und Radwegs noch ein weitergehendes Tempolimit sind bisher durchsetzbar. Aber die Kommunen lassen nicht locker. Nach Rimsting will nun auch die Nachbargemeinde Breitbrunn nachlegen. Ihr Ortsteil Westerhausen liegt auch an dieser Straße.

Gefahren dieser Strecke deutlich gemacht

In der jüngsten Sitzung machte Bürgermeister Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG) zum wiederholten Mal die Gefahren dieser Strecke deutlich. Die Bäume am Straßenrand begünstigten Feuchtigkeit auf dem Asphaltbelag, was wiederum die Schleudergefahr in den vielen Kurven deutlich erhöhe. Im Sommer überqueren ungezählte Badegäste die Fahrbahn, um von ihren Autos auf den Parkplätzen am Straßenrand an den See zu kommen.

Bisherige Bemühungen entlang der Kreisstraße RO 10 seien erfolglos gewesen. Der ehemalige Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler habe dem Lückenschluss im Radwege-Netzes durchaus positiv gegenüber gestanden, wobei aber die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim diesem Projekt bis dato stets ablehnend gegenübergestanden habe.

Geh- und Radweg dringend erforderlich

Ein Geh- und Radweg in diesen Bereich sei dringend erforderlich und sollte mit Nachdruck weiterverfolgt werden, fand auch Wolfgang Schlemer (Parteifreie/ÜWG). Aus Sicht der Polizeiinspektion Prien, deren Verkehrssachbearbeiter der Zweite Breitbrunner Bürgermeister im Hauptberuf ist, sei der Streckenabschnitt definitiv gefährlich, wobei Personenschäden meist unter den Autofahrern zu beklagen wären. Mit einer Aufweitung der Straße würde sich jegliche Art von Nässe weniger halten und ein begleitender Radweg könnte für mehr Sicherheit sorgen, so Schlemer. Trotz alledem sei Eigenverantwortung vom Verkehrsteilnehmer gefordert, weswegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur bedingt Sinn mache.

Gemeinsames Schreiben an Landratsamt

Die Streckenführung mit vielen engen, unübersichtlichen Kurven erlaube teilweise kein hohes Tempo, womit sich Beschränkungen erübrigen würden, so der Gesetzeshüter. Klaus Pfaffelhuber (Parteifreie/ÜWG) empfahl „Gefahrenhinweis-Schilder“, die aber erfahrungsgemäß vom Verkehrsteilnehmer oft übersehen würden, so Schlemers Erfahrung. Wie mehrmals berichtet, strebt die Gemeinde Rimsting seit Langem eine Verbesserung der Verkehrssituation an. Auch bei der Nachbarkommune Eggstätt soll angefragt werden, ob ein Appell an die zuständigen Ämter von deren Seite unterstützt werde, schlug Baumgartner vor.

Ein gemeinsames Schreiben mit der dringlichen Forderung einer Verbesserung der Verkehrssituation durch den Bau eines Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße zwischen den Ortsteilen Westerhausen (Breitbrunn) und Stetten (Rimsting) soll an das Landratsamt Rosenheim gerichtet werden. Dafür sprach sich der Gemeinderat einhellig aus.

Mit einem gemeinsamen Votum der Gemeinden Rimsting und Eggstätt soll dem notwendigem Ansinnen Nachdruck verliehen werden. Karl Wastl

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